Was ist für euch eine Schreibblockade?

  • Zitat

    Manche Leute meinen, dass Hemingway manisch-depressiv war.


    Das trifft auf meinen Autorenkollegen und Bekannten Thomas Melle auch zu, der mit seinem letzten Roman „Die Welt im Rücken“ einen Bestseller und jede Menge Preise abgeräumt hatte. Darin thematisierte er seine bipolare Störung.


    ASIN/ISBN: B01F6CGLL8


    Wofür oder wogegen soll das also ein Argument sein?

  • Ich aber weiß auch aus eigener Erfahrung, dass eine konsequente Planung sehr hilfreich ist, ein Manuskript zügig und ohne große Pausen zu Ende zu bringen. Und wohlgemerkt, ich spreche von Planung, nicht von plotten. Da sehe ich für mich zumindest doch einen großen Unterschied.

    Nun muss ich aber doch fragen, was für Dich planen eigentlich bedeutet (auf die Gefahr hin, dass das auf der Hand liegt): Was genau planst Du? Recherchereisen, Seiten, die bis dann und dann geschrieben sein sollen, Abgabetermine (vorgegebene) ... Urlaub, um Preise und sonstige Huldigungen In Empfang zu nehmen. 😉? Nein, ernsthaft! Mir spült der Zufall grade alles mögliche vor die Füße. Das ist noch auch gut so. Auf die Dauer wäre aber etwas Struktur nicht verkehrt.

  • Nun muss ich aber doch fragen, was für Dich planen eigentlich bedeutet (auf die Gefahr hin, dass das auf der Hand liegt): Was genau planst Du? Recherchereisen, Seiten, die bis dann und dann geschrieben sein sollen, Abgabetermine (vorgegebene) ... Urlaub, um Preise und sonstige Huldigungen In Empfang zu nehmen. 😉? Nein, ernsthaft! Mir spült der Zufall grade alles mögliche vor die Füße. Das ist noch auch gut so. Auf die Dauer wäre aber etwas Struktur nicht verkehrt.

    Planen heißt für mich, eine grobe Struktur zu entwickeln. Erst mal: Worum geht es? Wo führt es hin? Wie ist der Weg? Alles nur skizziert. Einen roten Faden gradlinig auslegen. Seine Kurven und Biegungen erhält er erst, wenn ich schon schreibe.


    Und klar, Huldigungen nehme ich Empfang, so sie denn dargebracht werden, aber die plane ich nicht.

    Vorgaben: Ja. Ungefähre Dauer bis zur Beendigung des Manuskripts (Rohfassung). Die Zahl der Anschläge gebe ich vor, ohne Zwang, sie 100-prozentig einhalten zu müssen. Recherchereisen, ja. Was aber nicht bedeutet, dass eine neue Wendung im Manuskript nicht doch alles über den Haufen wirft.

    Meine Hauptplanung besteht darin, flexibel zu sein.


    Einige meiner Hauptfiguren in "Korsisches Erbe" zum Beispiel fand ich erst, als ich schon auf Korsika lebte und mir die Charaktere am Strand quasi vor die Füße geschwemmt wurden und im Dorf über den Weg liefen.


  • Das trifft auf meinen Autorenkollegen und Bekannten Thomas Melle auch zu, der mit seinem letzten Roman „Die Welt im Rücken“ einen Bestseller und jede Menge Preise abgeräumt hatte. Darin thematisierte er seine bipolare Störung.


    Wofür oder wogegen soll das also ein Argument sein?


    Tatsächlich dafür, dass willentlich nicht beeinflussbare Schreibblockaden damit zusammenhängen können. Thomas Melle hat da erfreulicherweise keine Probleme. Aber solche Krankheiten, die vor allem durch willentlich nicht beeinflussbare Symptome gekennzeichnet sind, können sich bei jedem anders ausprägen.

  • Das ist ja auch meine Definition von so genannter Schreibblockade. Ich habe es oft gelesen in Schreibforen und vor allem von "Autoren", die noch nie etwas veröffentlicht haben. Außer vielleicht auf der eigenen Website.

    Aber diese Art von Ideenlosigkeit zähle ich nicht zu den Schreibblockaden. Sondern vielmehr zur falschen Wahl eines Hobbys, zu dem jemand ungenügend Fähigkeiten hat.

