Geheimnis "Kurzgeschichte"

  • Wer von euch schreibt sie? Dieses ominöse kurze Ding?


    Seit vielen Jahren versuch ich mich schon an diesen und nur selten schaff ich es, unter 30 Seiten zu bleiben. (jemand sagte mal in einem anderen Autorenforum, die deutsche Kurzgeschichte hat etwa 30 Normseiten)
    Komm ich nicht mit hin und pendle mich meist so bei 60 Seiten ein. (mal 10 mehr, mal 10 weniger)
    Obwohl ich die Handwerksanleitung hier liegen habe, wo zwar detailliert erklärt wird, ab welchem drittel welche Handlungsbogen geschlossen oder geöffnet werden sollte, ignoriere ich diesen, da es einfach nicht passt – trotz zu voriger aufstaffelung.


    Fürchterlich. :(
    Dabei sind Kurzgeschichten an sich ne tolle Sache. Ist schnell gemacht, schreibt sich nach Feierabend oder auch mal am WE und die Durchsicht für die eigene Kontrolle sollte auch nur ein - zwei Tag in Anspruch nehmen. Ich sitze immer 2 Monate an so einem mini-romänchen und ärgere mich, dass es nichts herauszukürzen gibt, weil irgendwie jenes noch gezeigt, dort erklärt und hier erwähnt sein sollte.


    Gibt's da irgendwie nen Trick?
    Ich hatte mal versucht ne Geschichte zu erzählen, in der ich garnix erkläre. Einfach die Protagonisten in einer Welt agieren lasse, die scheinbar sich selbst durch pure Existenz erklärt.
    Hat nicht geklappt …

  • Lieber Galax,


    ich schreibe sehr gern Kurzgeschichten und habe das Glück, auch immer mal wieder eine in einer Anthologie bei dtv zu veröffentlichen. Ich mag das Kurze (auch wenn ich gerade einen Roman fertiggestellt habe).
    Aber nur weil sie kurz sind, ist man nicht unbedingt schneller damit fertig. Im Gegenteil, da kann man viel dran feilen...
    Ich finde beim Kurzgeschichtenschreiben kann man was lernen. Es gibt keine langen Hinführungen und schon gar keine Erklärungen. Die Geschichte wirkt ganz und gar aus sich heraus.
    Geschehnisse, oft aus dem Alltagsleben, könnten banal sein, wäre da nicht diese Beta-Ebene auf der es um sehr viel mehr geht.


    Kurzgeschichten sind überhaupt nicht einfach zu schreiben. Ich kann mich erinnern, dass ich früher immer einfach losgeschrieben habe, ganz nach dem Motto: Mal sehen, wohin es führt.
    Inzwischen gehe ich ganz anders vor. Ich weiß immer sehr genau, wo meine Hauptfigur am Anfang steht und wo ich sie am Ende haben möchte, ich kenne ihre emotionalen Konflikte bei der Kurzgeschichte genauso wie bei einem längeren Buch. Dies ist mein Ausgangspunkt, der dann schon eine klare Richtung vorgibt.


    Was hilft beim Kurzgeschichten schreiben? Wie immer: üben und Kurzgeschichten lesen oder hören. Einige der Autoren hier haben bei Booksnacks veröffentlicht, das ist eine gute Plattform dafür.
    Eine von mir, mit dem Titel "abegefahren" wurde vom Bayrischen Rundfunkt produziert.
    Kann man sich hier anhören: http://www.diana-hillebrand.de/buecher/hoerfunk/#abgefahren :)


    Eine aktuelle ist in dieser Athologie: [buch]3423216557[/buch]


    Und zuguterletzt darf ich an dieser Stelle in aller Bescheidenheit darauf hinweisen, dass ich jedes Jahr einen Kurzgeschichten-Workshop leite:
    https://www.schreibundweise.de…ochenende/kurzgeschichte/
    Also gib nicht auf und fasse dich kurz!


    Lieber Gruß
    Diana

  • Die Kurzgeschichte auf 3o Normseiten festzuschreiben ist »typisch deutsch«. Vielleicht gibt es ja schon eine DIN <irgend-eine-nummer>, in der das alles exakt festgelegt ist.


    In meinem Beitrag »Die Aktualität der Kurzgeschichte" in


    [buch]3958130518[/buch]


    verkürze ich alle Theorie in der Definition: »Eine Kurzgeschichte ist kurz und eine Geschichte« (S.174).


    Es geht natürlich auch noch genauer, etwa in der Materialiensammlung »Theorie der Kurzgeschichte« aus der Reclam Reihe »Arbeitstexte für den Unterricht«


    [buch]3150150574[/buch]


    Es gibt ja Solche (überwiegend Germanisten), die gerne sagen: Zur Kurzgeschichte ist alles gesagt, da gibt es nichts Neues. Die haben dann das Buch von Leonie Marx nicht gelesen.


