Beiträge von Juergen P.

    Hallo Tom,


    herzlichen Dank dafür, dass du dir bei allem, was dir derzeit um die Ohren fliegt, die Zeit nimmst, auf meine beiden Fragen zu antworten.

    Ich muss gestehen, dass ich in juristischen Dingen völliger Laie bin und dementsprechend verunsichert, zumal sich ja auch die diesbezügliche Rechtssprechung fortlaufend ändert, was vermutlich auch der Grund dafür ist, dass die im Internet zu findenden Aussagen zu vielen Themenkomplexen oft voneinander abweichen, zum Teil sogar einander widersprechen.

    Aber wenn das Zitieren eines einzelnen Satzes unproblematisch ist, dann reicht mir das schon. Ich hatte eh nicht vor, längere Textpassagen zu zitieren.


    Auch dir alles Gute!

    Ich wünsch dir einen schönenTag,


    Jürgen

    Liebe 42er,


    seit mehreren Monaten bin ich im Forum nicht mehr aktiv gewesen. Das ist ausschließlich gesundheitlichen Gründen geschuldet, die zum Teil bis heute fortdauern. Allein die Nebenwirkungen einiger Medikamente, die ich im Rahmen einer Schmerztherapie einnehmen musste, waren zum Teil gruselig. Aber wenigstens zeigt diese Therapie inzwischen Wirkung und nach einer Dosisreduzierung fühle ich mich endlich nicht mehr wie ein Zombie. Das lässt mich zumindest hoffen, während der kommenden Tage und Wochen allmählich wieder in die Spur zu finden.


    Soweit es meine Mitwirkung hier im Forum betrifft, habe ich jetzt einige Fragen:


    - Wie setze ich in einem Posting einen Link, zum Beispiel auf einen Blogbeitrag oder einen Zeitungsartikel?


    Zu den beiden folgenden Fragen widersprechen im Internet gefundene Aussagen zum Teil einander, weshalb ich sie sicherheitshalber hier stelle.


    - Verlinkte Inhalte. Bin ich in einem juristischen Sinn verantwortlich für die verlinkten Inhalte? Mein bescheidenes Wissen in diesen Dingen hat seit dem Urteil des OLG Hamburg gegen den Heise-Verlag kein Update mehr erfahren, und das ist ja bereits eine Weile her.

    - Zitate. Wen und in welchem Umfang darf ich im Rahmen eines Postings zitieren? Braucht es dazu eine Einwilligung des Zitierten? Muss für jedes Zitat die Quelle genannt werden, zum Beispiel bei Aussagen, die im Rahmen eines Interviews gemacht werden? Existieren rechtliche Unterschiede hinsichtlich der Quelle - Privatpersonen, Printmedien, Onlinemedien, Firmenschriften, Regierungsverlautbarungen, Wahlpropaganda et cetera?


    Vielleicht kennt sich ja jemand von euch in diesen Dingen aus und kann mir weiterhelfen.


    Ich wünsch euch einen schönen Abend,:)


    Jürgen

    Hallo Tom,


    danke für die Mühe, diesen Beitrag verfasst und im Literaturcafé veröffentlicht zu haben.

    Dessen Inhalt, mit dem ich zum überwiegenden Teil übereinstimme, will ich hier nicht weiter kommentieren. Umso mehr beschäftigen mich aber die Reaktionen auf den Artikel, insbesondere dort, wo er Widerspruch hervorruft.


    Bereits die Tatsache, dass gerade jene hypersensiblen Wächter über das geschriebene Wort, die mit ihrem Tunnelblick das Universum permanent auf tatsächliche oder vermeintliche Mikroaggressionen absuchen, selbst jedoch mal hämisch, mal mit offener Feindseligkeit ohne jede Empathie, und ohne einen Funken Sensibilität verbal auf all die eindreschen, die ihnen nicht mindestens zu hundert Prozent beipflichten, irritiert. Mehrmals tauchen in den Kommentaren auch Worte wie „widerlich“ und „ekelhaft“ auf, und eine Person „konnte gar nicht so viel kotzen, wie sie lesen musste“. Nun wüsste ich beim besten Willen nicht zu sagen, was an dem Artikel ekelhaft und widerlich sein sollte. Womit ich in meiner Naivität und Unschuld in deren Augen jetzt vermutlich auch zu einem Rassisten, Sexisten und AFDler geworden bin, als die sie all jene diffamieren, die die genannte 100-Prozent-Quote nicht schaffen.