    Das trifft´s richtig gut, finde ich.

    "Schreibblockade" hat nämlich etwas morbid Anmaßendes, weil ja nur derjenige von dieser seltsamen Krankheit überhaupt befallen werden kann, welcher einem erlauchten Zirkel angehört, dessen künstlerisches Treiben den meisten Erdwürmern sowieso verschlossen bleibt. Meistens wird dieser Begriff in der Tat von Leuten benutzt, die ich Schreibschwärmer zu nennen pflege, Menschen also, die (oftmals mangels anderen messbaren Erfolgs ihres schreiberischen Wirkens) das Schreiben mystifizieren, indem sie geradezu enthusiastisch behaupten, schreiben sei eine Lust, die blanke Glückseligkeit, gar ihr Lebensinhalt. Nur wer durch solcherart ekstatische Schwärmerei den Knochenjob des professionellen Romanschreibens verklärt, kann überhaupt von so etwas wie Schreibblockaden heimgesucht werden.

    Das ist aber nicht weiter schlimm, denn je weniger Mist geschrieben wird, desto besser. :evil

  • Thomas Melle hat da erfreulicherweise keine Probleme.

    Oh, doch, hat(te) er meines Wissens (und davon erzählt er auch im Buch). Aber ich würde das nicht als "Schreibblockade" bezeichnen. Wer mal auch nur in die Nähe einer Depression geraten ist, der weiß, dass selbst alltägliche Verrichtungen dann jenseits aller Motivationsmöglichkeiten liegen können, und künstlerische sind u.U. in unerreichbarer Ferne, aber das fällt dann beinahe in die Kategorie "Luxusproblem".


    Eine Blockade ist ein nahezu unüberwindliches Hindernis, ein Weg ist nicht mehr begehbar, eine Bewegung nicht mehr ausführbar. Wenn man es so auffasst, kenne ich das aus meiner eigenen schriftstellerischen Laufbahn tatsächlich überhaupt nicht. Aber es gab durchaus sehr namhafte Schriftsteller, die von sich erzählt haben, unter dem "Writer's Block" gelitten zu haben, darunter Douglas Adams, Tom Wolfe, J. R. R. Tolkien und viele andere. Das kann man hier nachlesen. Stephen King hat seine entsprechenden Erlebnisse in Romanen verabeitet; der berühmteste zu dieser Thematik ist "Shining", der mit dem genialen Jack Nicholson verfilmt worden ist.

  • Oh, doch, hat(te) er meines Wissens (und davon erzählt er auch im Buch).

    Umso erfreulicher, dass er da herausgefunden hat.

    Zitat

    Wer mal auch nur in die Nähe einer Depression geraten ist, der weiß, dass selbst alltägliche Verrichtungen dann jenseits aller Motivationsmöglichkeiten liegen können

    Das ist absolut korrekt. Man ist u.U. froh, wenn man morgens das Bett verlassen kann. Wenn die lebensnotwendigen körperlichen Prozesse korrekt funktionieren.

    Der Unterschied zwischen einer bipolaren und einer "herkömmlichen" (fachsprachlich: unipolaren Depression) ist, dass eine bipolare absolut keinerlei inneren und äusseren Einflussmöglichkeiten unterliegt (bipolare Depressionen fallen daher unter die sogenannten affektiven Störungen mit möglichen psychotischen Zuständen, aber ich wollte die Vewendung dieses stigmabehafteten Begriffs "Psychose" gerne vermeiden). "Nur" Depressive sind u.U. Motivations- und generell Beeinflussungsversuchen von aussen zugänglich, aber auch nur bis zu einem gewissen Grad und es gibt schwere Verlaufsformen, bei denen das auch nicht mehr möglich ist. Manchmal können auch Überscheidungsformen auftreten.


    Bipolare Depressionen gehen jedoch meist noch stärker mit kognitiven Einbussen einher. Das heisst, die grundlegende Fähigkeit zur Aufmerksamkeit und Konzentration ist z.T. nicht mehr vorhanden und muss mühsam wieder aufgebaut werden, was aber auch teilweise nicht mehr möglich ist.

    Daher fasste ich dies generell unter den Begriff "Schreibblockade", auch der begrifflichen Einfachheit und Verständlichkeit halber.