    [buch]3476132161[/buch]


    Die letzte - 3. - Auflage stammt auch schon aus dem Jahr 2005. Die allerneuesten Entwicklungen sind dort also nicht verzeichnet, aber man kann schön sehen, dass Kurzgeschichte nicht einfach mit einer Liste von Merkmalen versehen werden kann, die für alle Zeit gelten. Deshalb ziehe ich mich gerne und provokant auf meine weiter oben genannte Behauptung zurück.


    Kurz muss die Geschichte sein, damit sie Kurzgeschichte genannt werden kann. Das mag vielleicht bei 30 Seiten so gerade noch hinhauen, aber alles was drüber hinausgeht ist alles andere, nur keine Kurzgeschichte mehr.


    Solche Textmonster haben auch beim wichtigsten Preis für Kurzgeschichten keine Chance. Sie werden schlicht aussortiert.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Baden

    ASIN/ISBN: 3955403823


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos


  • Irgendwie hatte ich mir einen kleinen Gedankenaustausch erhofft, keine Linksammlung zu Ratgebern. :(
    (Ich bin strikter Gegner aller Arten von Ratgebern :P )

  • Lieber Galax,


    ich habe versucht, dir zu berichten, wie ich an Kurzgeschichten herangehe und einer meiner Tipps war es außerdem, Kurzgeschichten zu lesen. Und eigentlich steckt in diesem Absatz schon einiges drin.

    Ich finde beim Kurzgeschichtenschreiben kann man was lernen. Es gibt keine langen Hinführungen und schon gar keine Erklärungen. Die Geschichte wirkt ganz und gar aus sich heraus.
    Geschehnisse, oft aus dem Alltagsleben, könnten banal sein, wäre da nicht diese Beta-Ebene auf der es um sehr viel mehr geht.


    Kurzgeschichten sind überhaupt nicht einfach zu schreiben. Ich kann mich erinnern, dass ich früher immer einfach losgeschrieben habe, ganz nach dem Motto: Mal sehen, wohin es führt.
    Inzwischen gehe ich ganz anders vor. Ich weiß immer sehr genau, wo meine Hauptfigur am Anfang steht und wo ich sie am Ende haben möchte, ich kenne ihre emotionalen Konflikte bei der Kurzgeschichte genauso wie bei einem längeren Buch. Dies ist mein Ausgangspunkt, der dann schon eine klare Richtung vorgibt.

    Dass Horst-Dieter darüber hinaus einige Ratgeber postet, finde ich nicht schlimm. Im Gegenteil. Zwar ist das nicht jedermanns Sache, aber das konnte er ja nicht wissen. Ich persönlich habe schon aus dem einen oder anderen Ratgeber Hilfe bezogen. Es hat meinen Horizont erweitert, natürlich muss man dann immer selbst entscheiden, was man davon gebrauchen kann oder nicht.


    Lieber Gruß
    Diana

  • Hallo, Galax.


    Ich mag Ratgeber auch nicht. Andererseits enthalten sie meist nichts anderes als Gedanken- und Erfahrungsaustausch. ;)


    Aber ich mag Kurzgeschichten sehr gerne, obwohl es aus wirtschaftlicher Sicht effektiver ist, Romane zu schreiben, weil man an denen einfach mehr verdient. 8-)


    Ich könnte allerdings nicht sagen, wie oder warum ich meistens die Kurve kriege. Eine Kurzgeschichte beginnt schon in meinem Kopf ganz anders, und sie ist sehr viel handlungsfokussierter als meine längeren Texte, die personenfokussiert sind. Ich würde sagen, in Kurzgeschichten geht es eher um etwas als um jemanden, jedenfalls überwiegend (oder überwiegend in meinen Texten). Beim Schreiben habe ich mehr oder weniger ganz automatisch ein Gefühl dafür, wann die Wendung einzuleiten, wie die Pointe vorzubereiten ist usw. Eine gute Schule war dabei die Besprechungsecke der 42er, aber auch den Schreibwettbewerb des Bücherforums "Büchereule" habe ich eine Zeitlang intensiv frequentiert, weil es spannend war, Storys zu einem vorgegebenen Thema zu schreiben, die nie länger als 500 Wörter sein durften. Im Ergebnis war es kürzlich ein Leichtes für mich, einen 200-Wörter-Roman wie gefordert für die RBB-Fernsehsendung "Bücher und Moor" zu schreiben. Die meisten meiner Short Storys sind um die 12 bis 15 Normseiten lang, habe ich gerade ausgerechnet. Einige sind sehr viel länger, wenige sind deutlich kürzer - von denen für das genannte Bücherforum abgesehen.


