Beiträge von Horst-Dieter

    Aber das sind ja alles nur Regeln. Entscheidend ist, wie es sich am Ende liest und manchmal klingen Sachen, die Ratgeber als Fehler klassifizieren würden, im richtigen Zusammenhang und zum richtigen Zeitpunkt einfach trotzdem am Besten.

    Ratgeber bringen Ratschläge und Schläge tun nicht selten weh. Für mich sind solche "Regeln" Verhaltensvorschläge, die in vielen Situationen hilfreich sein können, längst aber nicht in allen. Das übertreten solcher Regeln bereitet mir deshalb keine Skrupel.

    Jürgen, du machst Dir viel zu viel Gedanken über das Wie, Warum, Ob, Oder nicht und was weiß ich noch. Die Geschichte ist da, schreib sie auf. Wie gut sie ist, siehst Du danach. Niemand, der Dein Posting gelesen hat, kann wirklich sagen, ob die Geschichte etwas taugt, du gibst ja nichts preis darüber. Musst Du auch nicht. Du könntest sie aber aufschreiben und dann noch mal fragen. Mit der Geschichte ;)

    Alles, was an Asterixstories nach René Goscinnys Tod herauskam, war schwach, wurde immer schwächer und auch nach Uderzos Ausstieg konnte bislang die Reihe nicht mehr zum Leben erweckt werden. Das Glück, das die Reihe Spirou und Fantasio nach dem Ausstieg des Erfinders (Franquin) hatte, noch einen fast genausoguten Nachfolger gefunden zu haben, blieb Asterix versagt. Es gibt sie aber noch, die alten Geschichten, und unter diesen ragt - für mich - das Heft "Streit um Asterix" hervor. Nicht der beiden Serienhelden wegen, sondern wegen des genialen Antagonisten "Tullius Destructivus". Er muss nur irgendwo auftauchen - schon ist Streit angesagt, und nicht zu knapp. Wenn er nachhilft, fliegen die Fetzen. Das alles schließlich in einer großen "Klopperei" endet, ist Asterix-typisch. Tatsächlich wird Destructivus schließlich mit seinen eigenen Waffen geschlagen.


    Der Comic enthält viel Lebenswirklichkeit. Wenn man genau hinschaut, findet man Typen wie Destructivus überall. Manchmal ist es diesen Menschen gar nicht bewusst, wie destruktiv sie handeln, nicht selten aber machen sie es provokativ und mit Absicht. Schaut man noch genauer hin, entdeckt man einen kleinen Destructivus auch bei sich selbst. Wer das verleugnet, hat nicht genau genug hingeschaut. Deshalb ist dieser Comic für mich ein Klassiker, den ich gleich neben Goethes "Wahlverwandschaften", Thomas Mann "Doktor Faustus" und Karl Mays "Winnetou I" stellen würde.


    ASIN/ISBN: 9783770436156

    Höhere Qualifikation ist immer ein Grund, bessere Selbstdarstellung nicht. Und das weiß ich aus Erfahrung, es liegt zwar schon eine Weile zurück, aber ich habe ausreichend Einstellungsgespräche durchgeführt und die besseren Entscheidungen waren nicht die für die besseren Selbstdarsteller

    Schreibblockade ist die Plotidee für mäßige Fernsehfilme und -krimis, in denen ein ehemals schwerreicher und nun heruntergekommener Schriftsteller oder Schriftstellerin, das Geld für den dringend benötigten Koks nicht mehr aufbringen können und so in allen möglichen Schlamassel geraten.

    Und bei Vorstellungsgesprächen bin ich einfach schlecht, weil ich Lampenfieber bekomme und dann ziemlich nervös und unkonzentriert bin. Folglich konnte ich dort nicht punkten und wurde zurecht nicht eingestellt. …

    Es ist richtig, jemanden mit "Lampenfieber" nicht einzustellen? ?!?Ich weiß, dass solche Personalentscheidungen getroffen werden, aber ich schätze solche Entscheider nicht sehr hoch ein.

    …glasklare und ungeschönte Textbesprechungen. Da stand dann allerdings (wenigstens sinngemäß) auch schon mal drin: Mach was anderes als Romane zu schreiben! Das muss man natürlich aushalten. :)

    Kam vor, das stimmt, die Regel war aber nach einem zerfetzten kritisierten Text, das Hilfestellungen zur Weiterarbeitung gegeben wurden.

    Als ich aus Berlin zurückkam, lag die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift EXODUS in der Post, oder nein, das ist falsch, es lagen zwei Ausgaben der Zeitschrift EXODUS in der Post, Nummer 40 und 41. Beide zusammen erschienen, weil sie EIN Thema haben: Den Mars. Dabei ist dieses Thema dann noch einmal breiter aufgefächert. Im Teil 1 schreiben Uwe Hermann, Andreas Eschbach und Roman Schleifer zur "Reise zum Mars", Rico Gehrke & Hans Jürgen Kugler zu den "Menschen auf dem Mars", Maike Braun, Axel Kruse und noch zwei andere zu "Terraforming Mars". Horst Pukallus nimmt sich den "historichen Mars" vor und dazu macht Arnold Spree eine Zeitreise ins Jahr 1897. Der "Märchenhafte Mars" wird von Christain Endres und Henrik Wyler bedient. Im zweiten Teil gibt es nur den "Psycho-Mars" – Thorsten Küper, Angela & Karlheinz Steinmüller sowie vier andere Autoren und Autorinnen schreiben darüber – und den "späten Mars", der von Victor Boden und Wolf Welling bedient wird. Wie immer widmet sich die Zeitschrift je Ausgabe einem besonderen Künstler. in No. 40 ist das Dirk Berger, in No. 41 Rainer Schorm.


    EXODUS ist immer was zum Schmöker und zum Angucken. Und immer auif hohem Niveau. Bestellen kann man über die Homepage, am Bahnhof bekommt man sie meines Wissens nicht. Auch die älteren Ausgaben lohnen einen Blick (und die Lektüre), es sind aber nicht mehr alle erhält.ich.

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    Aber ...


    Bei SF aus regionalem Anbau bin ich ziemlich skeptisch, und abseits von Eschbach und Brandhorst ist mir tatsächlich noch nicht viel begegnet, das mir gefallen hat.


    Das ist natürlich immer ein sehr persönliche Einschätzung. Ich habe dann gleich mal angefangen, an einer Hand abzuzählen, was ich denn von Deutschen Autoren gut finde in der Sparte SF und da bin ich dann erst einmal nicht über eine Hand hinausgekommen. Aber es gibt mehr und ich muss vermutlich mehr darüber nachdenken und vielleicht auch noch einmal nachlesen. Möglicherweise ergibt sich daraus dann ein Artikel für unseren Blog. Der, da bin ich mir sicher, natürlich auch angreifbar sein wird, weil ich über meine "persönliche" Einschätzung eben auch nicht hinaus komme.