    Auf jeden Fall: Respekt, Herr Melle.

    "Die Literatur hat ihren eigenen Wahrheitsgrund." Jan Drees

    Einmal editiert, zuletzt von Sabrina () aus folgendem Grund: Veraltete Bezeichnung verwendet.

  • Nö, in die Klapse musst Du nicht :nein1

    Ich verstehe, was Du meinst. Ich - die ich ja bekanntermaßen dieses Jahr viel Zeit zum Schreiben habe, hadere auch damit. In den ersten Wochen, als ich aus Afrika zurück war, habe ich mich auf eine sehr merkwürdige Art "geweigert", weiter zu schreiben, weil ich dachte: Ich habe frei und ich darf: Einen ganzen Tag lesen, mit Freunden telefonieren, einfach nur lange schlafen, meine Wohnung entrümpeln und so. Zum Glück bin ich da jetzt drüber hinweg, aber das war schon merkwürdig. Aber ich glaube, das war ein bisschen sowas wie Du beschreibst.


    Puh, dann nicht in die Klapse, noch reichen wohl meine zwei Benzos und der Tankstellen-Sechser pro Tag :saint:

    Nein, Spässle: Was du meinst, geht in die Richtung, ja. :)

  • Hallo, Sabrina.


    Ich weiß nicht, ob ich das als Schreibblockade bezeichnen würde, wenn jemand aufgrund einer schwereren psychischen Störung zu allen möglichen Dingen nicht in der Lage ist, und zuletzt zum Schreiben. Das ist, als würde man bei einem Alpinskifahrer, der einen komplizierten Mehrfachbruch sämtlicher Gliedmaßen erlitten hat, eine Skifahrblockade diagnostizieren. Man kann nicht schreiben, weil man einen depressiven Schub hat, aber das ist keine Schreibblockade. Die Symptome ähneln sich, wenn man so will, jedenfalls in Teilbereichen.


    Auf jeden Fall: Respekt, Herr Melle.

    Ja, das kann ich nur unterschreiben. Ich habe Thomas zwar in diesem Jahr noch nicht getroffen, aber er ist ungeheuer umtriebig und wohl auch gut eingestellt. Aber eine bipolare Störung geht nicht weg und ist auch nicht therapierbar, jedenfalls nicht im Hinblick auf eine "Heilung". Aber das muss ich Dir nicht erzählen, Du kennst Dich ja mit dem Thema sehr gut aus. Wie gesagt, ich widerspreche auch nur, weil ich diese Verbindung irgendwie unangemessen finde. Die klassische Schreibblockade ist eine Phase der Motivations- und Ideenlosigkeit, aber eine depressive Episode ist ein ganz anderer Schuh.

  • Hallo Didi, Ben und alle,


    im Journalismus habe ich Blockaden nie gekannt. Damals habe ich darunter allerdings auch dieses Gefühl verstanden, vorm weißen Bildschirm zu sitzen und absolut nicht zu wissen, wie man anfangen soll. Da hat bei mir immer geholfen, einfach mal drauflos zu schreiben. Unter Zeitdruck und mit vorhandenem Thema funktioniert das bei mir ohnehin immer gut. Da ist es tatsächlich nur die altbekannte Trägheit, wenn ich nicht anfange.


    Aber seit einiger Zeit und nach einigen veröffentlichen fiktionalen Texten macht sich bei mir etwas breit, das ich eigentlich nur darauf zurückführen kann, dass ich den "Markt" und seine Regeln inzwischen besser kenne: Mir ist diese Unbedarftheit meiner Anfangszeit verloren gegangen. Damals dachte ich, ich habe eine Geschichte, die erzähle ich jetzt einfach, und dann sehen wir mal, ob ich dafür nicht auch einen Verlag finde. Ich war völlig unbeeinflusst vom Wissen, wie schwer es ist, einen Verlag zu finden (gewusst habe ich es zwar schon, aber es hat keine Rolle für mich gespielt). Ich war, und zwar wahrscheinlich im besten Sinne völlig naiv.

    Und je mehr mir diese Naivität verloren gegangen ist, je mehr ich die Mechanismen der Branche kenne, umso stärker bremse ich mich selber. Bevor ein Gedanke zur richtigen Romanidee werden kann, ist schon dieses "das gab es doch alles schon" da. Dieses "die Idee taugt nichts", "du erzählst nichts Neues". Da hilft mein ganzes Wissen nichts, dass es natürlich nichts Neues gibt, nur neu Erzähltes.