    Ich mache das nach wie vor sehr gerne, aber zu selten. Das liegt aber daran, dass ich aktuell ohnehin zu wenig Zeit zum Schreiben habe.

  • Irgendwie hatte ich mir einen kleinen Gedankenaustausch erhofft, keine Linksammlung zu Ratgebern. :(
    (Ich bin strikter Gegner aller Arten von Ratgebern :P )


    Ich habe zwar keine "Rat-Geber" verlinkt, sondern Literatur ÜBER die Kurzgeschichte, aber auch konkrete Hinweise gegeben (Kurz + Geschichte sowie 30 Seitenvorgabe = fragwürdig).


    Wenn Du Gedankenaustausch möchtest, könntest Du das aufgreifen.

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  • Verehrter Herr Galax,


    klingt vielleicht ein bisschen irre, dennoch, setzt dich mal an einen Bilderbuchtext. Da hast du, je nach Verlag, acht bis zwölf Doppelseiten "Platz".
    Für den Protagonisten, das Problem, die Lösung. Und dann noch im Vokabular eines Dreijährigen.
    Ist eine gute Erfahrung. Wenn du das hin bekommst, kommen dir die 30 Seiten (sofern das angepeilt ist) unendlich vor.
    Ich frage mich immer wie die Menschen hundert, zweihundert usw. Seiten zu Stande bringen. Da hätte ich bei der Hälfte schon vergessen, was ich vorher geschrieben hätte ... insofern, alles eine Betrachtungssache.


    Grüße


    Joschik

    ... und ich verrenk mir mein Gehirn bloß um zu sagen was ich will,
    das ist nicht viel aber auf jeden Fall besser als Schweigen - Gisbert zu Knyphausen

    Einmal editiert, zuletzt von Joschik ()

  • Das sind die klassischen Vorgaben für eine Kurzgeschichte. Heute nennt man (leider) jede kürzere Erzählung schon Kurzgeschichte.
    Hauptmerkmale der Kurzgeschichte:


    Geringer Umfang
    Keine Einleitung (bzw. sehr kurze Einleitung) d.h. keine Exposition
    Überraschender Einstieg
    Offener Schluss oder eine Pointe
    Konfliktreiche Situation
    Ein oder zwei Hauptpersonen stehen im Mittelpunkt (es gibt jedoch auch Kurzgeschichten mit deutlich mehr Hauptpersonen)
    Man erfährt nicht besonders viel über die Hauptfiguren. Eine tiefgreifende Charakterzeichnung bleibt in der Regel aus.
    Ein entscheidender Einschnitt aus dem Leben der handelnden Person wird erzählt
    Chronologisches / lineares Erzählen und in der Regel nur ein Handlungsstrang ohne Rückblenden
    Wenig Handlung
    Metaphern und Leitmotive weisen den Leser auf wichtige Gesichtspunkte der Geschichte hin
    Der Höhepunkt/Wendepunkt ereignet sich am Ende der Geschichte.
    Themen sind Probleme der Zeit
    Alltagssituationen, keine Helden
    Ort und Zeit sehr komprimiert
    Sprache oft sachlich, nüchtern, knapp, bildhaft, realitätsnah, funktional


  • Der Doderer ist durch das Buch von Leonie Marx längst überholt. Es »war« mal ein Standardwerk.

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  • Die von Tom erwähnten 500-Wörter-Übungen sind ein besseres Training, als 30 Seiten

    Au contraire, definitiv richtig.
    Ich lehne mich aus dem Fenster und behaupte sogar, der Bilderbuchvorschlag ist noch knackiger. Habe spaßeshalber heute bei der Raupe Nimmersatt nachgezählt (ja ich nehme diese, welche, selbige bewusst - bei 30 Millionen verkauften Exemplaren kann man ja nicht mehr von Kleinigkeit reden :nick), bin auf entweder 235 oder 253 Wörter gekommen, verdammt ich hab es echt vergessen.
    Aber Herr Galax verzweifelt, laut obiger Aussage, an den 30 "angepeilten" Seiten. Er sollte seine Ziele ja selbst definieren dürfen. Ob das einer Definition oder einem Ratgeber entspricht, vollkommen egal.


    Vielleicht ist das sowieso alles Unfug, vielleicht ist die Kurzgeschichte nur kurzweilig .... egal wie lang sie ist.


    Beste Grüße


    Joschik

    ... und ich verrenk mir mein Gehirn bloß um zu sagen was ich will,
    das ist nicht viel aber auf jeden Fall besser als Schweigen - Gisbert zu Knyphausen


  • Vielleicht ist das sowieso alles Unfug, vielleicht ist die Kurzgeschichte nur kurzweilig .... egal wie lang sie ist.


