Beiträge von Silke

    Was du natürlich machen kannst, ist auf Papyrus zu schreiben und es dann in Word zu kopieren oder zu exportieren (wenn das geht) und es von Word nochmal prüfen zu lassen. Ich denke, letztendlich findet Word etwas, das Papyrus nicht findet und andersherum.

    Genauso bin ich bei meiner letzten Buchübersetzung vorgegangen. Word konnte nicht einen einzigen zusätzlichen Fehler finden bei über 100 Normseiten. Nur falsche Fehler (Unbekannte Wörter usw.).


    Das heißt nicht, dass der Text am Ende fehlerfrei war, aber die Fehlersuche scheint so ziemlich deckungsgleich zu sein. Andererseits - schaden kann‘s ja nicht.


    Ansonsten hilft noch das Lesen des Textes mit einem anderen Medium - ich mag dazu das Kindle. Dann werden die Zeilen mal anders gebrochen und man hat eine andere Schriftart usw. Oder ausdrucken.


    Und: rückwärts lesen.

    Word kann das auch nicht besser. Programme sind halt keine Menschen, sie können nur begrenzt mitdenken.


    Ob z.B. ein schwaches Verb im Präsens oder Präteritum zu stehen hat - woher soll Papyrus das wissen? Ein kleines t macht den Unterschied.


    Allerdings wundert es mich auch, dass der Verlag damit ein Problem hat. Dafür gibt es doch das Korrektorat?

    Tipp: Gegen Flüchtigkeitsfehler hilft das Vorlesenlassen von einer Maschine. Die liest nämlich stur das, was da steht, wohingegen das menschliche Autor ja gern automatisch korrigiert. Das kann zwar auch Word, aber es gibt diverse Webseiten im Internet, die das recht gut kostenlos machen. Das hilft zumindest bei vergessenen Buchstaben, verwechselten Buchstaben, Wortdopplungen usw.

    Mein Bauchgefühl würde zu "bestimmt" tendieren, allerdings finde ich, dass es in diesem Satz nicht funktioniert, worauf ja schon andere Foristen hingewiesen haben. Das größte Problem sehe ich darin, dass die Formulierung schwammig ist. Wie hält man denn jemanden "bestimmend" oder "bestimmt" fest?


    Der Duden nennt folgende Bedeutungen:


    bestimmt: gewiss, sicher

    bestimmend: prägend, entscheidend


    Beides passt nicht für den Kontext oder die Bedeutung, die du vermutlich anstrebst. Ich wäre auf eine ganz andere Formulierung zurückgefallen.


    Er hielt ihre Hände bestimmend/bestimmt fest.


    Wahrscheinlich hätte ich so etwas probiert wie: "Er hielt ihre Hände fest und drückte zu." oder "Er hielt ihre Hände so fest, dass sie sich nicht mehr befreien konnte." oder "Er umklammerte ihre Hände und hielt sie wie in einem Schraubstock" oder "Sein unbarmherziger Griff ließ ihr keine Möglichkeit zur Flucht" oder oder oder, je nachdem, was die Aussage letztlich bezwecken will.

    Ja, das stimmt. Natürlich zeigt er auch ein hohes Level an Empathie, was ich bestimmt nicht jedem Hochbegabten zuschreiben würde. Aber Intelligenz und die Fähigkeit zur Problemlösung sind, soweit ich das zumindest sehe, eng miteinander verknüpft.

    Warum sollte ich diesen Figuren, sobald sie auf der Bühne meines Bewusstseins und der „meiner“ Geschichte erscheinen, sofort Zügel anlegen, anstatt sie, im Gegenteil, „von der Leine zu lassen“? Sie kennen ihre Rolle besser als ich.

    Ein-Wort-Antwort: Ökonomie. Als Autorin will ich eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte von Anfang bis Ende. Mit einem Ziel. Ich verfolge einen Zweck. Natürlich kann ich auch meine Figuren einfach mal so machen lassen ... aber kommt dann am Ende etwas Sinnvolles in einem angemessenen Zeitrahmen dabei rum? Ich bezweifle es. Das Leben schreibt keine Geschichten. Geschichten sind ein menschliches Konstrukt, das eine Absicht verfolgt.


    Und warum soll ich dann auf das „Ausdenken“, die „Erschaffung“ und die „Entwicklung“ von Figuren Zeit und Energie verwenden, statt nach Mitteln und Wegen für einen leichteren Zugang zu jenen Bibliotheken zu suchen?

