Beiträge von Michael Höfler

    Hallo,


    ein neues Jahr wünsche ich euch allerorten!


    In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Titanic rufen Robert Gernhardt & Klaus Cäsar Zehrer zu einem Gedichtwettbewerb auf. Gesucht sind 2-4 Zeiler, in denen "Sätze gebildet werden, welche ein Wort bzw. einen Eigennamen bzw. einen Begriff enthalten, dessen semantischer Gehalt durch geschickte Anordnung der sprachlichen Zeichen auf möglichst überraschende Weise zu einem Homophon oder Homograph rekodiert wird."


    zB "Woher du kommst, wohin du gehst,
    du Inder Regel nie verstehst" (Michael Schönen, Köln)


    Einsenden kann man seine Beiträge an info bei titanic-magazin.de.


    viele Grüße,
    Michael

    hallo bernd,


    ich würde mich gerne mal in prosa statt lyrik versuchen, aber ich weiß nicht ob ich dazu den langen atem habe, der dazu notwendig ist. ich probier's zuerst mit ein paar ganz kleinen sachen: eine kurzgeschichte, eine hörspieldrehbuchfolge, um einen eigenen prosastil zu finden. ohne einen solchen fände ich das unternehmen langweiliog, schließlich gibt es schon genug, die auf mittelmäßigem niveau ihre geschichten zu verbreiten versuchen. apropos: interessante geschichten müssen einem ja auch erstmal einfallen.


    somit ist meine antwort ein entschiedenes jein.


    viele grüße,
    michael

    liebe doris,


    ich möchte bitte bitte nicht zu ernst genommen werden. da aber laut zen-buddhismus nichts so ist wie es scheint und nicht mal das so ist usw. gilt genauso:


    Zitat


    Inhalte verbergen sich -
    im Sinnlosen gar fürchterlich.



    @tasso:
    dem protestantismus habe ich vor 3 jahren endgültig abgeschworen. obwohl ich auch davon kein anhänger bin, schon gar nicht von den ansichten der obrigkeit, ist mir der katholizismus fast sympatischer, da lebensfroher und spirituell mehr geboten.


    einen geruhsamen vorletzten tag vor weihnachten wünsche ich euch. ich geh jetzt gleich zum mieterschutzverein. aber der vermieter scheint mir in 2 von 4 streitpunkten schon eingeknickt zu sein, da im heutigen schreiben nichts mehr dazu steht.


    ciao,
    michael

    hallo,


    man kennt mich zwar i.a. nicht als amerikafreund, aber ich muss in diesem fall mal losweerden, dass es kaum ein volk gibt, das sich weniger zum pauschalisieren eignet. das land ist tief gespalten zwischen bush-anhängern und bush-hassern, zwischen armen und reichen, zwischen sehr dummen und sehr gescheiten leuten. in den usa gibt es vielleicht gleichermaßen die schlechtesten geschichtskenntnisse (im durchschnitt) und die besten historiker.


    ciao,
    michael

    hallo tasso,


    heinz erhard mag ich auch als dichter. ich erinnere mich an dieses hier:


    ciao,
    michael



    hi doris, tasso und tom,


    ich für meinen teil habe eher schwierigkeiten damit als lyriker zu ernst genommen zu werden. man will von mir mitunter ernsthaft eine ernsthafte erklärung von gedichten wie:


    Zitat


    Es rankt die Hülle sich um's Ei
    wem es warm wird bald im Mai
    wer gefedert wird auch dort
    dem wächst Flügel, er fliegt fort.


    dabei gebe ich die interpretation meiner gedichte ausdrücklich frei, da ich es in der schule doof fand, dass immer genau eine interpretation richtig war.


    viele grüße,
    michael

    hallo silke und bernd,


    vielen dank fuer die netten glueckwuensche. die feierstimmung haelt sich unterdessen etwas in grenzen.


    muenchen verabschiedet mich gerade nicht sehr wuerdevoll, dh mein vermieter macht massiven aerger. bin eben sogar dem mieterschutzverein beigetreten.


    schoene feiertage,
    michael

    hallo doris,


    du hast recht, was man täglich hört, verliert seinen reiz. dennoch beneide ich euch um euren schwarzen humor. den kann es natürlich nicht geben ohne die diejenigen, über die man (meist zurecht) lacht.