    Joschik


    Auch ein interessanter Ansatz, aber leider weniger greifbar, denn was für den einen "kurzweilig" (also nicht langweilig ist), ödet eine andere an.

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    aus: Demokritos


  • Oh durchaus, denn eine Geschichte würde nur dann zur Kurzgeschichte wenn sie Kurzweile erzeugt.
    Wäre doch prima, weg vom Schubladendenken wo allein die äußere Form den Titel verleiht.
    Vielmehr müsste man sich den Titel "Kurzgeschichte" durch den Inhalt verdienen.


    In diesem Sinne


    Joschik

    ... und ich verrenk mir mein Gehirn bloß um zu sagen was ich will,
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  • Oh durchaus, denn eine Geschichte würde nur dann zur Kurzgeschichte wenn sie Kurzweile erzeugt.
    Wäre doch prima, weg vom Schubladendenken wo allein die äußere Form den Titel verleiht.
    Vielmehr müsste man sich den Titel "Kurzgeschichte" durch den Inhalt verdienen.


    In diesem Sinne


    Joschik


    Dann wären also Witz, Aphorismus, Anekdote, Kalendergeschichte, Short Story, Deutsche Kurzgeschichte, Novelle, Roman, Drama, Ballade etc. - sofern sie kurzweilig sind: alles Kurzgeschichten? ")" Ohne Schubladen wären eben auch alle Katzen grau.
    Eine Kurzgeschichte wäre vom Inhalt bestimmt, wenn man sagte, dass ihre zersplitterte Form (s.o.) der Tatsache Rechnung trägt, dass wir alle die Welt unterschiedlich und höchst individuell wahrnehmen (weil es keine überwölbenden Religionen und Weltanschauungen mehr gibt, auf die wir uns miteinander vollständig verständigen könnten).

  • Oh durchaus, denn eine Geschichte würde nur dann zur Kurzgeschichte wenn sie Kurzweile erzeugt.


    Geht an meiner Kritik vorbei, den Kurz- oder Langeweile ist auch Sache des jeweils Lesenden, kann also nicht ohne Weiteres an der Geschichte selbst festgemacht werden.

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  • Geht an meiner Kritik vorbei, den Kurz- oder Langeweile ist auch Sache des jeweils Lesenden, kann also nicht ohne Weiteres an der Geschichte selbst festgemacht werden.

    Ich habe das gar nicht als Kritik gesehen . Dennoch, das Geniale, dwr Öeswr selbst entscheidet über Kurz- oder Langweil.
    Was gibt es denn besseres?

    Dann wären also Witz, Aphorismus, Anekdote, Kalendergeschichte, Short Story, Deutsche Kurzgeschichte, Novelle, Roman, Drama, Ballade etc. - sofern sie kurzweilig sind

    Und .... Wo wäre dann das Problem? Wenn man abseits der Schubladen denkt? Im schlimmsten Fall trennen wir uns von all den Begrifflichkeiten und erzählen einfach .... Eine gute Geschichte?!

    ... und ich verrenk mir mein Gehirn bloß um zu sagen was ich will,
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  • Geht an meiner Kritik vorbei, den Kurz- oder Langeweile ist auch Sache des jeweils Lesenden, kann also nicht ohne Weiteres an der Geschichte selbst festgemacht werden.

    Ich habe das gar nicht als Kritik gesehen . Dennoch, das Geniale, der Leser selbst entscheidet über Kurz- oder Langweil.
    Was gibt es denn besseres?

    Dann wären also Witz, Aphorismus, Anekdote, Kalendergeschichte, Short Story, Deutsche Kurzgeschichte, Novelle, Roman, Drama, Ballade etc. - sofern sie kurzweilig sind

    Und .... Wo wäre dann das Problem? Wenn man abseits der Schubladen denkt? Im schlimmsten Fall trennen wir uns von all den Begrifflichkeiten und erzählen einfach .... Eine gute Geschichte?!

    ... und ich verrenk mir mein Gehirn bloß um zu sagen was ich will,
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  • Ich habe das gar nicht als Kritik gesehen . Dennoch, das Geniale, dwr Öeswr selbst entscheidet über Kurz- oder Langweil.
    [size=10]Was gibt es denn besseres?


    Geht schon wieder an meinem Einwand vorbei: Es gibt DEN Leser nicht. Jeder entscheidet anders. Die Kategorisierung, was KG ist und was nicht ist auf diese Weise nicht möglich. Aus Sicht des Lesers mag das in Ordnung sein, aus Sicht des Autors ist das eine Katastrophe. Der Forderung: Kurzweilig zu schreiben, kann er nicht nachkommen, weil ja eben jeder Leser das anders sieht.

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