Analoge und digitale Leihe in öffentlichen Bibliotheken

  • Es gab einen offenen Brief dazu, den prominente AutorInnen unterwschrieben haben (u.a.) und es gab Erwiderungen vom Bibliotheksverband. Auch anderswo wird darüber heftig gestritten. Die Kontroverse kann man zusammengefasst beim Literaturcafé nachlesen. Hinsichtlich der Fakten sieht es bei den Argumentationen jedoch oft mau aus. Das Netzwerk Autorenrechte hat dazu Fakten zusammengestellt. Eine Kurzfassung und eine Langfassung sind abrufbar.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Dunkle Geschichten aus Würzburg

    ASIN/ISBN: 3831333580


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos


  • Ich lebe von der Rente, weil ich etwas Anderes gemacht habe, als Bücher zu schreiben. Dass ich sonst verhungert wäre, wurde mir spätestens klar, nachdem ich sowas, wie ein Buch geschrieben hatte, und ich muss gestehen, dass ich aus weitaus geringerem Anlass aufgegeben habe, als alle diese Missstände Eures Alltags für mich aufdecken. Wenn an dem Spruch: „Schuster bleib bei deinem Leisten“ etwas stimmt, dann möchte ich Euch dafür danken, dass Ihr immer noch dafür sorgt, dass Menschen aufrecht gehen können. Ihr macht nicht nur gutes Schuhwerk, es ist Kunst!

    :blume

    Es gibt nichts Vollkommenes unter der Sonne und es wäre töricht, dieses zu beanspruchen! (Lou Andreas Salomé)

  • Das ist fraglos ein wichtiges Thema, aus meiner Sicht weniger die Vergütung (schließlich geht es hier auch um soziale Fragen), als vielmehr der Anspruch, Bücher unmittelbar nach dem Erscheinen in die Ebook-Ausleihe geben zu dürfen.


    Warum Autoren allerdings bei Angeboten wie "Kindle Unlimited" mitmachen (oder die Teilnahme dulden) und zugleich eine solche Aktion unterstützen, müsste mir jemand erklären.

  • Vielleicht, weil sie dafür Seitenhonor kassieren? :achsel

    Vielleicht willst du uns ja sagen, was der Autor davon hat. Vermutlich deutlich weniger als Amazon, in dessen literarischem Überschwemmungsgebiet täglich hunderte, wenn nicht noch mehr - vorwiegend - SP-Titel auf Nimmerwiedersehen versinken.

  • Vielleicht, weil sie dafür Seitenhonor kassieren?

    Ich habe keine Ahnung, was man da genau verdient, weil ich das nicht (zumindest nicht aktiv) unterstütze, aber man bekommt je nach der Anzahl der gelesenen Seiten ein paar Pipperlein (wobei es - wie bei fast allen vollelektronischen Angeboten - nicht die allergeringsten Kontrollmöglichkeiten gibt, aber es würde nicht zuletzt den Datenschutz ganz erheblich tangieren, ginge das). Man hat aber ganze Romane geschrieben. Das ist ein komplett würdefreies Vergütungsmodell, aber es betrifft nicht nur SP-Autoren. Ich bin mit einem älteren Titel ("Sommerhit", 2011) auch dabei, ohne genau sagen zu können, warum. Ich muss mal die Abrechnungen für diesen Titel prüfen.


    Edit: Hier ist das Modell beschrieben. Die Zahlungen wandern in einen "Fonds" und werden dann je nach Leseanteil ausgeschüttet: https://kdp.amazon.com/de_DE/help/topic/G201541130


  • Warum Autoren allerdings bei Angeboten wie "Kindle Unlimited" mitmachen (oder die Teilnahme dulden) und zugleich eine solche Aktion unterstützen, müsste mir jemand erklären.

    Vielleicht in dem Bewusstsein, dazu beigetragen zu haben, dass Jeff Bezos und andere Superreiche damit ins Weltall fliegen können? :evil

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    Horst-Dieter Radke: Dunkle Geschichten aus Würzburg

    ASIN/ISBN: 3831333580


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos