Beiträge von Amos

    Künstlersozialkasse die soundsovielte.
    Wieder einmal gibt es eine Initiative im Bund, die KSK abzuschaffen.
    Soviel Büroaufwand wird da als maßgeblicher Punkt angeführt. Zu den Ländern, die sich für eine Abschaffung stark machen gehören
    Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. (Bundesratsdrucksache 558/1/08 vom 08.09.2008, Punkt 3)
    Diesmal sind die Grünen gegen eine Abschaffung. Bei dem letztem Versuch waren sie in der regierung und waren für eine Abschaffung. wie war das mit dem Mäntelchen nachdem wind hängen?
    Mir,als KSK -Versicherter soll es ja recht sein.


    Wer in der KSK ist sollte vielleicht schon mal vorsorglich nach Alternativen Umschau halten.

    Tom hat diese Diskusion eröffnet, mit dem american way of torture.
    Folter, so im weiterem Verlauf ist überall. Nicht nur ein american way.
    An der Glotze, machen wir indirekt mit?
    Das erzeugt in mir dann über die theorethische Diskussion hinaus, zuerst einmal das Gefühl von Hilflosigkeit.
    Der bin ich mein ganzes Leben mit meinem Leben entgegen getreten.
    Im privatem Bereich, im beruflichem Bereich.
    Die Welt und deren Politik, so meine ich, kann nur in den eigenen kleinen Bemühungen verändert werden.
    Wie die aussehen können?
    Wie Gerda schrieb, lachen, trauern, zusammen essen, mit den unterschiedlichsten Menschen, aus den unterschiedlichsten Kulturen.
    Das ist zuwenig?
    Gemessen an was?
    Heute stand ein Leserbrief in der reginonalen Zeitung, indem eine Frau zum Rosenkranz beten aufruft, gegen Kriegsvergewaltigungen, gegen Steinigungen von Frauen.
    Der Papst wird gefeiert wie ein Popstar, 150000 meist junge Menschen sind in Australien, die Welt ist in Bewegung und es ist immer ein langer Weg.
    Jeder lange Weg beginnt mit dem ersten Schritt, den muss man aber selber erst einmal gehen.

    ASIN/ISBN: 3596179467


    Martin Reichert


    Wenn ich mal groß bin
    Das Lebensabschnittsbuch für die Generation Umhängetasche


    ….Sie sind 34, tragen drei Tage – Bart am ganzem Kopf oder Sie sind 33, tragen eine Pony-Frisur für 19,90 Euro sind in ein weiß-himmelblaues Nachthemd mit Rüschen- Saum gewandet,…. so geht es im ersten Kapitel los.
    Stigma Umhängetasche.
    Martin Reichert knöpft sich den Inhalt dieser Umhängetasche, von eben diesen Menschen, Männer, als auch Frauen, um oder etwas über 30 vor und wirft ein Teil nach dem anderen raus.
    Erwachsen werden ist sein Credo.
    Das paar Socken, der iPod, das Mobiltelefon, bis hin zum Riegel Kinderschokolade oder die Kondome, da findet sich so manches in der Umhängetasche, bei denen , die nicht erwachsen werden wollen.


    Martin Reichert hat genau hingesehen.
    Humorvoll, mit vielen Querverweisen, auf Bücher, Filme oder Autoren, ist das Buch ein amüsanter Ratgeber für die Generation Umhängetasche zum erwachsen werden


    Ein Buch zum verschenken, da kann keiner etwas verkehrt machen.

