Beiträge von Silke

    Hallo Jürgen, ich habe das getan bei einer Agentur.


    Ich weiß nicht, ob es ausschlaggebend war, dass sie dann tatsächlich die beiden Manuskripte angefordert haben, aber am Ende hat es sich zu meinem Nachteil herausgestellt. Denn mir scheint es so, dass nur eines der beiden geprüft wurde, und da dieses dann durchfiel, hat man sich das Zweite gar nicht mehr angeschaut. Somit hatte ich gleich zwei auf einmal bei eben dieser Agentur "verbrannt".


    Wenn ich allerdings mehrere Sachen schon fertig hätte, würde ich nicht zögern, das zu erwähnen, damit deutlich wird, dass man keine Eintagsfliege ist. Aber das halt aus meiner Autorenperspektive. Die wahre Antwort kennt nur die andere Seite, befürchte ich.

    Mmh, nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstehe?


    Wenn der Zeitpunkt der Druckfahnendurchsicht gekommen ist, sollten doch eigentlich nur noch sehr, sehr wenige Fehler übrig sein, oder?


    Bei mir wurde das mit einer externen Liste gelöst. Das waren vielleicht am Ende 20 Anmerkungen bei ca. 560 Buchseiten ... größtenteils Waisenkinder, etc. und falsche Worttrennungen, die man eventuell noch lösen konnte. Eine Spalte Seitenangabe, eine Spalte ursprünglicher Text, eine Spalte neuer Text, eine Spalte eventuelle Anmerkungen. Das war sehr problemfrei und schnell.

    Absolut legitime Frage!


    Laut Duden:


    "Schauder"


    1. heftige Empfindung von Kälte; Frösteln, das jemanden plötzlich befällt (und besonders im Bereich des Rückens empfunden wird)

    2. plötzliches [wegen seiner überwältigenden Heftigkeit] gleichsam körperlich empfundenes Gefühl (2) (besonders der Angst, der Beklommenheit, des Entsetzens o. Ä.)

    • ein Schauder ergreift jemanden
    • ein [heftigen] Schauder erregender Anblick

    Aber hier dann wiederum "Schauer":

    • ein Schauer durchrieselte, überlief sie
    • er fühlte einen eisigen Schauer über den Rücken laufen
    • ein Schauer ergreift, befällt jemanden

    Zu letzterem schreibt der Duden: Eigentlich ein meteorologisches Phänomen, aber hier "wohl unter Einfluss des nicht verwandten Schauder" entstanden.


    Ich denke, da ist bestimmt das Passende dabei für das, was du ausdrücken möchtest.


    Ansonsten empfehle ich auch bei Redewendungen die Verwendung von Anführungszeichen bei der Google-Suche, um zu schauen, ob das schon mal jemand so verwendet hat, dem ich eine gewisse Autorität zuspreche.

    https://www.google.de/search?q…AoAEBoAEC&sclient=gws-wiz

    Ich verstehe sowieso nicht so recht, warum Verlage diese Ausschreibung machen. Ich dachte, die werden überhäuft mit unverlangt eingesandten Manuskripten? Und wenn man dann gewinnt, wird man zum Auftragsschreiber für den Verlag und erfüllt weiterhin so haarklein deren Vorgaben? Oder ist danach die Zusammenarbeit wieder vorbei?

    Katla


    Vielen Dank für deinen überaus interessanten Einwurf. Ich schreibe lediglich Genreliteratur, mache mir da in der Hinsicht also weniger Gedanken, wie künstlerisch es ankommt. Es soll einfach nur unterhalten.


    Da ich nach gravierenden Zeit- und Ortssprüngen oft eine neue Orientierung voran stelle (im Sinne von Berlin, Juni 2022), breche ich wohl ganz offensichtlich nach deiner Einteilung die Perspektive und begehe - streng genommen - einen Formfehler? Ich glaube allerdings nicht, dass ich den Leser gängle.


    Ich bleibe dabei, mein Bauchgefühl sagt Ja, aber ich werde mich auch noch mal mit der Lektorin beraten. Meine anderen Geschichten schreien mir nicht so zu, dass sie sich Kapitelüberschriften wünschen. In diesem Fall scheint es mir passend.

    Danke für eure Meinungen, Erfahrungen und Einschätzungen.


    Ich selbst tendiere auch oft dazu, Kapitelüberschriften zu überlesen, nicht mal aus Absicht, sondern einfach, weil ich mich gleich auf den Text stürze.


    In diesem Fall sind es sehr kurze Überschriften (Bestimmter Artikel + Substantiv), die den Inhalt, denke ich, nicht unnötig spoilern und damit die Freude am Text nehmen.


    Natürlich habe ich mir auch was dabei gedacht - die Überschriften sind Stimmungsmacher, Lokalkolorit, Metapher, Thema usw. Wer sie überliest, wird nichts vermissen. Wer sie mitliest, wird nicht mehr gelenkt als durch alles andere, was der Text manipulativ tut, schließlich formuliere ich jedes Wort mit Intention. Wer das Buch irgendwann ein zweites Mal liest, wird vielleicht eher dahinter kommen, was sie bedeuten.


    Vielleicht denke ich aber auch zu komplex. Momentan würde ich sie behalten wollen, aber es gibt so viele kritische Stimmen, dass ich nun zweifle, ob mich mein Bauchgefühlt betrügt. Vor allem bin ich überrascht, wie viele Leser offenbar Kapitelüberschriften richtiggehend hassen (das tritt jetzt hier nicht so zutage, aber an anderen Stellen, wo ich gefragt habe, schon).

    Was der Titel sagt und aus aktuellem Anlass - Stört ihr euch an ihnen, überlest ihr sie einfach, regen sie euch zum Nachdenken an? Oder ist das abhängig von Genre, Text, Inhalt?


    Würde gern mal eure Meinungen und Erfahrungen als AutorInnen / LeserInnen dazu hören, weil ich da gerade vor einer Entscheidungsfrage stehe.


    Danke!

    Danke für eure lieben Worte! Ich finde das Cover auch sehr schön. Vor allem ist es keine Rückansicht einer Dame im historischen Kostüm, aber das hätte meine Raubrittergeschichte auch kaum hergegeben. :roll

    Mein Debüt erscheint zwar erst im September, aber ich freu mir so einen Keks, dass ich es jetzt schon vorstellen möchte.


    ASIN/ISBN: 3839202523


    Brandenburg um 1400:

    »Was weißt du denn von der Welt, Bauer? Was gerecht ist und was nicht, das bestimme immer noch ich!«


    Als Carls Dorf von Dietrich von Quitzow überfallen wird, gerät sein Leben aus den Fugen: Der Raubritter schändet Carls Jugendliebe und er selbst wird als Geisel verschleppt. Für Carl beginnt ein neues Leben als Waffenknecht auf Burg Kletzke, doch in ihm wächst ein unstillbarer Wunsch nach Rache. Als sich mit Friedrich von Hohenzollern ein neuer Landesherr ankündigt, sieht Carl die Chance gekommen, sich für all das Leid zu revanchieren …


    Eine mitreißende Geschichte von Hass, Liebe und dem alles verzehrenden Wunsch nach Rache in den wirren Zeiten brandenburgischer Anarchie.


    Ab 14. September 2022 im Handel. Weitere Infos auf http://silkeelzner.de