Beiträge von Karen

    Aaaalso, was meine Buchhandlung - und hier kommen wir wieder zurück zu den Schriftstellern - angeht, haben wir bei den aktuellen Publikationen, also gebundene Bücher, vorwiegend weibliche Autoren im Angebot. Das nur dazu.


    Was eine allgemeine Quote angeht, ist es leider so, dass ich in meinem Arbeitsbereich (Forschung) beobachten musste, dass eine Quote dazu führt, dass viele Frauen dem Job nicht gewachsen sind, den sie durch eine Quote bekommen haben. LEIDER! Ich ärgere mich als Frau schon lange über diese blöden Tussen, denn es gibt viele Frauen, die ganz bestimmt Jobs verdammt gut machen würden, die nur Männern zugetraut werden. Aber es gibt eben auch sehr viele, die wegen einer Quote in Spitzenpositionen gehoben werden, die sie nicht angemessen erfüllen können. Leider habe ich da in den letzten Jahren seeeehr viele davon gesehen. Es gibt auch andere, die absolut fähig sind, natürlich. Aber die würden vielleicht sich auch so durchsetzen. Und die unfähigen Quotenweiber machen es den Frauen, die echte Führungsmenschen sind, total schwer. Und das bringt mich sowas von auf die Palme.


    Was die Quote an sich angeht - wenn man mal nach der Quote, wieviele Männer und Frauen grundsätzlich daran interessiert sind, leitende Positionen zu übernehmen, geht, sieht man, dass ein viel größerer Prozentsatz an Frauen vorzieht, nicht die Karriere anzustreben, bzw, mit ihren Kindern zuhause zu bleiben. Wenn man dann diesen Prozentsatz von den insgesamt an Führungspositionen Interessierten abzieht, kommt man auf eine überwiegende Zahl an Männern. Warum muss man also paritätisch unterwegs sein?


    Eh und echt mal grundsätzlich gesagt, ich als Frau finde mich durchaus nicht als unterbemittelt, als niedergrdrückt! Ich bin ich, ich mache, was ich will, zum Beispiel die Übernahme von zwei Buchhandlungen. OK, ich gebe zu, das "machen Frauen". Männer machen das nicht. Eh, ist mir grad wurscht! Ich mach das aber!!!

    In meiner literaturwissenschaftlichen Karriere habe ich mich als Frau immer diskriminiert gefühlt, wenn es darum ging, dass man "Frauen-Literatur" untersucht hat. Ich fand es immer schon merkwürdig und diskriminierend, die Werke von Frauen von denen von Männern abzugrenzen, indem man die Literatur von Frauen absichtlich getrennt untersucht. Warum macht man das? Die Texte von Frauen können doch neben denen von Männern locker bestehen. Als Frau muss man doch nicht NOCH besser sein und auch nicht BESONDERER - wann hört der Krams mit der Unterscheidung von männlichen und weiblichen Autoren auf???? Der ganze Quatsch macht es den Frauen doch nur schwerer. Es gibt nur gute, mittelmäßige und schlechte Autoren. Wer dabei eine Frauenquote haben möchte, beleidigt uns Frauen doch. Als hätten wir es nötig, dass man uns streichelnderweise bemitleidend fördernd müsste. Eh, echt, dann bleibe ich doch lieber unterschätzt!!!!

    Solche Personalisierungen sind immer gut für die Atmosphäre eines Textes, wenn sie gut gemacht sind und nicht übertrieben werden. Das geht übrigens auch mit nicht lebenden Dingen wie Tischen und Stühlen. Wie gesagt, es darf nicht zu aufdringlich werden, dann wird es satirisch im besten Fall (wenn man nicht genau das erreichen will) oder unfreiwillig komisch und grottig.


    (Jetzt hätte ich fast "unfreuwillig" getippt!)

    Ich würde mir (nicht wirklich) Kinder wünschen, die wenigstens für ein paar Stunden in Kita oder Schule gehen. Mein (Vollzeit-)Job beginnt um 7 Uhr morgens und hat open end am Abend. Niemals planbar, was den Dienstschluss angeht, urlaubsmäßig sehr, sehr eingeschränkt planbar. Schreiben? Ja, das habe ich nachts getan, ab 2 Uhr oder so vor der Arbeit. Das kann ich nicht mehr, dazu bin ich zu alt bzw. ich habe den Drive nicht mehr. Und schon damals musste mein Männe immer unterm Schreiben leiden, weil ich gar keine weitere Zeit mehr übrig hatte, weil ich tot nach Hause kam. Jetzt? Nach der Arbeit zuletzt. Aber da muss ich inzwischen erstmal abschalten, was heutzutage meist gar nicht möglich ist, weil mein Job der ist, der er ist. Leider muss man ja irgendwie Geld verdienen. Und dazu habe ich Tiere, die versorgt werden wollen und in den letzten Jahren extrem aufwendig versorgt werden mussten. Sprich: Schreiben? Gar nicht mehr. Zeit neben allen unabdingbaren Tätigkeiten ist 5-6 Stunden. Hms. Man muss ja auch mal irgendwann schlafen...

