Stadtbeschreiber*in 2023 gesucht - für Dortmund!

  • Interessanter Literaturpreis. Der Haken an der Sache: Man muss sich 6 Monate in Dortmund aufhalten. Wer das will und aushalten kann, findet hier alle nötigen Informationen.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Baden

    ASIN/ISBN: 3955403823


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos


  • Es gibt auch andere, sehr lange Aufenthaltsstipendien. Für Leute, die ganz normal in Lohn und Brot stehen und ihre 30 Tage Urlaub im Jahr haben, ist das natürlich schwierig, falls nicht gerade sowieso ein Sabbatical ansteht. Aber Freiberufler und also haupt- oder zumindest schwerpunktamtliche Autoren und -innen, die da in aller Regel auch Zielgruppe sind, leben dann tatsächlich mehrere Wochen oder sogar Monate in Hotels, Stadtmauertürmen, Künstler- oder Gutsherrenwohnungen, um in aller Ruhe ein Projekt (oder sogar mehrere) durchzuziehen und sich parallel noch mit der Umgebung zu befassen, die dann auch noch literarisch verwurstet wird (was manchmal Bedingung ist). Je nach sozialer Einbettung in der Heimat ist das mal leichter und mal schwieriger zu realisieren. Aber man bekommt im gewohnten Umfeld selten die Gelegenheit, sich wirklich mal ausschließlich und ohne Ablenkung auf ein umfangreicheres Schreibprojekt zu stürzen, das man dann eben auch konsequent durchpowert. Deshalb mache ich z.B. auch Schreibklausuren, also schließe mich in Hotels für ein, zwei Wochen ein, wenn ich einen neuen Roman angehe, und schreibe da > 120 Seite pro Woche. Und die 42er haben parallel zum Putlitzer Preis einige Jahre lang ein Residenzstipendium in der Nähe von Putlitz angeboten, für das es ordentlich viele, auch recht prominente Bewerbungen gab und bei dem einiges erreicht wurde. Wenn Du im Blog (http://www.zweiundvierziger.de) danach stöberst, findest Du Erfahrungsberichte.


    Aber Stadtschreiberausschreibungen richten sich zumeist nicht an den Nachwuchs oder an potentielle Debütanten. Die Städte wollen sich auch mit Namen schmücken.

  • Es gibt auch andere, sehr lange Aufenthaltsstipendien. Für Leute, die ganz normal in Lohn und Brot stehen und ihre 30 Tage Urlaub im Jahr haben, ist das natürlich schwierig, falls nicht gerade sowieso ein Sabbatical ansteht. Aber Freiberufler und also haupt- oder zumindest schwerpunktamtliche Autoren und -innen, die da in aller Regel auch Zielgruppe sind, leben dann tatsächlich mehrere Wochen oder sogar Monate in Hotels, Stadtmauertürmen, Künstler- oder Gutsherrenwohnungen, um in aller Ruhe ein Projekt (oder sogar mehrere) durchzuziehen und sich parallel noch mit der Umgebung zu befassen, die dann auch noch literarisch verwurstet wird (was manchmal Bedingung ist). Je nach sozialer Einbettung in der Heimat ist das mal leichter und mal schwieriger zu realisieren. Aber man bekommt im gewohnten Umfeld selten die Gelegenheit, sich wirklich mal ausschließlich und ohne Ablenkung auf ein umfangreicheres Schreibprojekt zu stürzen, das man dann eben auch konsequent durchpowert. Deshalb mache ich z.B. auch Schreibklausuren, also schließe mich in Hotels für ein, zwei Wochen ein, wenn ich einen neuen Roman angehe, und schreibe da > 120 Seite pro Woche. Und die 42er haben parallel zum Putlitzer Preis einige Jahre lang ein Residenzstipendium in der Nähe von Putlitz angeboten, für das es ordentlich viele, auch recht prominente Bewerbungen gab und bei dem einiges erreicht wurde. Wenn Du im Blog (http://www.zweiundvierziger.de) danach stöberst, findest Du Erfahrungsberichte.


    Aber Stadtschreiberausschreibungen richten sich zumeist nicht an den Nachwuchs oder an potentielle Debütanten. Die Städte wollen sich auch mit Namen schmücken.

    Klar, immer mal wieder wenige Wochen in die Isolation gehen, um konzentriert zu arbeiten, stelle ich mir auch reizvoll vor, luxuriös gar und für 42 (sehr schön!) Tage würde ich das auch genießen können. 6 Monate scheinen mir da aber etwas krass.

    Vielleicht muss man aber auch derart lange um sich selbst kreisen, bevor man bereitwillig beginnt, die mehr oder minder zufällige Umgebung literarisch zu verwursten ^^
    Wobei Tobias Schwartz z. B. offenbar seine Familie zumindest zeitweise mit nach Mansfeld nehmen konnte - also vielleicht nicht so radikal alles, wie ich mir das ausmale, wenn ich 6 Monate und den Dortmunder Hbf zusammenbringe.