Pseudonym trifft auf Autorenvita

  • ….... , oder es gar keine Hand war sondern ein Holzarm (einarmiger Bandit etc.),

    Wieder ein Beispiel, welchen Unsinn der Elbe vom Ostufer schreibt. Eins von hunderten. Der einarmige Bandit ist kein Holzarm sondern ein Spielautomat.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen & Legenden aus Franken

    ASIN/ISBN: 3955403602


    Mit Büchern können Sie meistens nicht viel verdienen. Aber ich komme in Kontakt mit anderen Menschen, und Buchveranstaltungen sind sehr viel besser als Rockfestivals.


    Billy Bragg (* 1957)

    Süddeutsche Zeitung Nr. 281 – 4. Dezember 2020, S. 26

  • Ich schon - im Februar in Berlin.

    Kein Hotelbetreiber darf von einem deutschen Staatsbürger die Vorlage eines Identitätsnachweises verlangen. Er muss sich darauf verlassen, dass die Angaben auf dem Meldeschein korrekt sind. Sämtliche weiteren Angaben und Dokumentenvorlagen sind freiwillig.

  • Ich frage mich grade , ob es nicht überhaupt Wesen des fiktionalen Textes ist, dass hier ein Autor (um sich selbst zu verbergen) etwas in eine erfundene Geschichte kleidet, das in Wahrheit er selbst ist.

    Diese Frage ist nicht neu, und die Antwort auf sie ist oft, aber längst nicht immer Ja, zumindest, was den letzten Teil der Frage anbetrifft. Die in Parenthesen unterstellte Motivation ist aber nur eine von sehr vielen. Es gibt auch die genau gegenteilige. Und viele andere.

  • Allgemein zum Thema Pseudonym und Anonymisierung: Offenbar geht da in Deutschland momentan noch mehr als anderswo. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man z.B. in China ein Buch anonym veröffentlichen kann und dabei ein Verlag involviert ist.


    Womöglich müssen wir uns von solchen Freiheiten bald verabschieden, denn die Tendenz geht in die gegenteilige Richtung. Hierzulande diskutiert man zum Beispiel gerade, ob man sich sogar bei Betreten eines Musikclubs authentifizieren muss. Ohne echte Kontrollen klappt das offenbar nicht. Da geben die Leute falsche Daten an. Strengere Regeln kann man aber momentan mit dem Argument Corona gut durchsetzen.


    Für Texte ist die Ansteckungsgefahr bzg. Covid-19 natürlich minimal. Aber da argumentiert man dann ja immer öfter mit der "Ansteckungsgefahr" von Falschinformationen.


    Anonymisierung, Adieu!

  • Kein Hotelbetreiber darf von einem deutschen Staatsbürger die Vorlage eines Identitätsnachweises verlangen. Er muss sich darauf verlassen, dass die Angaben auf dem Meldeschein korrekt sind. Sämtliche weiteren Angaben und Dokumentenvorlagen sind freiwillig.

    Woher will er wissen, daß er es mit einem deutschen Staatsbürger zu tun hat, wenn er keinen Ausweis sieht?

    Verlangen darf er es durchaus, schließlich kann er sich seine Gäste aussuchen und muß nicht jeden beherbergen. Außerdem wird jedes seriöse Hotel auch eine schwarze Liste führen von Zechprellern, oder Leuten, die das Inventar klauen oder aus sonstigen Gründen unerwünscht sind und Hausverbot haben.


    Es gibt in der BRD übrigens keine Pflicht, einen Ausweis stets mit sich zu führen, sondern lediglich eine, einen solchen zu besitzen. Nur den Führerschein muß man zwingend dabei haben, wenn man ein Motorfahrzeug führt. (Ich meinte, in der DDR wäre es Pflicht gewesen einen Ausweis immer vorzeigen zu können, aber das ist zum Glück lange vorbei.)

  • Es gibt in der BRD übrigens keine Pflicht, einen Ausweis stets mit sich zu führen, sondern lediglich eine, einen solchen zu besitzen. (Ich meinte, in der DDR wäre es Pflicht gewesen einen Ausweis immer vorzeigen zu können, aber das ist zum Glück lange vorbei.)

    § 32 Personalausweisgesetz, Abs. 1, Nr. 2: "Ordnungswidrig handelt wer (...) einen Ausweis nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt...


    Tja Katze da bist du im Irrtum, dass ist in Italien und einigen anderen EU-Ländern sogar noch schärfer und hat gar nix mit Hüben und Drüben zu tun. Im Übrigen würd ich mir nicht von Tom blöd kommen lassen, selbstverständlich darf ein Hotelbesitzer seine Gäste nach deren Identität befragen..., ob er es wirklich macht ist was anderes....

