Beiträge von Kiana

    Ich kann Silke zustimmen, im Zweifelsfall sind Testleser an dieser Stelle gute Ratgeber, weil sie einen frischen Blick auf das Manuskript haben.

    Oder eben die BT-Runde, zu der du dich ja schon angemeldet hast. ;)

    Für mich ist das Stöbern ein beinahe unverzichtbarer Teil des Buchkaufs, fast eine Art Schatzsuche

    Es gibt Genres, die ich überhaupt nicht lese, deswegen gucke ich lieber gezielt und das meist im Bereich Krimi, Thriller oder Fantasy. ;)

    Und das ist dann auch die größte Gefahr bei strikter Genretreue: Dass Du mit dem Genre stirbst. Dass Du aus der Wanne nicht mehr rauskommst, dass Dich der Strudel mit in den Abfluss zieht.

    Das ist dann wie bei Schauspielern, die mit einer Rolle bekannt geworden sind und dann auf diese Art Figur festgelegt werden (und auch oft keine Chance mehr bekommen, mal jemand völlig anderen zu spielen).

    Heute habe ich die Nachricht erhalten, dass die Agentin, die mich bisher betreut hat, die Agentur verlässt. Ihre Nachfolgerin kenne ich auch von unserem ersten Telefonat, da waren sie beide sehr sympathisch. Trotzdem bin ich mal gespannt, wie sich das nun auf die weitere Zusammenarbeit auswirkt. Aktuell hänge ich ja eh noch in der Warteschleife bzgl. Rückmeldung der Verlage.

    Da sich meine Agentin aber, auch bzgl. Exposé/Leseprobe etc., immer mit ihrer Kollegin beraten hat, gehe ich mal davon aus, dass sich in der Zusammenarbeit evtl. nicht so viel ändern wird. 🤔


    Habt ihr bereits Erfahrungen damit gemacht, dass innerhalb der Agentur euer Ansprechpartner wechselte?
    Und wenn ja: nur Positives bitte. :D (nur Spaß ;))

    Hallo Kerstin, das ist sehr schade und klingt auch ein bisschen so, als wäre es nicht nur das Problem mit dem Verzetteln.

    Vielleicht hören wir ja dennoch mal wieder hier von dir. Bis dahin alles Gute.

    Zunächst mal: Als Leser finde ich zumindest eine grobe Zuordnung hilfreich, damit ich im Buchhandel weiß, in welchem Regal ich jetzt suchen muss, wenn ich gerne was Spannendes lesen will, aber ohne Horrorelemente (dann suche ich gezielt nach einem Thriller oder Krimi). ;) Ich benötige dann aber keine Subgenres mehr.


    Die Verlage habe den Vorteil, dass sie allein schon aufgrund des Genres eine Vorstellung von der Zielgruppe haben und diese gezielter mit Werbung etc. ansprechen können. Auch können sie besser abschätzen, wie groß die Zielgruppe etwa ist.

    Meine Agentur hat mir im Spätsommer direkt gesagt, dass es mit meinem Krimi bzgl. der Vermittlung schwieriger wird, weil dieser genreübregreifende Elemente enthält. Bisher hat sie mit der Einschätzung recht. Ich bekomme zwar positives Feedback (auch von den Verlagen), aber dennoch Absagen und immer aufgrund dieses genreübergreifenden Elements, das "zu speziell" sei. Ein Verlag schrieb, dass sie den Schreibstil toll und die Story spannend findet, aber damit keine ausreichend große Zielgruppe erreichen können.

    Ich denke mal, wer schon einen Namen als Autor hat, kann auch mit solch "speziellen" Geschichten punkten, als Neuling wird es schwierig. Um hoffentlich erstmal einen Fuß in die Tür zu bekommen, schreibe ich aktuell an einem Krimi ohne genreübergreifendes Element und schicke diese Woche die Leseprobe an die Agentur.

    Wenn sich für den anderen Krimi kein Verlag findet, veröffentliche ich diesen notfalls selbst. ;) Ich kann mir nicht vorstellen, das genreübergreifende Element zu entfernen, dazu wäre ich dann nicht bereit.


    Aber an welche internationalen Bücher denkst du denn, wenn du schreibst, dass es in anderen Ländern weniger Schubladendenken gibt?

    Dann wird es eben doch eine Reihe oder ein Ableger. Wenn diese "nörgelige" Figur weitere (spannende) Geschichten ermöglicht, dann freu dich doch drüber, dass sie da ist. ;) Und wenn sie nix Spannendes zu erzählen hat, dann haben ja die Vorredner schon andere Ideen geäußert.


    In meinem aktuellen Manuskript kommt auch eine Nebenfigur vor, die ich aber so interessant finde, dass ich mir gut vorstellen kann, zu dieser ein eigenes Buch zu schreiben.

    Das ist dann echt frustrierend, wenn es keine konkrete Begründung ist. :(


    Hast du vielleicht noch mögliche neue Testleser, die einen frischen Blick auf das Mansukript werfen können? Entweder können die dir dann Mut machen dranzubleiben, oder du hast einen Hinweis, was vielleicht noch verbessert werden könnte.