    ASIN/ISBN: 3570131076

    Ed liegt mit seinem Freund auf dem Boden der örtlichen Bank.
    Banküberfall.
    „Die Parkuhr läuft in ein paar Minuten ab“nörgelt der Freund.
    „Dein Auto ist sowieso nix mehr wert,“ erklärt Ed dazu.
    Der Bankräuber wird nervös und schreit:“Das Maul halten,“
    Ed und sein Freund kümmert das wenig.
    Sie reden weiter über so wichtige Dinge wie Parkuhr und Schrottauto. Als der Bankräuber Ed das Gewehr an die Nase hält, sagt der nur, es ist einfach nicht professionell was er da als bankräuber abliefert, das müsse ruckzuck gehen und dann ist das mit der Parkuhr auch erledigt.
    So geht das im Roman weiter. Ed bekommt eine kuriose Situation nach der anderen geliefert. Nie weiß er wie und wer dahinter steckt, aber ganz sicher hat das was mit dem Bankraub zu tuen.
    Markus Zusak hat, wie in seinem anderen Roman, Die Bücherdiebin, einen gut lesbaren Stil. Die Personen sind gut beschrieben, die Situation ist immer nachfühlbar und zuletzt ist neben der Unterhaltung auch ein gerütteltes Maß an Spannung vorhanden.
    444 Seiten voller Schreiblust und Witz

    ....leicht merkbefreiten....
    das ist eine Wortschöpfung die mir nicht bekannt ist.
    Ist merkbefreit, wenn Du mir imponieren möchtest und ich merke es nicht?
    Würde für mich so Sinn machen.
    Habe ich ein Wort mehr im Vokabular.
    Gruß Amos

    Gerade hatte ich Herzfrauen gelesen, kommt eine Dame zu mir in meine Beratungspraxis und erzählt mir Herzfrauen live.
    Sie überlegt sich, ob sie 1500€ einer lieben Freundin geben soll, die hätte da eine ganz tolle Sache am Start.
    Das alles passierte im Neckar-Odenwald.
    Ich habe ihr das Buch Herzfrauen empfohlen. Wie sie sich entschieden hat, ist mir nicht bekannt.

    Als Urlaubslektüre sind der Geisterfahrer und der Pupenmann zu empfehlen, wenn nichts anderes im Urlaub wichtig ist.
    Der Geisterfahrer hielt mich von allen möglichen Dingen ab und der Puppenmann schaffte das auch mit Leichtigkeit.

    Vielen Dank für den Reisebericht.
    Längst vergessen, aber durch den Bericht sofort vor dem geistigem Auge.
    Aus einem christlichem Haushalt stammend, war das immer eine schwierige Mission, diese Filme zu sehen.
    Ging nur wenn der Vater nicht da war.
    So hat dieser Bericht mehrere Assoziationen geweckt,
    Gruß Amos

    Der Roman heißt nun mal Alice und nicht Karl- Heinz und die Sintflut.
    Möglicherweise wären dann Männer in der poleposition.
    Die Männer in Alice und die Sintflut finde ich ganz gut vertreten, in der Anzahl und auch im Plot.
    Sie sind zwar nicht die Hauptfiguren, aber bringen doch entscheidene Momente ins Geschehen, z.b. mit dem juristischem Rat, der eine ganze Beerdigungsfeier umbiegt. Das hat doch was.
    So haben alle Männer ihre Position in diesem Roman gut ausgefüllt, ich kann da nicht meckern.

    ASIN/ISBN: 3938275200


    Ein Dorfroman. Das alles spielt an der Nordsee, zumindest in der Nähe und in einem Dorf.
    Wenn ich heute die Zeitung lese und das Abschneiden der NPD bei den kommunalen Wahlen in Sachsen ansehe, da gibt es ein Dorf, da haben über 25% NPD gewählt, so könnte der Roman von Jutta Mülich gut in Sachsen spielen.
    Alice kommt in dieses Dorf auf der Suche nach ihre Verwandtschaft.
    Ausländerfeindlichkeit ist in diesem Dorf nicht nur auf Ausländer beschränkt, sondern wird eher im Sinne von, wer nicht aus diesem Dorf kommt , ist ein Ausländer, verstanden. Alice also auch.
    Jutta Mülich muss schon mal in einem solchem Dorf gewesen sein. Nachvollziehbar beschreibt sie die Atmossphäre, immer kommt trotz der schwierigen Szenerie der Humor nicht zu kurz.
    Familen, die sich nicht leiden können, rechtsradikales Getue, Machtpoker, das alles in einem kleinem Dorf.
    Sehr realistisch.
    Und dann wird der Roman schlagartig zum Krimi.
    Alice v erschwindet.
    Dann kann der Leser Alice beim denken zuhören, nichts für schwache Nerven.
    Das Mitfühlen, das Mitdenken ist so einfach, das es mir beim lesen fast weh tat.
    Ende gut alles gut.
    Eine gelungen Mischung aus Einblick in ein vermeintliches Dorfidyll und spannender Krimi.

