Pseudonym ja oder nein?

  • Ich habe einen Verlag gefunden - yaeh, und eine Literaturagentin - Doppel-yeah!


    Und zwar in der Reihenfolge. Und während ich gerade noch selbst mit dem Verlag verhandle, baue ich mit der Agentin für die weitere Zukunft. Nun rät sie mir, unter meinem Echtnamen zu veröffentlichen, wobei ich bei dem Verlag gerade am Überlegen bin, meinen Mädchennamen zu verwenden.


    Ich habe dazu folgende Gründe:

    - Mein Mädchenname ist "unbefleckt", denn unter meinem jetzigen Namen existieren diverse Buchübersetzungen und eine Reisebuchveröffentlichung, auffindbar z.B. bei Amazon.de

    - mein Mädchenname ist ungewöhnlicher und dadurch auffälliger, zumindest sehe ich das so

    - unter meinem Echtnamen existieren zwei Reiseblogs, die bei einer Internetsuche wohl als Erstes auffindbar wären


    Um niemanden zu verwirren und beide "Identitäten" klar voneinander abzugrenzen, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass die Verwendung eines Pseudonyms von Nutzen wäre. Nun widerspricht mir meine Agentin, weil sie meint, so fange ich wieder bei Null an. Aber tue ich das nicht sowieso? Inwiefern sollen die oben genannten Veröffentlichungen mir bei meinen historischen Romanen helfen?


    Hätte gern mal eure Meinungen dazu gehört!

    Danke!

  • Aber tue ich das nicht sowieso?

    Das würde ich auch sagen, aber ob es so ist, hängt davon ab, welche Reichweite und Fanbase Deine sonstigen Aktivitäten erzeugt haben. Wenn das überschaubar ist, fängst Du tatsächlich von vorne an, und dann ist es egal, mit welchem Namensschild Du auf die Party gehst. Hätten Blogs und sonstige Aktivitäten eine nennenswerte, bemerkenswerte Reichweite, dann wäre das ein wenig anders.


    Ach so. Glückwunsch! :)

  • Von mir auch Glückwunsch zu Verlag und Agentin. Gut gemacht :klatsch

    "Eine Geschichte darf unwahrscheinlich sein, aber sie darf nie banal sein. Sie sollte dramatisch und menschlich sein. Das Drama ist ein Leben, aus dem man die langweiligen Momente herausgeschnitten hat." Alfred Hitchcock

  • Hallo Silke,


    ich habe da ein einfaches Unterscheidungskriterium für mich: WILL ich, dass man mir ein Buch zuordnen kann, dann mache ich das mit meinem Klarnamen, allerdings führe ich da auch ausschließlich meinen Mädchennamen. Doppelnamen fände ich doof, und auf die Idee, nur mit meinem zweiten Nachnamen zu veröffentlichen, bin ich nie gekommen.


    Und bei allen anderen Büchern verwende ich Pseudonyme, auch wechselnde.


    Ich denke aber, dass Du Dir weder schadest noch nützt, wenn Du Dich für die eine oder andere Variante entscheidest. Es mag Leser geben, die es eigenartig finden, wenn eine Autorin mal Sachbücher, mal Romane schreibt. Aber ich habe die Vermutung, das irritiert vor allem bei den "ganz großen Namen". Und da ich selber absolut nicht in diese Liga gehöre, ist es eigentlich egal.:)