Beiträge von Michael Höfler

    Zitat

    Schade für die SPD. Anfangs fand ich Münte ja fürchterlich (bin übrigens kein SPD-Anhänger), aber er hat gerade während der vergangenen Monate doch erheblich an Profil gewonnen. Jetzt isser wech. Wer wird folgen? Tritt Lafo doch wieder in die SPD ein?


    münte war der parteisoldat schlechthin. er hat in jeder situation jede tatsache so hingebogen, dass seine partei dabei gut aussieht.


    hat mich sehr gewundert, dass die partei ihren "ersten ritter" (sozusagen) absägt. oder war es wirklich nur ein unfall? das würde aber bedeuten der spd-vorstand weiß nicht was er tut.


    die spd ist für mich indiskutabel, weil sie daran glaubt, dass der staat alles regeln könne. müntefering hat diese vorstellung personifiziert.


    platzek wird sich wahrscheinlich eher im hintergrund halten, stoiber hat erheblich an politischem gewicht verloren. merkel kann als siegerin daraus hervorgehen, wenn der laden nicht gleich ganz auseinanderfällt.


    ciao,
    michael

    hallo MrPinter,


    herzlich willkommen hier. als einer, der selbst gegen den lyrischen mainstream schwimmt, interessiert mich natürlich auf welcher weise du ungewöhnlich dichtest. gibt es eine virtuelle leseprobe von dir? (deine seite scheint zu klemmen)


    viel grüße,
    michael

    herzlich willkommen, katahrina.


    @ die anderen: wo gibt's denn hier ein lyrik- und gar ein limerickforum? ich wäre daran interessiert, nur keins der foren unter "foren" scheint sich darum zu drehen..


    bekomme wieder nichts mit-grüße,
    michael

    hallo SusanTa,


    danke für den tipp. mich fasziniert an autoren wie sedaris die selbstverständlichkeit, mit der menschliche abgründe beschrieben werden. durch die form (sprache) wird der abgründige inhalt zur normalität erhoben .. und das ist gut so.


    viele grüße,
    michael

    mir fällt zu der diskussion eine ganz andere variante von plagiat ein, die sich heutzutage den schreibern von massenliteratur anbietet.


    es gibt scheinbar hunderte selbstgeschriebene harry-potter-geschichten (ich werde wahrscheinlich nie eine lesen, auch kein original). wenn ich die autorin der originale wäre, wenn ich endlos geld damit verdienen wollte, und wenn mir nach dem 6ten (?) band nichts mehr einfallen würde, täte ich mir einfach die besten ideen aus den selbstgeschriebenn geschichten herauspicken. das wäre ein perpetuum-mobile.


    ciao,
    michael

    Ich beginne gerade damit das Buch "Steven Pinker - How the mind works" zu lesen. Es ist eines von vielen popularwissenschaftlichen Büchern, die versuchen Funktionsweise und Entwicklung des menschlichen Gehirns allgemeinverständlich zu beschreiben.


    Ich habe schon ein paar Sachen in dieser Richtung gelesen. Das Vorwort und das erste Kapitel lesen sich wunderbar und fügen sich glänzend in die große Tradition englischsprachiger popularwissenschaftlicher Bücher ein. In Deutschland gibt es nach wie vor nur wenige wie den Physiker Harald Lesch, die den Wert solcher Bücher erkannt haben und wissen wie wichtig es ist Wissenschaft allgemeinverständlich zu machen. Die Kunst dabei ist alles so einfach und anschaulich wie nötig zu beschreiben, ohne dass es zu seicht und falsch wird. Ich kenne wissenschaftliche Bücher aus Deutschland, die es fertigbringen gleichzeitig unverständlich und falsch zu sein.


    In dem Vorwort von Pinker's Buch fällt auf, dass er vom Who is Who der Neurowissenschaftler beraten wurde, zB von dem Psychologen Gerd Gigerenzer (der gezeigt hat wie sehr unser Denken und Handeln von einfachen Heuristiken geprägt ist, die jedoch meist funktionieren). Allerdings beginnt das erste Kapitel gleich wieder mit der Analogie zwischen Gehirn und Computer, die meiner Ansicht nach längst widerlegt ist, zb durch die Bücher von Roger Penrose ("The emperor's new mind" und "Shadows of the mind"): Es kann keinen Algorithmus geben, der menschliches Denken vollständig determiniert. Anders gesagt: es muss etwas unberechenbares im Gehirn vorgehen. Man muss Pinker jedoch zugutehalten, dass er damit die Mainstream-Meinung unter den Gehirnexperten wiedergibt.


