Beiträge von Dorrit

    Tja, sehr gute Frage. Das mit der Semperoper würde ich auch eher nicht machen.


    Und ansonsten: Ich schreibe gerade einen Roman, der zu Teilen in Äthiopien zwischen ca. 1960 bis heute spielt und zwischendurch in der DDR in den 1980ern und in der BRD in den 90ern bis ca. 2007. Bei den äthiopischen Kapiteln habe ich immer gejammert, die seien sehr schwer zu schreiben, weil ich überhaupt keine Ahnung habe, wie es dort war. Und mich immer getröstet, dass das Schreiben einfacher wird, wenn mein Held dann erst einmal in der DDR ist, weil: Die kenne ich ja. Aber beim Schreiben der DDR-Kapitel fand ich das dann noch schwerer, weil: da gibt es ja viele Leser, die wissen können, ob es so war. Bei Äthiopien ist das ja eher weniger der Fall --u:-)

    Trotzdem soll es schon so sein, dass alles, was ich schreibe, auch tatsächlich so gewesen sein kann, weil ich möchte, dass das Buch ernst genommen wird. Und ein Buch, in dem die Semperoper in Leipzig steht, könnte ich nicht wirklich ernst nehmen.

    Nifl hat jedenfalls recht, es gab diese Einstellung hier bei den 42ern schon mal. Ich weiß es ganz sicher auch, aber das ist seeeehr lange her. Cordula wüsste das genauer, vielleicht hat sie irgendwann Zeit und Lust, sich um solche Probleme zu kümmern 8)

    (Ist schon manchmal wichtig, dass man weiß, ob man sich richtig erinnert, finde ich.)

    @ Greenhorn: Ja, im Vereinsbereich gibt es ein Mentoringprogramm. Und da suchen/entscheiden die Mentoren übrigens auch danach, ob sie ein Projekt interessant finden oder nicht. Was man schwer beurteilen kann, wenn ein möglicher Mentee gerade darüber nicht reden will.


    Und weil es mich ein bisschen nervt, dass ich meine, einen leichten Vorwurf herauszuhören (Wieso gibt es hier sowas nicht, gibt es doch anderswo auch), erwähne ich nur mal, dass wir alle hier ganz freiwillig und ohne Bezahlung oder so tätig sind. Wir helfen uns gegenseitig, und das machen wir alle neben unseren Brotjobs, unseren eigenen Schreibprojekten und den Projekten, die wir für den Verein machen. Ach, und dann haben wir alle noch so etwas wie ein Privatleben. Wir machen das - meistens - gern, aber es ist nichts, was jemand einfordern kann oder sollte. Oder uns einreden, was für ein Wahnsinnsspaß das sein könnte.


    Für eine Autorenbiographie kann ich Dir nur den Tipp geben, dass Verlage oder Agenturen - bevor sie sich ein Manuskript ansehen - schon wissen wollen, was denjenigen dafür qualifiziert, ein Buch zu schreiben oder zu veröffentlichen. Was Tom schreibt. Preise, Veröffentlichungen. Oder womöglich ein Thema, in dem Du Dich auskennst wie kein zweiter. Könnte auch interessant sein, käme auf das Thema an. Jedenfalls: Es gibt eine Unmenge von Leuten, die meinen, sie könnten schreiben. Agenturen suchen aber eher nach Leuten, bei denen das vorher schon mal jemand gemerkt hat. Dass sie schreiben können, meine ich.

    Zitat
    Nicht ganz. Ich hab schon immer geschrieben und werde das bestimmt auch fortsetzen. Dennoch, der für mich wichtigste nächste Lernschritt wäre zweifellos der Schritt hin zum dem Austausch, den du hier erwähnst. Ich arbeite dran.

    Es mag die Überflieger geben, die den Bestseller ganz allein im stillen Kämmerlein schreiben, einfach mal so. Ich glaube aber, die allermeisten brauchen Rückmeldungen, die in aller Regel auch immer mal ziemlich deprimierend sein können, weil man selbst dachte, das sei schon alles ganz großartig, was man da fabriziert hat. Und dann kommen andere und holen einen auf den Boden der Tatsachen. Immerhin weiß man dann oft, wie man sich verbessern kann. Ich will damit nur sagen: Trau Dich.

    Vorher scheinen mir die Überlegungen hinsichtlich Publikationswegen und so ein bisschen... nun, verfrüht.

    @ lyrx: Ich kann nur zu Deiner ersten Frage etwas sagen, was fehlt zum Lektorat? Ein Lektor.