    Merke: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Aber offensichtlich gilt das nicht für alle.

    Auch die von mir als solche wahrgenommene Abwesenheit etlicher jener Dauerempörten in den Medien, in Blogs und Foren ist auffällig, sobald es dort um strukturelle Gewalt, Gewalt schlechthin sowie Diskriminierung außerhalb ihres Wahrnehmungsrahmens geht. Warum melden sie sich nicht mit der gleichen Vehemenz bei Themen wie sexuellem Missbrauch und Kindesmisshandlung zu Wort? Und was ist mit den unzähligen Mobbingopfern innerhalb der sogenannten Mehrheitsgesellschaft, was mit den Verarmten, den Aussortierten oder auf andere Weise an den Rand der Gesellschaft Gedrängten? Ist deren Leiden von geringerer Wichtigkeit oder gar irrelevant? Liegt es vielleicht daran, dass in diesen Fällen das ansonsten omnipräsente Feindbild eben jenes Popanzes „Mehrheitsgesellschaft“ nicht anwendbar ist und man sich stattdessen auf eine mühsame Ursachenforschung einlassen müsste? Denn das ist ja das Schöne an Feindbildern: Sie passen in jede Hosentasche, kann sie also überallhin mitnehmen, und sie erklären auf leicht verständliche Weise jede Fehlfunktion des Universums inklusive des Verweises auf den jeweiligen Schuldigen.

    Aber okay. Hab’s schon kapiert. Alle sind gleich. Aber manche sind halt gleicher. Auch in ihrem Leiden.


    Wenn ich Diskussionen über stark polarisierende Themen verfolge, stelle ich mir immer wieder die Frage, woher der Glaube mancher Menschen an ihre eigene Unfehlbarkeit kommt, woher sie die Sicherheit nehmen, immer und überall recht zu haben oder, einfacher formuliert: die Guten zu sein. Aber wer recht hat, muss es sich ja von irgendwoher genommen haben. Also: wer entscheidet, was edel, hilfreich und gut ist und was verachtenswert? Und an welcher Stelle exakt das Verachtenswerte beginnt? Wer folglich ein Rassist ist und wer nicht? Nur als Beispiel. Und womit die Rechthaber ihre Anmaßung begründen, dies bis in den alltäglichen Sprachgebrauch hinein ausformulieren zu dürfen und festzulegen, welche Wörter „rein“ und welche „unrein“ seien?


    Jeder hat seine eigene, ganz persönliche Perspektive auf die Wahrheit, aber jene bereits mit der Wahrheit selbst gleichzusetzen, ist fatal und tötet am Ende jede Debatte. Andersherum ist der ernsthafte Versuch, die Perspektive anderer Menschen einzunehmen oder sich zumindest mit deren Perspektiven auseinanderzusetzen der einzige Weg, um zuletzt, vielleicht, hoffentlich, endlich auch Rassismus, Sexismus, Ableismus und andere diskriminierende Denkmuster aufzulösen, zu denen auch die reflexhafte Vorverurteilung Andersdenkender zählt. Das ist ein mühseliger und langwieriger Prozess. Aber anders geht es nicht.

    Deshalb: eine größere Achtsamkeit, ja, selbstverständlich. Mehr Diversität in Romanen, ja, wenn es die Geschichte hergibt. Aber nicht mit der Brechstange, nicht anhand quotenähnlicher Checklisten, nicht mit erzwungenen neuen Sprachregelungen, mit Eklats und der Androhung von Klagen, nicht über den Versuch der Bevormundung oder gar Einschüchterung von Autorinnen und Autoren ... nicht vermittels neuer Stigmatisierungen und Diskriminierungen anstelle der alten.

    Auch das irritiert, dass die Hardcore-PCler nicht bemerken, wie sie mit ihrem Dogmatismus und ihrer Intransigenz den Rechten den Weg ebnen. Denn das Einzige, was dieser moralisch begründete Rigorismus hervorbringt, ist die stetige Verstärkung eines bereits jetzt beängstigende Ausmaße annehmenden gesellschaftlichen Rollbacks.

    Aber um Argumente geht es diesen Menschen ja schon längst nicht mehr, ist es ihnen vermutlich auch nie gegangen.