    Du sollst gar nichts. Alles kann, nichts muss! Wenn du dein eigenes Ding drehen will, dann tue es doch einfach! Keiner hält dich auf. Ich verstehe nicht, warum immer so gegen diese Theorien und Rahmen angegangen wird, vor allem, wenn man sich noch nicht damit beschäftigt hat. Es bleibt doch wirklich jedem selbst überlassen.


    Abgesehen davon, was viele vergessen, das sind keine Vorschriften, wie etwas zu tun ist, sondern ist vielleicht die Essenz dessen, was beobachtet wird, und der Versuch, Regeln zu finden, die alle in gewissen Maßen gemein haben. Diese Regeln sind meist extrem dehnbar. Selbst die Jesus-Geschichte folgt diesem Schema und macht sie deshalb so faszinierend. Ich weiß nicht, ob es menschlich ist oder unserer westlichen Kultur entspricht, aber wir haben Erwartungen an eine Geschichte und finden bestimmte Dinge spannend, andere langweilen, frustrieren oder enttäuschen uns.


    Ist irgendwie auch so eine deutsche Sache, das Genie in jedem finden zu wollen. So ist es aber leider nicht. Die wenigsten haben eine Intuition, der sie einfach so, ohne zu planen und nachzudenken, folgen können. Ich kenne tatsächlich einen Jungautor, der behauptet, sich noch nie mit Erzähltheorie auseinandergesetzt zu haben. Der schreibt einfach intuitiv, und noch dazu saugut. Aber: Er ist hochbegabt, d.h. sein IQ ist überdurchschnittlich hoch.


    Siehe Stephen King "on writing", ich meine mich erinnern zu können, dass er in so einer Creative Writing Runde sogar seine Frau kennengelernt hat.

    Ein völlig legitimes Unterrichtsfach an amerikanischen Unis. Über Sinn und Unsinn kann man diskutieren, aber es wird in Amerika sehr ernst genommen. Und wenn wir bedenken, mit wie vielen amerikanischen Geschichten wir in Deutschland über Bücher, Film und Fernsehen beglückt werden, dann machen die dort drüben, zumindest auf kommerzieller Seite, was richtig.


    Natürlich kann man jetzt darüber diskutieren, ob das alles qualitativ hochwertig und künstlerisch wertvoll ist. Vielleicht nicht. Aber es unterhält Leute. Es lenkt sie von ihrem Alltag ab und gibt ihnen ein paar Stunden Abwechslung, Spaß und Unterhaltung. Ich kann nichts Schlimmes daran finden.

    Hallo Petra,


    Es gibt noch einen Nachfolgeband, der sich gezielt an Romanautoren richtet, aber bislang nicht ins Deutsche übersetzt wurde. "Save the Cat! Writes a Novel" von Jessica Brody.


    Ich habe mich auch mit diversen Theorien befasst, doch was ich an dieser ganz besonders mag, ist, wie anschaulich sie erklärt wird. Nachdem die Theorie einmal ausgeführt ist, geht das Buch im Detail darauf ein, wie man diese Verläufe anhand bekannter Bestseller nachvollziehen kann, u.a. Harry Potter und der Stein der Weisen, Der Herr der Ringe, Schokolade zum Frühstück, Misery, usw. - und das also auch über verschiedene Genre (wobei Genre hier anders definiert wird). Und sie sorgt für runde, komplexe und spannende Geschichten.


    Aber wie gesagt, jedem das Seine. Mir hat es jedenfalls sehr geholfen. Ich wünsche dir viel Erfolg!

    Hallo Petra,


    ich bin eine große Planerin, und es hilft mir einfach ungemein, schon zu Beginn der Reise zu wissen, wo ich am Ende rauskomme. Ich weiß, andere machen es anders, aber ich komme jedenfalls so ans Ziel.


    Mit hat unglaublich geholfen, mich in verschiedene Plot-Theorien einzuarbeiten und für mich die Lösung "Save the Cat" gefunden. Dort wird auch davon gesprochen, wie man seinen Protagonisten "erschafft". Auch das fand ich sehr hilfreich. Denn mit den Figuren steht und fällt jede Geschichte.


    Die Theorie dahinter besagt jedenfalls, dass der "Held" Fehler haben muss ("flawed hero"), d.h. zu Beginn der Geschichte läuft nichts rund für ihn. Sagen wir, er war nicht aufmerksam genug und die Freundin hat Schluss gemacht. Er hat ein "want", d.h. ein Ziel wie z.B. Freundin zurückbekommen. Und er hat ein "need", das ist die Lektion, die er bei Erfüllung seiner Reise lernen wird (auch wenn das jetzt schwülstig klingt). Diese Lektionen können z.B. sein, dass er sich selbst lieben lernt, dass er lernt, mit der neuen Realität klarzukommen, dass er sich für eine Sache aufopfert oder dass er einen Fehler akzeptiert.