    und ich mag es auch lieber subtil als unappetitlich. mir fällt gerade ein: ich habe noch nie von einem krimi gehört, bei dem ein vermeintlicher mord sich als unfall entpuppt. wäre vielleicht mal eine idee so einen plot spannend zu schreiben.


    stell doch mal einen text von dir hier rein, haben deine geschichten regionalen bezug?


    liebe grüße,
    michael

    hallo tom,


    ich habe zwar das aktuelle MH werk nicht gelesen, will mich aber dennoch zu denjenigen gesellen, die eine lanze für ihn brechen.


    die plattform fand ich gar nicht unappetitlich. lesen heißt für mich in andere welten einzutauchen, v.a. in solche die einem im realen leben nicht so zugänglich sind. ich kann daher ein zynisches buch sehr gut finden, ohne mir seine inhalte und ansichten zuteil machen zu müssen. MH verdeutlicht sehr schön wie auch eine gedankenwelt, die viele verteufeln, in sich geschlossen und konsistent sein kann. er treibt viele aktuelle entwicklungen auf die spitze und ich bin mir nicht mal sicher was seine intention dabei ist. er zeigt wie gut menschliche abgründe mit alltäglichem zusammenpassen, wenn sie als maskierte normalität daherkommen.


    was ich bei MH etwas albern finde, ist, dass alles immer im GLOBALEN inferno enden muss. so hätte ich die schriften des protagonisten in "elementarteilchen" lieber unspektakulär am straßenrand verschimmeln und das paar in der plattform an banalen beziehungsproblemen scheitern lassen statt in einem großen attentat zu sterben.


    sein neues werk muss ich vielleicht nicht mehr lesen, weil sich diese muster abnutzen, wenn sie sich wiederholen.


    viele grüße,
    michael

    hallo doris,


    herzlich willkommen in unserer mitte. um deinen wohnsitz wien beneide ich dich fast, so viele blumig ewortschoepfungen wie dort gibt es sonst im gesamten deutschen sprachraum nicht.


    auch bei den krimis treffen die oesterreicher sehr gut meinen nerv (wolf haas, cottan ermittelt). oder schreibst du keine komischen thriller? vielleicht waere es eine innovative idee mal zur abwechslung einen humorlos brutalen krimi zu schreiben, der in wien spielt.


    naja, auf jeden fall viel spaß hier wuenscht
    michael

    hallo iris,


    ansich eine super-idee. ich bin auch immer auf der suche nach neuen wortschoepfungen. im echten leben ist wien das eldorado dafuer.


    die meisten fundsachen auf dem portal fand ich aber recht banal und uninteressant, etwas mehr redaktionsarbeit koennte nicht schaden.


    viele grueße,
    michael

    hallo zusammen,


    ich denke zusammen mit einem freund, der wo psychologieprofessor ist, dass die kreativität darin begründet liegt, dass das gehirn anormal funktioniert, aber nicht in einem ausmaß, das klinisch relevant ist. da wir menschen aber der veränderung unterliegen, wächst die anomalie manchmal über den punkt an dem es pathologisch wird. so kommt es vielleicht, dass viele künstler in ihrem leben mal gestört sind.


    die amerikanische psychiaterin nacy andreasen hat schon vor jahrzehnten herausgefunden, dass unter künstlern affektive störungen (depressionen und manie) gehäuft vorkommen.


    so müssen "wir künstler" darauf acht geben nur in einem ausmaß "anormal" zu sein, das noch kreativ, aber nicht krank ist.


    viele grüße,
    michael


    ps: ich schreibe wahrscheinlcih gerade deshlab so schwollen, weil ich mir gerade hermann hesse's glasperlenspiel angehört habe

    hallo kirsten,


    ich falle da wahrscheinlich aus der rolle, ich brauche keine rituale beim schreiben und kann das an verschiedenen orten tun.


    einizge voraussetzung ist, dass ich total abschalten kann, das setzt in einem gewissen maß ruhe voraus. das geht sogar an meinem schreibtisch in der arbeit, wo aber jeder feng-shui-experte sofort ein hohes maß an (fig.) unruhe bemaengeln wuerde.


    dass dein freund deine texte sofort illustiert, sollte deine fantasie ungemein aktivieren, tut es das? kannst du besser weiterschreiben?


    viele grüße,
    michael