    Dennoch ist es wichtig, diese kontroversen Diskussionen zu führen, immer und immer wieder, so frustrierend es auch sein mag. Schon allein, um die Nachdenklichen, die Abwägenden zu erreichen, die nach meiner Beobachtung weit zahlreicher sind, als ihre Zurückhaltung vermuten lässt, und ohne deren Hilfe der von mir als unabdingbar empfundene Prozess einer fortwährenden Überprüfung der eigenen Position schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist, und, ebenso wichtig, um nicht den Dialog mit jenen um politische Korrektheit Bemühten abreißen zu lassen, die diesen Dialog auf der Basis von Argumenten zu führen bereit sind.


    Nochmals danke, Tom, für diesen wichtigen und notwendigen Artikel.

    Tom

    Von gesundheitlichen Problemen außer Gefecht gesetzt, die vor zwei Wochen begonnene Schmerztherapie bislang ohne Wirkung, das eigene Schreiben in dieser Situation weitgehend zu einer Unmöglichkeit geworden, das Wenige, das ich dennoch schaffe, ist Schrott, allenfalls Premium-Futter für den virtuellen Schredder, und überhaupt scheint die einzig sinnvolle Tätigkeit darin zu bestehen, Dinge, irgendwelche Dinge, ihrer finalen Bestimmung zuzuführen ...


    Und dann kommst du mit deiner Rezension des Romans Max, Mischa und die Tet-Offensive von Johan Harstad.


    1248 Seiten. Bereits die Tatsache, dass hierzulande ein Verlag ein Buch mit einer solchen Seitenzahl jenseits des historischen Genres oder ohne den Vermerk Achtung: Hochliteratur auf den Markt bringt, macht neugierig. Und dann beginnst du auch noch von "endlosen, in endloser Schönheit dahinmäandernden Sätzen" zu schwärmen, wo kurz, kürzer, am kürzesten derzeit doch eines der beliebtesten Mantren ist, berichtest vom Inhalt des Buches, in dem es um nichts weniger geht als "um die genaue Bedeutung der Dinge, um die Wirkung von Leben, um die Nachhaltigkeit unseres Daseins, um die Nutzung der Zeit, um das intensive Sich-Vertiefen. Um die Liebe. Um Kunst, Musik, Theater, um Ausdrucksformen und Selbstverwirklichung. Um Freundschaft. Und Trauer. Und, vor allem, darum, was es bedeutet, irgendwo oder bei irgendwem zu Hause zu sein" und später dann, dass dieses Buch Lust macht "auf Kunst und Theater und Musik, Lust auf das Leben und seine intensivere Wahrnehmung" ...


    Ich habe noch nie ein Buch ausschließlich aufgrund einer Rezension gekauft. Kein Scherz. Aber morgen werde ich Max, Mischa und die Tet-Offensive kaufen.

    Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder ein Buch zu lesen, in dem man für eine Weile einfach verschwinden kann.


    Danke für diese Rezension, Tom.


    Vielleicht werde ich mich später noch einmal in diesem Thread melden, sobald ich zumindest eine substanzielle Anzahl Seiten des Buches gelesen habe.


    Liebe Grüße,


    Jürgen

    Die Frage, ob sich eine Sprache frei entwickeln oder wie in Frankreich von einem Hohen Komitee zur Verteidigung und Verbreitung der französischen Sprache sanktioniert in ein starres Korsett gepresst werden soll, stellt sich in der Praxis nicht, nicht wirklich jedenfalls, weil Letzteres auf Dauer schlicht und ergreifend nicht funktioniert. Wie sollte eine von wem auch immer gewollte offizielle Sprachregelung im Falle einer Missachtung überhaupt durchzusetzen sein? Per Bußgeld, öffentliche Auspeitschung, gesellschaftliche Ächtung oder Berufsverbot?

    Jedenfalls haben sich die Franzosen damals krummgelacht, als man ihnen behördlicherseits vorschreiben wollte, einen DJ in Zukunft einen animateur zu nennen, oder dass ein Skateboard im täglichen Sprachgebrauch zukünftig gefälligst eine planche acrobatique terrestre und ein Airbag ein sac gonflable zu sein habe. Mittlerweile erkennen auch höchste staatliche Stellen die Unmöglichkeit eines solchen Unterfangens ein: „Französisch ist nicht in Gefahr, und meine Aufgabe als Ministerin ist es nicht, nutzlose Dämme gegen andere Sprachen zu errichten, sondern allen unseren Staatsbürgern die Mittel zu geben, Französisch lebendig zu erhalten.“ - Fleur Pellerin, französische Kulturministerin im März 2015.