    Jemand, der sich 200, 300 oder mehr Seiten in aller Ruhe durchliest und Verbesserungen vorschlägt. Das ist hier überhaupt nicht zu leisten. Im BT haben wir eine Obergrenze von 30 Seiten. Da fragen wir dann mal, ob der insgesamte Tonfall stimmt, auch durchaus nach Änderungsvorschlägen. In Textarbeitswochenenden geht es oft vielmehr um das Konzept eines Romans (passen die Figuren, ist der Handlungsablauf stimmig), seltener auch mal um ganz konkrete Textarbeit, aber auch das dann nur in begrenztem Rahmen. Mehr ist hier im Sinne der gegenseitigen Hilfe nicht leistbar, schließlich schreiben wir alle selber und haben so gut wie alle Brotjobs, die Zeit brauchen. Nicht umsonst gibt es freie Lektoren, die eben damit ihr Geld verdienen, dass sie fremde Texte genau lesen und verbessern. Das ist nämlich ein richtiger Job.


    Es klingt ein bisschen, als würdest Du nicht schreiben, denn sonst wüsstest Du vermutlich, dass es bis zum Fertigstellen eines Romans (also dem Moment, in dem das an einen Lektor geht) in aller Regel eine Menge Bedarf nach Austausch gibt. Wer gut im Geschäft ist (davon gibt es ein paar 42er), macht das mit Agent oder Lektor. Aber ganz viele hier sind das nicht und bekommen davon einen Teil hier. Und geben das zurück.

    Hallo A.J.,


    wenn ich mich schon nebenan daran beteilige, Deinen Thread zu schreddern, will ich doch hier wenigstens ein bisschen auf Deine Frage eingehen.

    Wenn auch nur ein wenig, weil: Viel zu lang. Ich finde, Dein Vorwort ist viel zu lang.


    Weil: Wenn ich das Buch zur Hand nehme, bin ich an dem Thema schon interessiert und Du musst mich nicht davon überzeugen (egal, ob ich das selbst praktiziere oder nicht). Dann brauche ich keine drei Seiten oder so, die mich in das Thema einführen - das sollte dann entweder durch den Text selbst funktionieren oder tatsächlich ggf. als Anhang, wenn die Details/Einordnungen wirklich nötig sind. Ich kaufe ja kein Sachbuch.

    Deshalb: Ich habe nicht alles gelesen, ich wäre auch sicher nicht die Zielgruppe, denn ich würde das Buch vermutlich nicht zur Hand nehmen, weil mich das Thema eher nicht interessiert, jedenfalls nicht als Hauptthema eines Buches. Wenn es in einem Roman auch zu einer Hauptfigur gehört, wäre das etwas anderes, aber dann bräuchte es erst recht kein Vorwort.


    Ich hoffe, damit kannst Du etwas anfangen.

    Ostelbe, keine Ahnung, warum Du Dich hier gerade auf Tom einschießt (keine Ahnung, warum auch noch in kursiv), aber ich wiederhole noch mal: Alles, was Du hier gern möchtest, ist Arbeit, die der Verein leisten soll. Die Vereinsmitglieder und der Vorstand tun das für Projekte, die die Mitgliederversammlung gern möchte und entsprechend abstimmt oder für die die Mitglieder so brennen, dass sie selbst die Aufgaben übernehmen.


    Dahin - also in die Mitgliederversammlung - müsste Dein Vorschlag es schaffen. Vielleicht findet sich dann ja eine Mehrheit dafür. Ansonsten verstehe ich immer noch nicht, wieso Du uns hier nun schon seitenlang ein Projekt aufschwatzen willst, das offenbar von uns Vereinsmitgliedern nicht so gewünscht ist.


    btw: Etwas weniger verschwurbelt würde manchen Deiner Einlassungen auch bekommen.

    Ja, Ostelbe, das kann man. Ist aber auch Arbeit, die geleistet werden muss: Fördermöglichkeiten suchen, sich bewerben, hinterher abrechnen, falls man sie kriegt oder deprimiert sein, weil man sie nicht kriegt, trotz der ganzen Arbeit, die man sich damit gemacht hat...


    Wir haben lange welche gekriegt (ich weiß da nicht, wie der aktuelle Stand ist: Kriegen wir noch? Ist aber auch egal.), für ein Projekt, für das sich die Mitgliederversammlung ausgesprochen hat. Nämlich den Putlitzer Preis. Dafür hat der jeweilige Vorstand die Arbeit übernommen. Aber ich denke nicht, dass der das will oder macht für ein Projekt, das ein Nicht-Vereinsmitglied uns quasi einreden will.


    Aber ich hör jetzt auch auf, diesen Thread zu schreddern, ich denke, die Botschaft ist klar.

