TextArt - eine gruselige Wiederauferstehung

  • Ich hatte TextArt abonniert, bis die Zeitschrift vor ca. einem Jahr eingestellt wurde. Vor Kurzem bekam ich wieder ein Heft, herausgegeben von einer Berliner GmbH, dazu die Info, dass die nun TextArt weitermachen - und dass ich Bescheid sagen soll, wenn ich das Abo NICHT mehr will. Gern dürfte ich auch eine Einzugsermächtigung erteilen. Unten dann ein Feld, wo ich meine Bankverbindung hätte eintragen können. Unnötig zu sagen, dass das Probeheft nach meinem Eindruck eine zusammengeschusterte Katastrophe war.


    Ich habe nicht reagiert und bekam nun heute ein zweites Schreiben: "Vielen Dank das (sic!) Sie sich dafür entschieden haben, die Zeitschrift TextArt weiterzulesen und nicht abzubestellen. Ihre Mandatsreferenznummer für den Bankeinzug lautet: ..." Und dass ich ihnen bis zum 30.11. mitteilen soll, wenn ich keine weitere Lieferung oder Info wünsche. Unten dann wieder das Feld für die Bankverbindung.


    Über das Geschäftsgebaren muss man wohl kein Wort verlieren. Habt ihr auch solche Post bekommen?

  • Ich habe nichts bekommen, allerdings mein Abo schon vor längerer Zeit gekündigt. Da wird Oliver Buslau Titel und Konzept noch verkauft haben können. Das sei ihm gegönnt. Allerdings klingt die Ankündigung auf der Homepage schon merkwürdig. Insbesondere folgendes Zitat fiel mir auf:


    Zitat


    In unserem Magazin können Sie Ihre Fachbeiträge, Texte, Seminartermine und Wettbewerbshinweise ohne Kosten für Sie veröffentlichen.


    Oliver Buslau hat noch Honorare an die Autoren der Artikel gezahlt, keine hohen, aber immerhin! Die neuen TextArt-Macher wollen die Beiträge nun kostenlos haben. Wer dafür schreiben mag - viel Spaß.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Baden

    ASIN/ISBN: 3955403823


    Im Inneren eines Menschen existiert ein Kern, der von Fragen wie Staatsbürgerschaft oder sozialer Herkunft völlig unberührt ist. Dafür sollte sich die Kunst interessieren.
    Marina Davydova

    SZ Nr. 289, 15.12.2022, S. 11


  • Mir ging's ähnlich wie dir, Christiane, das zweite Schreiben hat mich sehr verwundert. Im ersten klang es nämlich so, als würde das Abo nur weitergeführt, wenn man den Abopreis bezahlt. Das haben sie sich wohl unterwegs anders überlegt, denn gestern kam auch bei mir eine Zahlungserinnerung an. Mail genügte aber, und heute bestätigten sie mir das Ende des Abos.
    Zusammengeschustert - das war auch mein Eindruck von diesem Probeheft. Allerdings angenehm werbefrei, was bestimmt auf Dauer nicht so sein wird.
    Ich wünsch' dem Heft alles Gute, aber abbestellen wollte ich es sowieso, mir kam die Einstellung des Erscheinens zuvor.

  • Auf mich wirkt das Ganze nicht koscher. Ich war mal auf der Homepage vom Verlag, da waren Magazine zu Themen zu finden, die nun überhaupt nicht zusammenpassten (Nordic Walking und Elektrotechnik). Das Heft ist derart grottig - da wurden einfach Texte von irgendwoher zusammengestopselt. Für mich klingt das nach einem högscht merkwürdigen Geschäftsmodell. Im Impressum nur ein Postfach. Kein namentlich genannter Verantwortlicher. Einfach frech...