    ASIN/ISBN: 3899777247


    Weinbrenner ermittelt.
    Timothius in seine Welt zu folgen fällt leicht.
    Was er für ein Geheimniss mit sich rumschleppt ist nicht zu erkennen oder hat er garkeins?
    Das ist bis zum Ende spannend versteckt?
    Puppenmacher!
    Na, das ist doch schon verdächtigt.
    Wer wird den sowas?
    Und bei seiner Mutter wohnt der dann auch noch.
    Düster geht es immer mal wieder zu.
    Überraschend dann das Ende.


    Der Puppenmann ist inzwischen auch in dere Stadtbücherei Bad Mergentheim angekommen.
    Gruß Amos

    Da bin ich ja froh in Bad Mergentheim zu wohnen.
    Tom Liehr, Geisterfahrer?
    Okay, können Sie morgen abholen und schon war es da.


    Der Puppenmann ist gerade in Arbeit.
    Den möchte ich in der Stadtbücherei abholen und da ich dort ein guter Kunde bin, wird die Stadtbücherei den Puppenmann demnächst in den Regalen haben.
    Manchmal ist die Provinz garnicht so provinziell wie mancher denkt.

    ASIN/ISBN: 9783764502843


    Die Bücherdiebin
    Markus Zusak
    Verlag Blanvalet


    Liesel und der Tod sind die Hauptfiguren in diesem Roman.
    Liesel ist ein neunjähriges Mädchen und kommt am Anfang des Buches zur Pflegefamilie Hubermann.
    Diese wohnen in ärmlichen Verhältnissen in einer Vorstadt von München, in der Himmelstrasse.
    Ganz und garnicht himmlisch geht es im Leben von Liesel zu.
    Das ständige fluchen der Pflegemutter, die Beschimpfung des Pflegevaters mit dem Wort "Saumensch" sind alltägliche Gegebenheiten im Hause Hubermann.
    Bis ein Jude versteckt wird.
    Aus der Sicht einer Neunjährigen wird das Hitlerdeutschland gezeichnet.
    Der Ich-Autor im Buch ist kein anderer als der Tod persönlich.
    Er erzählt über seinen Arbeitstag z.B. in Köln nach einem Bombenangriff, erzählt wie es ihn schmerzt die Toten einzusammeln und es ihm Freude bereitet, wenn er den ein oder anderen noch nicht einsammeln musste.
    Bücher kommen in dem Buch als Objekt der Begierde von Liesel vor. Das erste Buch findet sie, alle weiteren kommen auf ungewöhnliche Art zu ihr.
    Hitlerfaschismus, das Leben der Ärmsten in dieser Zeit, Kriegsgeschehen und die Liebe zu Büchern, das alles ist faszinieren geschrieben.

    Wir nennen es Arbeit
    Die digitale Boheme oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung


    Buch von Holm Friebe / Sascha Lobo im Heyne- Verlag


    Das Internet ist hier im Forum unser Kommunikationskanal.
    Das Internet und seine Auswirkungen auf die Arbeitswelt haben Friebe und Lobo auf etwas über 300 Seiten interessant zusammengefasst.
    Der Untertitel:
    Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung hat mir besonders ins Auge gestochen.
    Die beiden Autoren sind Freiberufler aus Überzeugung.
    Die digitale Boheme setzt sich aus solchen Freiberuflern zusammen.
    Wie diese Boheme sich ernährt, wie sie lebt und was sie ausmacht, wird an zahlreichen Beispielen beschrieben.
    Kapitelweise kann der Leser sich mit der „Krake“ Internet vertraut machen.
    Für mich war das eine umfassende Einführung in die Welt des Internets und die Möglichkeiten die sich dort verbergen.
    Gruß Amos