    Ist das jetzt eine Schreibblockade?


    Ich habe diese Schreibblockaden lange als Selbstinszenierung von Menschen empfunden, die sich wichtig machen wollten.

    Jetzt stelle ich fest, dass ich mich schon blockiere, bevor ich überhaupt mit der Planung einer Geschichte anfangen kann. Sachbücher sind davon, wie gesagt, gar nicht betroffen.

    "Selbstzensur" nennt man das wohl auch. Aktuell beneide ich zumindest alle, die von ihren Ideen überzeugt genug sind, um Romane daraus zu machen.

  • Hallo Tom,


    ja, ich habe schon verstanden, warum du diese Unterscheidung vornimmst, und sie ist ja auch nicht falsch. Für mich klingt der Begriff "Schreibblockade" an dieser Stelle einfach nicht so hart wie die Wahrheit: da ist ggf. jemand krankheitsbedingt temporär (oder auch nicht temporär) kognitiv benachteiligt und/ oder leidet an Phantasielosigkeit und/ oder ist gerade tatsächlich nicht in der Lage, sich zu motivieren. Wie nah befindet man sich plötzlich an der riesigen, in Deutschland wohl mittlerweile zum Kultur- und Gemeinschaftsgut gehörenden Schublade mit Leuten, die einfach nur so keinen Bock auf nix haben oder ihre geistigen Fähigkeiten nicht pflegen, sich aber trotzdem für begnadete Autoren halten oder oder oder ... Na ja, Ansichtssache.


    Mein Exfreund, der schwere Depressionen hatte, kannte noch ein paar Details aus seinem (abgebrochenen) Medizinstudium und konnte mir verständlich erklären, was eine affektive Störung mit möglicher Psychose in Unterschied zur Depression ist, weil sie damals bei ihm verschiedene Diagnosen erwogen hatten und er die viele Fachsprache wegen seiner Grundausbildung verstanden hatte.

    Wohl werden heute alle Ärzte jeder Fachrichtung im Studium grundlegend über die unterschiedlichen Krankheiten informiert, wie er sagte. Daher würde ich nicht sagen, mich mit diesem äusserst komplexen Thema auszukennen. Aber eigentlich ist das für sich genommen ein hochinteressantes Forschungsgebiet. Es setzt eine gewisse Komplexität des Nervensystems und des Gehirns voraus, überhaupt zu solchen Krankheiten, die als "Durcheinander" im Gehirn eindeutig sichtbar wären, wenn es die passenden technischen Innovationen gäbe, nun ja, fähig zu sein. Ich weiss nicht, wie das bei Menschenaffen aussieht. Einfache Depressionen sollen bei diesen ja durchaus vorkommen.


    Ja, heilbar ist die manisch-depressive Krankheit an sich nicht, aber die Symptome können wohl z.T. oder ganz zurückgehen. Und eine genetische Veranlagung steht heute eindeutig ausser Frage, weit mehr bei der bipolaren Krankheit als bei Depressionen, wenn auch man die verantwortlichen Gene noch immer händeringend sucht und das ganze Problem mit jedem winzigen Fortschritt nur komplizierter zu werden scheint. Das kann man also getrost als völlig unverschuldetes, lebenslanges Schicksal bezeichnen. Ja, Thomas Melle habe ich mir auf jeden Fall gemerkt - nicht nur, aber auch, weil er dieses Thema behandelt, über das eindeutig zu wenig geschrieben wird.

    "Die Literatur hat ihren eigenen Wahrheitsgrund." Jan Drees

    2 Mal editiert, zuletzt von Sabrina () aus folgendem Grund: Veraltete Bezeichnung verwendet.

  • Meistens wird dieser Begriff in der Tat von Leuten benutzt, die ich Schreibschwärmer zu nennen pflege, Menschen also, die (oftmals mangels anderen messbaren Erfolgs ihres schreiberischen Wirkens) das Schreiben mystifizieren, indem sie geradezu enthusiastisch behaupten, schreiben sei eine Lust, die blanke Glückseligkeit, gar ihr Lebensinhalt.