    Durch den Lauf der Geschichte lernen wir zunächst den Helden kennen, dann passiert etwas in seinem alltäglichen Leben und die sogenannte B-Story beginnt. Dies ist jetzt die Geschichte, weshalb der Leser zum Buch gegriffen hat (sagen wir, Zauberlehrling kommt nach Hogwarts). Während dieser B-Story versucht der Protagonist, das Problem zu lösen, aber er tut es zunächst auf die falsche Art und Weise, ungefähr bis zum Midpoint. Danach begreift er immerhin schon mal, dass er was ändern muss, oft mit Hilfe anderer Figuren, aber nicht zwingend. Im letzten Drittel dann kommt die Wende, und der Protagonist wendet die richtigen Mittel an, um zu seinem Ziel zu gelangen - das fulminante Ende.


    Das ist jetzt sehr abstrakt, aber in dem Buch wird darauf im Detail und anhand von sehr bekannten Beispielen eingegangen.


    Jedenfalls, zur Planung meines nächsten Romans habe ich mir zunächst meine Figuren überlegt, dann eine Art Expose-Zusammenfassung geschrieben, dann anhand der verschiedenen Wendepunkte kalibriert, um eine saubere Spannungskurve zu erzeugen. Ich habe mir auch überlegt, wie die Szenen aussehen sollen, so ungefähr, und aus wessen Perspektive ich das erzählen will. Mir persönlich hilft diese Vorgehensweise sehr (und muss allerdings auch die historische Plausibilität hinter meinen Behauptungen auf Herz und Nieren prüfen, z.B. ab wann konnte man Geld von Europa nach Australien "überweisen" - die Antwort: Nicht zu der Zeit, wenn meine Geschichte spielt, als muss eine andere Lösung her), und ich bin schon ganz gallig darauf, das alles umzusetzen und zum Leben zu erwecken.

    Ich spitze ebenfalls die Ohren, denn meine Veröffentlichung ist auch fürs Herbstprogramm geplant.


    Aber ehrlich gesagt, ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn das Lektorat alles durchwinkt (was ich mittlerweile befürchte, jetzt, wo ich ein paar der Bücher gelesen habe, die in meinem Verlag erschienen sind).

    Hallo Kiana,


    richtig, historische Romane sind mein Genre.


    Ich habe mich jetzt auf einen Plot eingeschossen, der tatsächlich reihenfähig wäre, aber auch in sich abgeschlossen ist. Zuvor war das auch einfach nicht möglich, da meine Protagonistinnen die Tendenz haben, am Ende zu sterben (tja, so ist das, wenn man sich an die Historie hält).


    Was ich nun aber probieren werde, ist, im 19. Jahrhundert zu schreiben und nicht im 15. Jahrhundert, und auch freier, d.h. nicht an historische Personen gebunden. Man sagt zwar, dass man den Trends nicht hinterherschreiben soll, aber ich kann die Augen nicht davor verschließen, dass es fast keine aktuellen Mittelalterbücher gibt (außer etablierte Autoren), dafür aber Tonnen von Büchern, die irgendwann nach 1800 spielen. Das bedeutet zwar mehr grundlegende Recherche (weil ich leider nicht so bewandert bin in der Zeit), aber ich habe mir ein Thema ausgesucht, dass mir sehr nah geht. Deshalb glaube ich, dass es mir mindestens genauso viel Spaß machen wird. Und der Plot ist Hammer, sowieso ;)


    Ich habe festgestellt, dass ich weniger die Reihen-Leserin bin. Ich habe in den letzten Wochen drei oder vier Reihen-Bücher gelesen, aber niemals den Wunsch verspürt, gleich den nächsten Band hinten dran zu hängen. Ich liebe Abwechslung. Und die Vergangenheit hat leider gezeigt, dass viele Reihen mit der Zeit enttäuschten.

    Mein erster Gedanke war, als ich @Petras Beitrag gelesen hatte, auch: Fernsehwerbung!


    Über Weihnachten haben wir uns zu Hause einen Scherz daraus gemacht, jedes Mal zu brüllen, wenn ein "Quoten-Afro" in einem Werbeclip auftauchte. Nicht, dass wir ein Problem mit Schwarzen in der Werbung haben, oder mit Diversität. Das ist toll und richtig. Unsere Gesellschaft ist nicht nur weiß. Aber: Sie besteht auch nicht aus 40% Schwarzen mit Afro-Haarschnitt.