    Auch wenn es in diesem Fall vornehmlich um den Kampf gegen Anglizismen ging, ist es erstaunlich zu sehen, mit welcher Penetranz von unterschiedlichsten Seiten trotzdem immer wieder versucht wird, Sprache als Kampfplatz gesellschaftspolitischer und kultureller Auseinandersetzungen zu missbrauchen. Die meisten Menschen reagieren auf solche Versuche mit Ablehnung und oft auch auf eine sehr emotionale Weise, vielleicht auch deswegen, weil sie die Ungeheuerlichkeit der Frage spüren, mit der jeder, der über diese Dinge nachdenkt, eher früher als später konfrontiert wird: Wem gehört Sprache?

    Ich bin ohne Wenn und Aber für die Anwendung grammatikalischer Regeln und eine korrekte Orthografie. Das eröffnet zumindest auf einer grundlegenden Ebene die Möglichkeit, sich einigermaßen effizient zu verständigen. Darüber hinaus aber schränkt jeder Versuch, anderen Menschen einen eng definierten Sprachgebrauch aufoktroyieren zu wollen, deren Möglichkeit ein, sich auf eine schöpferische Weise zu artikulieren.

    Was dabei für uns letztendlich auf dem Spiel steht, hat die amerikanische Jazzsängerin Nina Simone sehr schön in Worte gefasst. Und wenn sie sich mit diesen auch auf Musik bezieht, lassen sie sich ohne Einschränkung auch auf unser Schreiben übertragen: „Music is an art and art has its own rules. And one of them is that you must pay more attention to it than anything else in the world, if you are going to be true to yourself. And if you don't do it - and you are an artist - it punishes you.“ - „Musik ist eine Kunst und Kunst hat ihre eigenen Regeln. Und eine von ihnen ist die, dass du ihr [dieser Tatsache] eine größere Beachtung schenken musst als allem anderen in der Welt, wenn du wahrhaftig zu dir selbst sein willst. Und wenn du es nicht tust - denn du bist ein Künstler - wird sie dich bestrafen.“

    „Haifisch?“ Mit aller ihr verbliebenen Kraft versuchte AnnE D. die Lider ihrer Augen noch einen Spalt weit offen zu halten, um den Schemen, der sich über sie beugte, deutlicher sehen zu können. „Leopard?“ Sie stutzte. „Jo ... Jochen?“, hauchte sie in seligem Erkennen. Und indem das Leben aus ihr wich, bewegten sich sanft die cremefarbenen Vorhänge vor dem offenstehenden Fenster, erzitterten die Blätter der mächtigen Pappel und füllten raunend die Schwärze der Neumondnacht.

    Hallo Jürgen,


    wenn Alexander das auf Schwedisch kann, dann kann ich das auch:

    Hej!

    :)


    Oder wie die Spanier sagen: Bienvenido


    Oder die Serben: Dobro došli. 8)

    (Sind hier Serben? :achsel)


    Hier sind ja auch keine Schweden:).

    Ich könnte aber noch Italienisch beisteuern: Benvenuto!

    Herzlichen Dank für die dieses Mal vielsprachige Begrüßung! Was ja auch von der Vereinssatzung gedeckt wird, nach der die Förderung von Literatur das vorrangige Ziel des Vereins ist. Von deutschsprachig steht da nix. Salut! :chapeau

    Es geschieht extrem selten, dass ich ein Buch ein zweites Mal lese. Housekeeping von Marilynne Robinson gehört zu diesen Ausnahmen. Zum ersten Mal irgendwann in den späten achtziger/frühen neunziger Jahren gelesen, zieht mich die Geschichte auch jetzt beim zweiten Lesen wieder in ihren Bann. Nach so langer Zeit will das etwas heißen.


    Housekeeping ist keine einfache, keine leicht zugängliche Geschichte, thematisch weitab vom Gewohnten so wie das geografische Setting der Geschichte, in der überdies Männer so gut wie nicht vorkommen oder allenfalls Randfiguren sind, abgesehen von einer Figur, die aber in dem Moment, in dem die Geschichte beginnt, schon seit langem tot ist.

    Marilynne Robinson ist mit großer Empathie und niemals wertend bei ihren Figuren, die, nicht überraschend, sehr lebendig, trotz ihrer Verschiedenheit allesamt berührend sowie trotz ihrer teilweisen Skurrilität stets glaubwürdig sind.


    Für mich ist es ein Rätsel, warum Marilynne Robinson hierzulande so wenig Wertschätzung erfährt, zählt sie doch zur ersten Garde der nordamerikanischen Erzählerinnen und Erzähler.


