Beiträge von Pearl

    Beim Thema "Tantiemen für die Kinder" fielen mir die Birnen des Herrn von Ribbeck ein:




    "... Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
    Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
    Und in der goldenen Herbsteszeit
    Leuchtet's wieder weit und breit.
    Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her,
    So flüstert's im Baume: »Wiste 'ne Beer?«
    Und kommt ein Mädel, so flüstert's: »Lütt Dirn,
    Kumm man röwer, ick gew' di 'ne Birn.«


    So spendet Segen noch immer die Hand
    Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland."




    Hab gegoogelt und die entsprechende Seite gefunden, auf der man ein schön bebildertes Buch mit diesem Gedicht bestellen kann. Also getan.


    Heute wurde ich unruhig und rief an und hatte den heutigen von Ribbeck direkt am Telefon! :)


    Obstler aus diesen Birnen kann man übrigens auch bestellen. Clever, gell?


    http://www.vonribbeck.de/



    Ach Tom, das ist mir sowas von egal. Der Roman hat ja sowieso nur nostalgischen Wert, aus der Steinzeit des Internet sozusagen. Heute ist die Partnersuche im Internet ( das MS hieß ja erst "Cyberlove", bis der Justitiar von Fischer herausfand, dass es ein Jugendbuch dieses Titels gab (?)) ja gang und gäbe und man sieht schon bald Fotos, damals ging es geheimnisvoller zu und mannfrau konnte sich jünger machen, "verstecken". Das war spannend. Und gerade darum entwickelten sich tiefe Beziehungen.


    Die Tantiemen sollen meine Kinder erfreuen, ich habe darum den Vertrag ganz schnell abgeschickt, bevor ich evtl. abkratze. ;)

    Gern tät ich das, Birgit, aber sie haben mir ehrlich gesagt, dass sie auch für meine anderen MS im Augenblick keine Zeit haben, weil sie alle für das Backlist Revival brauchen.
    Ob sie das groß bewerben? Schön wäre ja wieder ein Fest im Fischer-Haus in Frankfurt. Habe dort schon 2 mitgemacht und die waren toll!

    Hach, ist das schön, so einen Vertrag vor sich liegen haben!


    Fürs E-Book gibt es 25 % bis 500 Ex, dann steigt es immer weiter.


    Was kostet so ein Download wohl? Nach meinen Recherchen ja soviel wie ein Print, mit ein Grund, warum ich mir noch keinen Kindle angeschafft habe. (Abgesehen von den self gepublishten, die ja billigst zu haben sind.)


    Printausgabe beginnt mit 6 %, also das Übliche.


    Nach meinem gestrigen Befinden wird das alles wohl eher die Erben beglücken... :( Schiet-Blutdruck!

    Bettina, wir haben viel gemeinsam, gell? Aber weißt du, was ich hasse: Katzengeschichten! Sentimental, vermenschlichend oder schockierend. Blöd finde ich auch solche aus der Perspektive des Tieres, sei es als Krimi oder sonstwie.

    :!oo) Danke! Und ich habe ganz beiläufig erwähnt, dass ich noch 2 Ms im Schrank habe... :flöt: Die werden nächste Woche dem Lektorat vorgetragen, an das ich ja sonst nie rangekommen wäre. Hach, ich freu mich!

    Fischer macht ein Backlist Revival und fragt an, ob sie meine "Cyberlu" (Internetliebe) neu auflegen dürfen. Als Print und E-book. Mit schönem Honorar.


    Und ob sie dürfen! Ich freue mich tierisch! Vielleicht kann ich postum mit meinen Tantiemen meinen Kindern noch was Gutes tun. ;)

    Horst Dieter, ich zitiere aus Deinen Zitaten:


    „Ein wütender Stoss sprengte endlich die zarte Pforte und brachte sein Glied zwischen die Schamlippen. Er benützte den errungenen Vorteil und stiess jetzt so wild und kraftvoll zu, dass ich hätte laut aufschreien mögen vor Schmerz.“


    „...Louises Mutter, indem sie zuckend sich unter dem fürchterlichen Tremulanten des Bruders Gerhard hin und her bewegte.
    »Ja, das meine ich«, versetzte dieser und gab ihr solche kräftige Stöße, daß das Sofa bebte, wie im letzten Erdbeben die Häuser zu Messina.“


    So etwas mag ich nicht.