    Was hier betrieben wird, ist das Ausschwingen des Pendels in die falsche Richtung. Ja, wir brauchen auf dem Bildschirm mehr Vielfalt, die auch die vielfältige Realität der heutigen Gesellschaft darstellt. Wir brauchen vielleicht auch eine Vorreiterrolle (wo wir wieder bei Petra wären), die uns die Normalität dieser neuen Wirklichkeit vor Augen führt.


    Doch was die Werbefuzzis irgendwie vergessen haben: Wir sind hier nicht in den USA. Wo sind die vielen türkischen Mitbürger, die Italiener, Griechen, Syrer, Vietnamesen usw., die ich hier tagtäglich auf der Straße sehe? Warum sind sie nicht unsere Werbefiguren? Ich befürchte, die bittere Wahrheit ist die: Sie sind nicht cool genug. Und hier ist das eigentliche Problem: Wir sind mit der Diversität noch keinen Schritt weiter, es funktioniert noch nicht mal als Werbemechanismus, denn die Werbeleute scheinen sich zu fürchten, dass ein Produkt nicht angenommen wird, wenn es "Aisha aus Neukölln" bewirbt. Und das ist echt traurig.


    Ähnliches ist auch im Bereich LGBTQIA+ zu beobachten. Jeder gefühlt fünfte Clip hat nun ein schwules Pärchen. Das ist total schön und ok so, finde ich. Aber es ist zu viel. Und diese Übersteigerung führt die ganze Sache wieder ad absurdum. Es gibt momentan nur einen Werbespot, wo ich das gelungen umgesetzt finde: eine Teewerbung mit zwei Frauen. Denen habe ich es echt abgekauft. Alles andere ist meist ein Zusammenschnitt verschiedener Lebensrealitäten, und da kommt dann auch IMMER das schwule Pärchen mit vor. Und das ist dann wieder Diversität auf alle Kosten.


    Ich denke, ich weiß, was hier passiert. Ein, zwei große Werbeagenturen in Deutschland setzen sich mit ihren Klienten an einen großen Tisch und erzählen ihnen was von Diversität und Weltoffenheit. Und weil die Firmen Angst davor haben, abgehängt zu werden, nicht als cool und weltoffen zu gelten, nicht die junge Käuferschaft anzusprechen, usw. willigen sie ein und vergessen dabei, dass das, was sie da als Idee einkaufen, eigentlich ein Kunstbild ist, das die eigentliche Aussage nicht nur verwässert, sondern kaputt macht.


    Mit dem Casting von andersfarbigen Schauspielern in historischen Rollen habe ich persönlich echt starke Probleme. Man denke da an den Duke in Bridgeton (was ich weder gelesen noch gesehen habe). Das kann ich nicht nachvollziehen, und ich werde auch wohl niemals so farbenblind werden können. Im Fantasybereich hingegen finde ich es total toll und liebe die Möglichkeiten. Andersherum natürlich genauso: Jesus sollte nicht aussehen wie ein Ire, und Cleopatra nicht wie eine Amerikanerin. Und Scarlett Johansen ist nun mal nicht japanisch. Da finde ich es extrem schade, wenn talentierten Schauspielern die Rollen weggenommen werden, obwohl sie optisch viel besser reinpassen würden. Und: Sollten zwei heterosexuelle Männer zwei schwule Cowboys spielen und dafür auch noch einen Oscar erhalten, wo es doch so viele homosexuelle Schauspieler gibt, die sich dafür gar nicht mal so hätten verbiegen müssen? Das wäre mal eine interessante Frage.


    Im Übrigen interessiert es mich nicht die Bohne, welche Präferenz irgendjemand im Bett hat. Das ist nämlich seine Privatsache. Und ich würde mir niemals anmaßen, deswegen über ihn zu richten. Und deshalb ist es für mich auch kein Thema, das jedes Mal ausdiskutiert werden muss, sobald jemand von der gesellschaftlichen Norm abweicht.


    Und im Übrigen wünsche ich, dass Periodenflüssigkeit wieder blau gemacht wird.

    (Wahrscheinlich bereue ich bald, dass ich das hier geschrieben habe, denn ich bin nicht gut im Argumentieren, also reißt mir nicht den Kopf ab)

    Hey Dirk,


    danke für deine Antwort..