    Du machst es schon wieder: Wer keinen "messbaren Erfolg schreiberischen Wirkens" vorlegen kann, der soll sich gefälligst unter seinem Stein verstecken, bis dieser messbare Erfolg eingetreten ist, und vorher sind er und seine Meinung zu Schreibthemen - vorsichtig gesagt - irrelevant. Mit Verlaub, lieber Didi, aber erstens ist Deine Behauptung, dass dieser Begriff "meistens" von (solchen) "Leuten" benutzt wird, eine Behauptung, zu der ich gerne Beweise hätte. Zweitens habe ich weiter oben einige namhafte Autoren genannt, deren Erfolge außer Zweifel stehen und zum Beispiel Deine sehr locker in den Schatten stellen dürften, die unter diesem Nachwuchsautoren-Wehwehchen gelitten - und es teilweise literarisch verarbeitet haben. Und drittens: Entspann Dich bitte und fang nicht gleich wieder so an. Auch Du warst mal ein Anfänger, ein Nachwuchsautor, ein hoffnungsvoller Aufstrebender, und wenn ich das richtig sehe, warst Du das sogar die meiste Zeit Deines Lebens. Also zeig doch bitte etwas Verständnis und vielleicht sogar Empathie für diejenigen, die Deine Altersweisheit und -erfolge noch nicht vorweisen können. Danke! ;)

  • Naja, ich muss gestehen, dass ich die Einstellung von Didi jetzt gar nicht so so negativ finde, denn ich habe mit derselben Meinung - ohne sie explizit zu formulieren - meine Frage hier im Forum gestellt.


    Didis Meinung über "Schreibblockade" ist genau das, was mir in vielen Autorenforen, egal ob Wortkrieger, Leselupe oder einschlägigen Facebookgruppen begegnete.


    Habe ich da die Gnade der späten Aufnahme ins Forum, oder höre ich bei dem einem und der anderen unbewältigte Vergangenheit heraus?

  • Eine Vergangenheit hat der Verein schon - schließlich ist der ja allmählich aus der Pubertät raus !;-)!!

    Unbewältigt... kommt drauf an, würde ich sagen :achsel

    "Eine Geschichte darf unwahrscheinlich sein, aber sie darf nie banal sein. Sie sollte dramatisch und menschlich sein. Das Drama ist ein Leben, aus dem man die langweiligen Momente herausgeschnitten hat." Alfred Hitchcock

  • Christian: Na ja, den Erfolg schreiberischen Wirkens kann man schon - und nicht nur irgendwie - messen. In Veröffentlichungszahlen, Verkaufszahlen, Literaturpreisen und sonstigen Ehrungen, Kanonisierungen, Berücksichtigung in Curricula, Pressebeiträgen, Medienauftritten usw. usf.

  • Habe ich da die Gnade der späten Aufnahme ins Forum, oder höre ich bei dem einem und der anderen unbewältigte Vergangenheit heraus?

    Auf den Punkt.


    Mein Freund Tom gefällt sich hin und wieder in der Rolle des Allwissenden, dem nichts Menschliches fremd ist. Macht ihn aber nicht unsympathisch.

    Er kann übrigens auch ausgesprochen hartleibig sein - und in der Formulierung messerscharf -, wenn es gilt, seine Position zu vertreten. Ist oft eine Frage der Tagesform.

    Wenn es ihm beliebt, etwas zu kritisieren, weil er das aus alter Gewohnheit, früheren Erfahrungen oder schlicht wegen seiner individuellen Interpretation für angezeigt erachtet, dann macht er das eben so - und gern auch mal im Duktus des Oberlehrers. ;)

    Darüber in Diskussionen einzutreten, bringt nur Ärger, den ich vermeiden möchte.

  • Tom

    Und wie bewertet man unveröffentlichte Texte? Oder verhältnismässig unbekannte (wegen fehlender Werbung bzw.)? Ich finde das etwas einseitig betrachtet. Auch gibt es den persönlichen Geschmack, der irgendwie übergangen wird.


    Es gibt Bestseller, da bin ich beim Vorwort eingeschlafen und dann widerrum ein eBook einer unbekannten Autorin, wo ich entsetzt war, dass eine fünfteilige Buch-Serie schon zu Ende war, weil mich die Handlung und der Schreibstil einfach begeistert hat.