    Dagegen jetzt Beispiele aus Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ – war das moderne Buch, in dem ich am schnellsten Beispiele fand, obwohl Sex nicht das eigentliche Thema ihres Buches ist:


    "Mittlerweile liegt er da wie ein Käfer auf dem Rücken und gibt sich mir vollkommen hin. Breitbeinig, die Arme von sich gestreckt, die Augen verdreht, wie in Trance. Ich habe ein starkes Machtgefühl, wenn er da so liegt. Ich könnte ihm die Kehle durchschneiden, und er würde es noch nicht mal bemerken. Zwischendurch falle ich immer wieder aus der Rolle der Sexdienerin raus und betrachte die Szene wie eine Außenstehende. Dann muss ich kurz schmunzeln, weil es alles lustig erscheint, was wir da machen. Das wische ich aber schnell wieder weg und mache mit dem gebotenen Ernst weiter.“


    "Wenn ich das Gefühl habe, dass es jetzt aber auch mal reicht mit der Bedienung, höre ich langsam auf. Das versteht er immer richtig und kümmert sich dann sehr dankbar um mich. Er macht meine Beine breit und legt sich mit dem Kopf dazwichen, damit er alles ganz genau sieht."


    Na und so weiter. Einer bedient des anderen Lust. Das ist, glaube ich, das Entscheidende. Sie haben Spaß, sie „bedienen“ sich gegenseitig, lachen, wollen sich glücklich machen, weil sie sich lieben.




    (Als ich mit Schreiben begann, waren meine Kinder in der Pubertät, und ich wollte nicht, dass sie sich schenieren für ihre Mutter, darum habe ich mich sehr zurück gehalten. Mir ein Pseudonym zuzulegen, kam mir nie in den Sinn, wozu sich verstecken?)


    Nun ja, das ist ein weites Feld. „Sehe jeder, wie er’s treibe...“

    Die meisten der angeführten Beispiele schildern recht gewalttätigen Sex, der für einvernehmlichen Sex doch nicht gerade typisch ist. Es fehlt der Oralsex, das Vorspiel überhaupt - ein bisschen Fummeln im "Vlies" (das es ja heutzutage kaum noch gibt) - ersetzt das nicht.


    Kurz: Zärtlichkeiten müssten geschildert werden, behutsames und wechselseitiges Herantasten bis zur endgültigen Ekstase. Sex muss Spaß machen, auch in der Literatur, ein bisschen Lachen gehört dazu.


    Und das Ganze durchaus zur Charakterisierung einer Romanfigur. Mal schauen, ob ich Beispiele finde.

    Ich kenne auch fast alle Altenheime hier, weil ich mit meinem Schreibworkshop losgezogen bin, um denen einen unterhaltsamen Nachmittag zu bereiten. War auch meist sehr willkommen, außer in einer Altenbegnungsstätte (was für ein Wort! wird auch prompt rot unterschlängelt, aber heißt so), wo sie lieber Karten spielen wollten. Die Einrichtung dieser Heime griff auf die 50er zurück: Buffets, auf denen eine Uhr mit Westminsterschlag stand, Trödel aus Haushaltsauflösungen, Uraltschlager - es war grausam (Ähnlich ist es übrigens auf dem "Traumschiff", wo Lilian Harvey und Willy Fritsch an den Wänden hängen.)


    Ich bin mit Boogie und Rockn`Roll aufgewachsen, gut, mit Plüschsofas, aber meine erste Wohnung war weiß und voller Chrom. Wie soll man sich in solchen Heimen dann wohlfühlen?