    In einer deutschen Übersetzung ist Housekeeping 1984 bei Kiepenheuer & Witsch mit dem Titel Das Auge des Sees erschienen und dann 2012 in der Edition Nautilus als überarbeitete Übersetzung mit dem Titel Haus ohne Halt.

    Beide deutschen Titel finde ich allerdings nicht sehr glücklich gewählt, zumal ihnen die Doppeldeutigkeit des Originaltitels fehlt. Die Beibehaltung des Originaltitels wäre in diesem Fall vielleicht die bessere Lösung gewesen.


    ASIN/ISBN: 3423115858


    Ach ja, Housekeeping wurde von dem schottischen Regisseur und Drehbuchautor Bill Forsyth verfilmt, und das Ergebnis steht in meinem Empfinden der Romanvorlage in nichts nach. Auch das will etwas heißen.

    Herzlich Willkommen.... ich habe regelmäßig soetwas wie Kindsfreude hinsichtlich der Seltenheit des Schnee's (dass kann auch daran liegen, dass Schnee für Manche ein Phantom, für Andere eine regelmäßig wiederkehrende Plage, für wieder andere nur eine Phrase ist, &&& so weiter...)

    Danke für dein Willkommen, Jochen Jochbein.

    Hallo Jürgen,


    Welch schöner, wahrer Satz!


    Willkommen in dieser Runde. :blume

    Danke, Manuela, für dein Willkommen und die Blümchen!

    Ein herzliches Willkommen hier im Saale! Ich hoffe Du liest und lebst Dich gut ein!

    Danke für deine freundliche Begrüßung, Beate. Mit dem Einlesen hier bin ich bereits seit Tagen beschäftigt. Trotzdem werde ich für das Erkunden des ganzen 42er Universums wohl noch etwas Zeit brauchen.

    Herzlich willkommen im Forum.:blume

    Danke auch dir, Bettina, für die Blumen und dein herzliches Willkommen!

    Ja, auch hier: ein ganz herzliches Willkommen!

    Und von mir, liebe Kristin, ein zweites Danke für deine freundliche Begrüßung!

    :chapeauHerzlich willkommen, Jürgen :rtw


    Skål! :-)

    Gut, Jörg und Alexander, dass ihr mich daran erinnert. Ich hatte das beim ersten Mal glatt vergessen: Sláinte! :bier :prost:rtw

    Liebe Schreibgefährtinnen und Schreibgefährten,


    ich heiße Jürgen und bin jetzt auch hier im Forum Mitglied, weshalb ich mich auch an dieser Stelle noch einmal kurz vorstelle.


    Schreiben wollte ich, so wie vermutlich die meisten hier, schon seit jeher, und wer mich als Kind nach meinem Berufswunsch fragte, der bekam stets die gleiche Antwort: Geschichtenschreiber und Bauer.

    Meine beiden späteren Brotberufe hatten weder mit dem einen noch mit dem anderen etwas zu tun. Und einer Beantwortung der Frage, wie ich es bis in meine späten Dreißigerjahre aushalten konnte, um endlich schreibend den schlimmsten Druck vom Kessel zu nehmen, bin ich bis zum heutigen Tag kaum näher gekommen. Mit zweiundvierzig war auch schon wieder Schluss damit, habe ich mir das Schreiben verboten. Das war der Zeitpunkt, zu dem ich die Ausbildung in meinem zweiten Beruf beendet hatte, der in Ausmaß und Intensität das Gleiche von mir forderte wie das Schreiben: Zeit, Energie und Hingabe.

    Vierzehn Jahre habe ich mich an meine Entscheidung gehalten, die aus meiner heutigen Sicht die dämlichste Entscheidung ist, die ich je getroffen habe.

    Ja, so blöd kann man sein.


    Aber auch ein Umweg ist ein Weg. Und vor allen Dingen ist es Schnee von gestern. Inzwischen bin ich dort angekommen, wohin es mich mein Leben lang gezogen hat. Ich schreibe. Allein das zählt.


    Und im Großen und Ganzen schreibe ich noch immer das Gleiche, das ich in meiner ersten Schreibphase damals versucht hatte zu schreiben: satirisch gefärbte Texte - die aber von vornherein nur zu meinem privaten Amüsement - sowie Romane - die hingegen mit dem Ziel einer Veröffentlichung. Und damit das mit dem Veröffentlichen auch nicht zu einfach gerät:), achte ich penibel darauf, dass meine Geschichten in keine klassische Genreschublade passen.


    Ich freu mich auf den Austausch und die Diskussionen mit euch.


    Jürgen