    Neiiiiin, nicht bei mir bestellen (außer natürlich bei ganz netten Anfragen und bei Geduld, ich bin ja grade gar nicht da ")").

    Ich bin überrascht, dass Amazon meint, noch ein Exemplar auf Lager zu haben, aber dann doch bitte gern dort, auch wenn ich eigentlich nicht für Amazon bin.

    Tom, danke für diesen Hinweis, die kannte ich gar nicht.

    Ich hatte mich auf die Anthologie der Siegergeschichten des PP bezogen, weil ich mich - nur aus Erzählungen, nicht aus Beteiligung - erinnerte, dass das ziemlich viel Arbeit war. Der Verlag hat sie letztes Jahr verramscht, die letzten Exemplare stehen, wenn ich mich richtig erinnere, bei mir zu Hause (wo ich grad nicht bin, weshalb ich nicht nachschauen kann). Jedenfalls: Obwohl das alles prämierte Texte waren, hielt die Nachfrage sich sehr in Grenzen.

    @ Ostelbe Sieben: Ich habe das nicht als Vorwurf aufgefasst - denn ganz ehrlich, welches Recht hättest Du, hier irgendwem Vorwürfe zu machen. Oder zu meinen, die Leute sollten doch statt Forumsbeiträge verfassen sich mit der Arbeit an einer Anthologie beschäftigen.


    1000 Exemplare... Wer soll die bitte kaufen, wenn da aus jeden Beet 'ne Blume drin ist: Für die Liebhaber von Sci-Fi ist zu viel Liebesgedöns drin, die Liebhaber davon wollen lieber mehr Krimi... Vergiss das einfach. Es gibt nicht keinen Willen, es gibt schlicht keinen Grund, es zu machen.

    Ach so... Nachtrag: Falls ich ein bisschen angep*** klinge, weil da jemand kommt und uns erklärt, wie wir mal Leben in die Forumsbude bringen könnten - nämlich vor allem, in dem wir doch ruhig etwas mehr machen könnten, selber aber bislang nicht unbedingt durch wahnsinnig konstruktive "Mitarbeit" aufgefallen ist, täuscht das nicht.


    @ A.J. Triskel: Sorry fürs Thread-Kapern.

    @ Ostelbe Sieben: Es spricht aus meiner Sicht ziemlich viel dagegen, nämlich schlicht und einfach die Tatsache, dass es dann auch jemand tun müsste. Ganz praktisch mit allem, was dazu gehört. Die 42er haben schon Anthologien (mindestens eine jedenfalls) herausgebracht, daher ist bekannt, was das an Arbeit kostet, nur bis zu dem Moment, in dem das "Ding" dann fertig ist. Da ist aber noch kein Exemplar verkauft, wo die Arbeit weitergehen würde.

    Ach so, und über Geld habe ich dabei noch nicht gesprochen - irgendjemand müsste das alles dann auch noch bezahlen. Selbst wenn (wovon nicht auszugehen ist) die Vereinsmitglieder die Arbeit einfach mal so neben ihren Jobs (die die meisten hier haben, um ihren Lebensunterhalt zu sichern) und ihrer eigenen literarischen Produktion und allem, was sie sonst noch so im Leben zu tun haben, ohne Vergütung machen würden, würde auch der Druck Geld kosten. Und da vermutlich eben keiner alles andere machen würde (Lektorat, Korrektorat, etc.), würde auch das Geld kosten. Und wie gesagt: Nach all den Anstrengungen würde ein Produkt stehen, das noch verkauft werden muss.

    Hallo Greenhorn, willkommen bei uns.

    Unterstützung geben wir uns hier gegenseitig - vor allem die BT-Runde sei Dir ans Herz gelegt, da könntest Du z.B. mal einen Expose-Versuch einstellen und kriegst dann ein paar Meinungen dazu. Und vielleicht magst Du da auch ein paar der 330 Seiten einstellen und hören, was andere dazu sagen.

    Schau Dich auf alle Fälle mal um und wenn Du konkrete Fragen hast, dann stell sie einfach.

    Dir die BT-Seite mal anschauen ist eine gute Idee.

    Und vielleicht auch einfach mal alte BTs ansehen - da siehst Du ein bisschen, was andere einstellen und wie die Diskussion so läuft/laufen kann.


    Und wie gesagt: Fragen stellen ist gut.

    Manchmal werden auch noch recht unreine Texte eingestellt, weil man einfach erst einmal wissen will, ob die Richtung stimmt.

    Dann ist es halt auch gut, das so zu sagen.


    Klar kann ja jeder alles Mögliche schicken, das ist ja die Idee dabei ")"


    Naja, schau Dich einfach da mal um.