    OK, ich habe nichts dagegen, gelähmt oder dement dorthin zu gehen, aber die müssen umdenken! Und spezielle Seniorenbücher dürften die mir nicht anbieten (Höchstens "Die Heilige und ihr Narr", das ist so herrlich kitschig. ;) )

    "Nein, das ist nicht überladen. Aus den vielen Zitaten, Anspielungen und Übertreibungen wird ein Ganzes. Dieser Tatort vom letzten Sonntag macht viele missratene und teils Mag tödlich alngweilige Tatorte der letzten Monate wieder gut:"


    Mag sein. Ich schaue keine Krimis. Neuerdings ab und zu mal die aus Münster, weil ich mich der Stadt halt verbunden fühle und Alberich und Börne köstlich finde, aber sonst nix.

    'tschuldigung für den Zitatensalat, ich hasse diese Funktion! Oder sie hasst mich. :bonk

    Stefanie, jaaa, jetzt kommts mir wieder:


    We are of such a stuff as dreams are made of...


    Und Horst-Dieter : ja, natürlich, die Besetzung war super und die Effekte auch (abgesehen von dem roten Punkt, der in die falsche Richtung lief...), aber fandest du nicht auch das Ganze überladen? Film-Zitate, Literatur-Zitate, 50 Tote, malerisch arrangiert - aber das ist ja hier nicht das Thema. :)

    Ja, ich finde dieses mir neue Genre auch spannend und schreibe an einem neuen Stück: "Ingo aus dem Internet". Ihr könnt euch denken, worum es da geht. ;)


    Hat jemand zufällig das Shakespeare-Zitat parat, in dem es um "Luftgebilde, Träume, Phantasiegeschöpfe" etc. geht. Dass will ich an den Schluss stellen, das Publikum lässt sich ja durch diesen "pseudointellektuellen" (Zitat aus dem Feuilleton) Kram sehr beeindrucken, s. den letzten Tatort. Man geht dann wohl mit wohligen Gefühl zu Bett, nicht Trash, sondern Kultur inhaliert zu haben.


    Ich bin sicher, dass manche der hier vorgestellten Kurzgeschichten sich dramatisieren lassen. Wenn man einmal die Hemmung vor Dialogischem überwunden hat, geht das ganz flott.

    Vor einiger Zeit habe ich ja schon kurz von der Komödie erzählt, die ich vor Jahren mit meinen Freundinnen von der "Grünen Feder" geschrieben und im Internet wiedergefunden habe.


    Nun habe ich den endgültigen Vertrag vom adspeeacta-Theaterverlag und das "Rollenbuch" in der Hand. Dieses wird mit Leseprobe im Inet angeboten und kann von Theatergruppen erworben werden. Je Rolle/Schauspieler für ca. 10 Euro.


    Ich habe den Eindruck, dass ein großer Bedarf besteht und kann euch nur raten: Stücke schreiben! :)

    Hach, ich habe mein erstes Rollenbuch in Händen!


    Ich hab euch doch schon mal von dem verschollenen, aber erfolgreich gespielten Theaterstück erzählt, das ich vor vielen Jahren mit meinen Freundinnen von der "Grünen Feder" geschrieben habe.


    Nun bietet das ein Theaterverlag an, und da es viele, viele private Theatergruppen gibt, bin ich zuversichtlich. Mein Vertrag liest sich auch gut.


    Was anderes: Am Monatsende bietet Burghard Spinnen in Münster einen Workshop an, zu dem man Texte einreichen kann, und an dem ich teilnehmen werde. (Tipp, Tipp, Tipp!)


    Falls der mich nicht gleich für den Bachmannpreis nominiert =) =) =) (Schärz), schreibe ich weiter Komödien! :roll :roll


    Pearl, leicht verrückt :high

    Gerade lief im NDR "Der Mann im Strom", hoffentlich kommt noch mehr.
    Genial finde ich ja seine letzte Novelle "Schweigeminute".
    Stelle ihn über Grass und Böll und viele andere. Hab ihn auch mal kennen gelernt. Klein, sanft, kluge Augen.