    Mag sein, dass der Vergleich mit dem Computer einen gewissen didaktischen Wert hat, auch wenn er falsch ist. Ich bin jedenfalls auf den Rest des Buches sehr gespannt.

    hallo sabine,


    herzlich willkommen. hast du dich denn schon mal an kurze geschichten für kinder gewagt? du könntest sie ja jederzeit ausprobieren..


    ciao,
    michael

    hallo iris,


    aber hessisch ist doch viel witziger ("aschäbäschä") als frängisch ("hadddmuuud mid hadden d"). naja, vielleicht gibt sich das mit der zeit, wenn man es täglich hört.


    die harten konsonanten werde ich mir jedoch niemals abgewöhnen.


    ciao,
    michael

    hallo nudelsuppe,


    ich glaube nicht, dass intuition aus dem nichts kommt. wenn sie es doch tut, dann hat man keinen einfluss drauf.


    ich behaupte, dass kreativität auch gewissen mustern folgt. und dass man sich die kenntnis derselben zunutze machen kann.


    man kann zb gezielt versuchen dinge zusammenzubringen, die auf den ersten blick nicht zusammenzugehören scheinen. solche verbindungen unterdrückt das gehirn normalerweise automatisch - und damit mögliche neue ideen.


    ciao,
    michael

    hallo berit,


    douglas r. hofstadter hat etwas sehr intelligentes über kreativität geschrieben, was meiner erfahrung entspricht:


    neue ideen entstehen aus alten ideen, die sich verschieben und im richtigen maß überlappen. wenn zwei ideen zuviel gemeinsam haben, dann kann nicht genug neues entstehen. wenn sie zuwenig gemeinsam haben, dann passen sie nicht zusammen.


    was wäre ein beispiel? es gibt die beiden literarischen gattungen "heimatroman" und "popliteratur". nun könnte man die beiden gattungen mischen, zb sprache und form eines heimatromans wählen und damit moderne inhalte erzählen.


    eine andere idee von hofstadter über kreativität sind "was wäre wenn?"-fragen (sog. kontrafakte).


    stell dir zb eine typische beziehungsgeschichte vor. jetzt könnte man sich überlegen was wäre, wenn frau und mann die rollen tauschen würden. aus irgendeinem grund steckt der mann auf einmal im körper der frau und umgekehrt. man könnte dann versuchen daraus eine geschichte zu entwickeln.


    ich hoffe ich habe dir damit geholfen,
    michael

    sächsisch habe ich schon während der wiedervereinigung gelernt. mein bayrischer unterton ist aber ziemlich unterentwickelt, dafür gibt es in münchen viele sächsiche handwerker, die bayrische idiome in ihren wortschatz einfließen lassen.


    ciao,
    michael

    @ olaf,


    danke für das wortspiel.


    wenn die post nicht modern wird,
    wird die kost (in der post) modern (faulen) (oder so).


    @ iris und helmut:
    ich ziehe ja bald von münchen nach dresden. muss mich dann mit der sächsischen schweiz begnügen, aber in der hohen tatra in polen kann man angeblich skifahren.


    das foto ist übrigens in kashmir/indien aufgenommen, obwohl es eher nach der schweiz aussieht.


    ciao,
    michael

    hallo helmut,


    ich bin gerne mal in den bergen, zum wandern oder skifahren. nur leider viel zu selten. und nun verlege ich meinen wohnsitz auch noch vom voralpenland (münchen) an den rand der sächsischen schweiz (dresden).


    ich brauche dann unbedingt ein großes gemälde mit röhrendem hirsch, um kein heimweh zu bekommen. aber ich bekomme landhausdielen in die neue wohnung.


    viele grüße,
    michael

    hallo heike,


    die fähigkeit geschichten zu erzählen bewundere ich, weil ich sie selbst nicht habe.


    ich habe mal ein hörbuch heruntergeladen, wo die gesamte griechische mythologie erzählt wird, um damit eine bildungslücke auszugleichen. nicht dass die lücke damit geschlossen worden wäre, aber der erzähler hat das in einem ton vorgetragen, als ob er an diese götter glauben oder sie persönlich kennen würde.


    viele grüße,
    michael

    hallo heike,


    mit deinem literarischen hintergrund solltest du in der lage sein deinen schülern ggf. einfach mal eine selbstausgedachte geschichte erzählen zu können, wenn dir der stoff nicht mehr erinnerlich ist.


    unterrichtest du geschichte?


    historische grüße,
    michael

    hallo ulrike,


    wenn du spürst, dass du nicht schreiben kannst, würde ich dir fast raten von allem abstand zu nehmen, was damit zu tun hat (leider auch foren wie dem hier, bei den 42ern bist du ja schon ausgetreten); und auch nicht lesen, wenn du dabei viel über dein eigenes schreiben oder nichtschreiben nachdenkst.


    die lust am schreiben kommt umso eher wieder, je weiter du dich vom schreiben entfernst. das mag jetzt triviale alltagspsychologie sein, aber manchmal stimmt das ja.


    herzliche grüße,
    michael

    hallo olaf,


    selbst wenn dir literarisch nichts einfallen sollte, könnten die virtuellen räumlichkeiten hier sicher von einem raumausstatter profitieren. das soll jetzt keine kritik an dem (gelungenen) forum hier sein, ich meine nur, dass innenarchitekten & co. immer noch mehr aus räumen herausholen können als augenscheinlich drin ist (siehe die renovierungsshows im fernsehen).


    ciao,
    michael

    hallo iris,


    was hast du vor, wenn dein historiendreiklang (oder so) fertig ist?


    mir fällt gerade ein, gibt es schon einen historienroman aus der steinzeit? das wäre doch ein interessantes projekt, oder?


    viele grüße,
    michael