    Freiheit für Julian Assange (sagt mein realistisches Gewissen); Freiheit für alle Hochstapler (sagt mein sarkastisches Gewissen) und dann gibt es noch Gewissen' von denen ich oft gar nichts wissen will!

  • § 32 PAuswG (Ordnungswidrigkeiten) bezieht sich auf § 1 Abs 1, und darin geht es um Behörden: "Sie müssen ihn auf Verlangen einer zur Feststellung der Identität berechtigten Behörde vorlegen ..."


    Kein Hotelbesitzer darf von seinen Hotelgästen einen Identitätsnachweis verlangen. Es darf, wenn das Zimmer nicht vorab bezahlt wird, allerdings ein Bonitätsnachweis verlangt werden. Das ist nicht dasselbe.

  • Dann nehme ich an, dass die Polente keine solche Behörde ist?

    Doch, genau die ist eine solche. Sie kann Dich erforderlichenfalls - etwa, wenn Du Zeuge oder Beteiligter bei einer Straftat bist - auffordern, einen Identititätsnachweis beizubringen, den Du aber keineswegs jederzeit mit Dir führen musst. Du bekommst dann Gelegenheit, ihn innerhalb einer Frist vorzulegen. Wenn Du das nicht machst, greift § 32 PAuswG.

  • Okay, danke, wenn einer SM-Politesse mein Tirolerhut nicht gefällt, kann sie ihre Macht auch so anwenden, dass sie auf meinem sofortigen Nachweis besteht, soisses. Habe ich den PA oder sowas nicht dabei und sie zufälliger Weise auch nicht ihre Funke zur Nachprüfung meiner Angaben, kann sie mir sofort den Ordnungsgong erteilen.... Selbes wird mir wahrscheinlich seltener geschehen, wenn ich Armani trage.

    Freiheit für Julian Assange (sagt mein realistisches Gewissen); Freiheit für alle Hochstapler (sagt mein sarkastisches Gewissen) und dann gibt es noch Gewissen' von denen ich oft gar nichts wissen will!

  • Das ist von O bis e Unsinn.

    Würd' ich auch so sehen, es gibt wohlmöglich viele unsinnige Politessen und Schildbürger.


    Anwaltlesung


    Meldescheine für Beherbungen

    Freiheit für Julian Assange (sagt mein realistisches Gewissen); Freiheit für alle Hochstapler (sagt mein sarkastisches Gewissen) und dann gibt es noch Gewissen' von denen ich oft gar nichts wissen will!

    2 Mal editiert, zuletzt von Ostelbe Sieben ()

  • Wenn Zweifel an deiner Identität bestehen, kann die Polizei verlangen, daß du auf die Wache kommst und man dort nachprüft, oder sie begleitet dich nach Hause um dort deinen Ausweis zu holen. Wenn du dich allerdings weigerst, Angaben zu machen, kann man dich für 24 Stunden inhaftieren und dann ggf. einen Haftbefehl beantragen. Und natürlich eine Buße auferlegen.


    In der Realität wird keiner wegen einem 20€-Knöllchen ein Faß aufmachen und dich in Handschellen abführen.

  • In der Realität wird keiner wegen einem 20€-Knöllchen ein Faß aufmachen und dich in Handschellen abführen.

    Du hast Recht Katze.... Wenn das 20 € Mandat aber z.B. einen sofortigen KfZ-Abschleppauftrag zur Folge hat, kann sowas schon mal etwas andere Wertigkeiten bekommen..... Ich komm vom Thema ab und war eigentlich dabei auf Greenhorn's Frage, das Thema elektronischer PA als Ident-Methode für das Forum in den Vordergrund stellen zu wollen...

    Freiheit für Julian Assange (sagt mein realistisches Gewissen); Freiheit für alle Hochstapler (sagt mein sarkastisches Gewissen) und dann gibt es noch Gewissen' von denen ich oft gar nichts wissen will!

  • Du trägst Textauszüge aus dem Besprechungsforum ins öffentliche Forum, Du Spacken. Jetzt ist mal genug, ja?


    Edit: Diese Posting bezieht sich auf einen inzwischen nicht mehr sichtbaren Beitrag von „Ostelbe Sieben“ und nicht auf Birgit.

  • Ich würde gerne noch mal auf die Frage zurückkommen, ob man als Autor auch schon unter Pseudonym an einen Verlag herantreten darf. Wer mir dazu nämlich einfällt, ist die derzeit sehr aktuelle Elena Ferrante. Sie macht ja ein großes Geheimnis um ihre Identität. Weiß zufällig jemand, ob ihr Verlag ihren Klarnamen kennt? Wenn nicht, dann wäre das nämlich tatsächlich mal der Fall einer Autorin, die ihr Pseudonym komplett geschlossen hält. Andererseits ... auf irgendein Konto müssen ja ihre Honorare gehen ... aber gut, dafür dürfte es wohl sogar anonyme Konten geben.