    Ich hoffe es geht dir morgen besser und du kannst dich jetzt irgendwie ablenken.

    Manchmal erwischt man auch einfach den falschen Zeitpunkt. :/ Schade, dass es nicht geklappt hat (ich glaube ich habe dir auch schon in einem anderen Forum geschrieben ;)).

    Wäre natürlich schön, wenn die Agentur einen Hinweis geben würde, woran es denn gelegen hat.

    Ich hatte von dem Buch noch nichts gehört, aber der Titel hat mich dann neugierig gemacht. Aber gut, klingt nun nicht mehr einladend ...


    Wie schaffst du das eigentlich, so viel zu lesen? Mein ungelesener Büchstapel wird immer größer. ;)

    Evtl. ist da gestern Abend ein neues Ritual entstanden. Mein Mann und ich machen seit einigen Jahren gerne Schiffsreisen und das war auch immer eine gute Zeit für mich, neue Ideen zu sammeln. Da ich das Ziel hatte, die Leseprobe für die Agentur von 50 Seiten bis morgen zu schreiben, dachte ich mir, dass es ja vielleicht hilft, wenn ich parallel zum Schreiben "Das Traumschiff" im TV laufen lasse für ein bisschen Urlaubsfeeling.

    Und was soll ich sagen: Es hat geholfen! :D Nicht nur, dass ich knapp 20 neue Seiten geschrieben habe, ich hatte auch zwei neue Ideen, die mehr Spannung in die Handlung bringen und eine mögliche Fortsetzung zu dem Roman ist mir auch eingefallen (bzw. eher ein Ableger). :write


    Mein Mann macht sich jetzt etwas Sorgen, dass ich demnächst auch noch WDR 4 höre, aber wenn es mir dabei hilft, kreativ zu sein, muss er da durch. Bzw. hat jeder von uns ein eigenes Arbeitszimmer, das hat Vorteile. ;)

    Habe gestern auch noch entdeckt, dass es nicht nur diese Traumschiff-Reihe gibt, sondern auch noch "Kreuzfahrt ins Glück". Ich würde sagen, die nächsten Krimis sind gesichert. :D Aber noch mehr hoffe ich darauf, dass wir nächstes Jahr wieder "normal" reisen können.

    Aber ich musste schon schmunzeln, da möchte mein Partner bloß keine Personenbeschreibung und was lese ich in seinem Text?: Lange schwarze Haare und ein blasser Teint ...^^

    :D


    Ich denke auf die Dosis kommt es an. Ich nutze schon Personenbeschreibungen, aber meist eher dezent. Ich beschreibe nicht jedes Detail und schon gar nicht mehrere Zeilen mit Beschreibungen, aber z. B. wird mal die Haar- oder Augenfarbe erwähnt oder der Kleidungsstil (der kann auch relevant sein für die Charakterisierung der Person).

    Als Leser finde ich es auch ganz gut, wenn da ein wenig angedeutet wird.

    Vor vielen Jahren, als meine Tochter getauft werden sollte, lud die Pastorin zu einem Vorgespräch ein. Danach und als die Taufe immer näher rückte, wurde ich von Tag zu unruhiger, weil ich glaubte, dem Vorgespräch müsse das eigentliche Gespräch folgen, bis meine Frau mich über die Sachlage aufklärte. Ein beschämender Erkenntnisprozess... oder beschämende Erkenntnis? Irgendwie so...

    Das finde ich aber auch verwirrend. ;) Bei Bewerbungsprozessen gibt es ja auch oft ein Vorgespräch am Telefon, bevor dann das "richtige" Gespräch folgt.

    Ich finde das Zitat aus der Quelle amüsant, denn eine weniger "gebildete" Person würde auch niemals das Wort "oktroyieren" benutzen. Egal, ob mit oder ohne "auf" davor. ;)

    Grundsätzlich käme ich aber nie auf die Idee die Bildung nur anhand der Sprache zu beurteilen. Die eigentliche Kunst ist es doch, auch schwierige Sachverhalte mit einfachen Worten zu erklären. Wenn jemand die einfachsten Sachverhalte dagegen möglichst kompliziert erklärt, ist das für mich kein Zeichen von Bildung, sondern für Angeberei.

    Sorry, wenn das zu weit vom eigentlichen Thema wegführt.

    Zurück zum Thema:

    "Aufoktroyieren" liest sich für mich komisch, "vorwarnen" dagegen nicht. Letzteres verwende ich selber auch häufiger, weil ich es – so wie beide Vorredner – auch anders interpretiere als das Wort "warnen", das ich deutlich seltener verwende. Kommt aber auch auf den Kontext an.

    Bei einer Aussage wie "Lass dir das eine Warnung sein", käme ich nie auf die Idee stattdessen zu schreiben "Lass dir das eine Vorwarnung" sein.