    Ich glaube, einen ganz so langen Atem habe ich einfach nicht, und außerdem finde ich es spannend, dann auch mal wieder etwas völlig Neues zu beginnen. Der Stoff ist noch frei formbar und könnte mal hierhin und mal dorthin gebogen werden. Aber ich glaube, es wird dann wohl doch ein Einzelband.


    Ach, versteh einer den Markt! Es wirkt halt so, als ob Verlage so etwas lieber annehmen, aber vielleicht ist es auch eine Täuschung der Bestsellerlisten, wo ständig irgendein Band irgendeiner Reihe auftaucht.


    Ich glaube, ich sollte einfach mal anfangen zu plotten, und da sehen wir weiter. ?!?

    Hallo Dirk, ich mache mir grad Gedanken zu meinem 4. PROJEKT. Und dabei überlege ich halt, ob ich es als Einzelband oder als Reihe anlegen soll. Sorry, sollte das Verwirrung gestiftet haben.

    Hallo Tom,


    Danke für dein ausführliche Antwort. Leider bin ich noch nicht dort angelangt, wo Exposé und Leseprobe als "Geschäftsanbahnung" reichen würden.


    Mein Manuskript für Buch 2 macht seit April die Runde, bisher vergeblich ... und deshalb fällt es mir so schwer, mich auf das nächste (Buch 4) zu stürzen, obwohl ich schon eine richtig schöne Idee habe. Aber der Gedanke, wieder ins Blaue hinein zu schreiben ohne auch nur eine Ahnung zu haben, ob es etwas werden könnte ... nun ja ... vielleicht bin ich auch noch zu erschöpft von dem letzten Projekt und brauche eine längere Pause.


    Oder ... ich lege es als megalanges Buch an, mache deutliche Einschnitte bei den Dritteln und hoffe, dass es so jemand nimmt und dann selbst entscheidet, ob Kürzung oder Teilung ... mmmh

    Während ich gerade so in den Anfängen meines nächsten Projekts stecke, mache ich mir natürlich Gedanken über die Vermarktbarkeit.


    Ist es richtig, wenn ich das so sehe, dass Verlage Reihen generell bevorzugen? So nach dem Motto: Läuft Band 1 gut an, muss ich mir weniger Sorgen machen bei der Vermarktung von Band 2, denn die Lesergruppe hat ja bereits angebissen? Oder kann man das nicht so pauschalisieren?


    Und wie bringt man so einen ersten Teil dann überhaupt an den Verlag? Würde der gleich die ganze Reihe wollen oder sich mit dem ersten Band zufriedengeben?


    Ich bin mir unschlüssig, ob mein Stoff sich zu eine Reihe eignet, ob ich überhaupt die Energie habe, über 1500 Seiten zu einem Thema zu schreiben, und es nicht doch eigentlich völlig schnuppe ist, solange die Geschichte spannend, originell und flüssig geschrieben ist. Wenn ich so auf den Bestsellerlisten rumstöbere, sehe ich allerdings, dass es enorm viele Reihen und "Sagas" gibt. Sie wirken wie auf mich wie Auftragsarbeiten - was genau läuft da im Hintergrund?

    Ich glaube, Wattpad spricht vor allem die jüngere Generation an (ich würde mal behaupten: 13-30 Jahre) und ist inhaltlich vor allem gefüllt mit Ergüssen im YoungAdult- und Fantasy-Bereich. Das soll gar nicht abwertend klingen, aber ich habe den Eindruck, dass diese Plattform eine ganz bestimmte Zielgruppe hat, damit glücklich ist, und kein Sprungbrett für irgendwas darstellt. Anspruch gleich null.

    Von den paar Erfolgsgeschichten habe ich auch schon gehört. Welcher Webseitenbetreiber würde sich damit nicht brüsten wollen? Ich glaube jedoch, dass es sich hierbei um die amerikanische Variante handelt, was ein völlig anderes Umfeld/anderer Markt ist. (Habe die Artikel nicht gelesen, H-D)

    Hallo Weltenbummler,


    herzlich willkommen hier im Forum!


    Wow, du hast wirklich schon viel erlebt! Bezüglich der Rechtschreibung usw. - ich habe auch 13 Jahre im Ausland gelebt, und auch wenn ich viel auf Deutsch gesprochen und geschrieben habe, brauchte ich gut zwei Jahre, um wieder völlig reinzukommen. In schwachen Momenten suche ich immer noch nach dem richtigen Wort, das mir zwar auf Englisch einfällt, aber auf Deutsch völlig futsch ist. Da hilft nur Üben und Studieren und viel, viel Lesen.


    Nur Mut - Es ist zu schaffen.


    Alles Gute weiterhin!