    Ich fand den Film an sich sehr gelungen, auch die Abweichungen waren für mich keine Katastrophen. Ist ja immer schwierig, wenn man das Buch vorher gelesen hat (und es auch noch gut fand). Es gibt aber viele Verfilmungen, die ich nicht so mag. Diese fand ich ziemlich gut, sie hat den Tenor sehr gut herübergebracht, super umgesetzt in das Medium Film und war trotzdem hier und da und am Ende reichlich eigenständig, was aber okay war. Auch die Begrenzung auf drei Figuren habe ich als sehr passend empfunden, auch wenn ich das vorher nicht geglaubt hätte.


    Die 42 und der Anhalter durch die Galaxis waren cool. Allein, ich muss André in einem negativen Punkt total recht geben: Das "feinkörnig" ist tatsächlich untergegangen. Als ich es das erste Mal bemerkt habe, nach ca. 39 Minuten, war es so beiläufig und ich habe mich gefragt, ob es vorher auch schon vorkam. Das ist schade, da haben sie was verschenkt!


    Die Schauspieler fand ich toll. Und was mich richtig fasziniert hat, war, dass ich bei einigen Dialogen gedacht habe: Boah, im Prinzip sind die von Tom, den ich persönlich kenne, und die sind gut in einem Film. Denn dort kann manches so furchtbar platt wirken, gerade in solchen Geschichten wie dieser. Platt war aber nichts.


    Allerdings habe ich den Cameoauftritt verpasst :down . Liegt vielleicht daran, dass man doch auf die Hauptfiguren achtet. Oder daran, dass wir aus mindestens drei Metern Abstand auf einen 15-Zoll-Fernseher starren :D . Gib mal einen Tipp, dann gucke ich das in der Mediathek nach!

    Nun ist es offiziell: Die Sieger des Putlitzer Preises® 2017 stehen fest. :silvester


    Und es sind:


    Platz 1 bis 3 (in alphabetischer Reihenfolge):
    Karolin Bettge
    Karin Pelka
    Regina Schleheck


    Platz 4: Henrik Lode


    Platz 5: Dora Feld


    Platz 6: Mathias Fleischmann


    Allen Siegern herzlichen Glückwunsch!


    Und mit Glückwünschen geht es gleich weiter: Das Residenzstipendium der 42erAutoren "42 Tage Putlitz - Schreiben in der Idylle" hat Frau Sina Lippmann gewonnen. Herzlichen Glückwunsch.


    Nähere Informationen findet Ihr auf unserer renovierten Seite: putlitzerpreis.de


    Habe schon Bücher gelesen, da wurde der Pov so krass übereizt, dass der Erzähler sich wirklich auf eine einzige Figur festlegte und man nur schrieb, was diese eine Figur sah. Bei den Erzählstellen dann immer so Sätze wie: „Hans hatte noch nie so hohe Häuser gesehen, er konnte nicht wissen, dass sie aus Metall waren. Das Licht blendete ihn, denn die Sonne stand so hoch am Himmel und er hatte auch keine Wolken bemerkt“
    DAS ist auf Dauer extrem anstrengend.
    Zu lesen UND zu schreiben.


    Geschichten, die von einem personalen Erzähler, der konsequent auf der Schulter einer Figur sitzt, erzählt werden, mag ich persönlich sehr. Es muss aber wirklich konsequent durchgezogen werden.


    Zitat

    Und wenn es dann heißt. (fiktives Beispiel)
    „Hinter der Tür schlug der Wind das Fenster auf“ und die Lektorenanmerkung dann heißt: „Das kann keiner sehen, es ist niemand im Raum, und die Tür ist zu.“ dann denke ich mir auch; WTF?


    Kann zum personalen Erzähler oder zum auktorialen Erzähler passen.


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    Birgit:
    Glaube nicht, dass ich für den BT geeignet bin ;)


    Das passt schon. Trau Dich!


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    Hatte zwar mal nen Admin angeschrieben, aber es hat nie einer geantwortet.


    Da ist was im Nirwana verschollen. Ich bin sicher, Cordula wird Dich jetzt sofort freischalten, wenn Du ihr die angeforderten Infos schickst. Einfach PN an Admin.