Mein zweites Buch "Samenspender 9.713 und andere Erzählungen" ist erschienen - Achtung: bis 20.6. GRATIS!!!

  • Liebe Leute,


    Mein zweites Buch ist gestern bei Amazon als E-Book erschienen. Es trägt den Titel: Samenspender 9.713 und andere Erzählungen.

    Da drin sind meine „großen“ Erzählungen der letzten Jahre, also das aus meiner Sicht Beste, was ich seit 2007 geschrieben habe. Hier die Produktbeschreibung, vulgo Klappentext:



    Ich habe alle Texte – die meisten waren hier irgendwann BT – nochmals gründlich überarbeitet und teilweise stark umgeschrieben. Ich überarbeite gerne, und oft merke ich erst während der Überarbeitung, welche endgültige Form ein Text eigentlich hat bzw. haben soll.


    In diesen Erzählungen liegt i.G.u.G, alles, zu dem ich menschlich, künstlerisch und psychologisch bis jetzt in der Lage war. Hier habe ich Erinnerungen aus meiner Kindheit verarbeitet, hier habe ich Themen, die für mich groß und wichtig sind, bearbeitet und das, was ich dazu gerne sagen wollte, gesagt. Ich habe halb- und fast ganz vergessene Erinnerungen aus den untersten und staubigsten Schubladen meines Unterbewußtseins hervorgeholt und den Dreck und die toten Insekten darauf weggepustet. Ich habe mich an eine unglückliche Liebe in der High-School erinnert, an langweilige Salzburger Landgasthöfe mit Hirschgeweihen in den kitschigen Hallen (Friesacher in Anif, wer den kennt) und an saudumme Operninszenierungen zurückgedacht, ein Freund ist nochmals an Krebs gestorben, meine Mutter hat mir nochmals Saures gegeben, ich bin nochmals hilf- und kopflos durch Paris gerannt, ich habe mich an den armen und behinderten Gustl, der nun schon so lang tot ist, erinnert, habe blödsinnige Theorien aus dem germanistischen Seminar wiedergekäut und bin in Missouri vom Interstate abgefahren und habe das Scheißkaff nochmals besucht, wo einmal alles begann.


    Ich mag große, tragische Geschichten, manchmal sind sie auch nur tragikomisch, mitunter ganz schön lächerlich, immer aber voller Figuren, die leiden, die etwas wollen, es aber nicht kriegen, die sich und andere belügen, die strampeln, scharren, machen und tun und nirgendwohin kommen oder aber dahin, wo sie nicht hinwollten. Davon liefere ich hier nun ein gerüttelt Maß von. Nicht alle Geschichten sind perfekt, mit manchen bin ich trotz aller Umarbeitungen noch nicht vollkommen zufrieden und werde das vielleicht auch nie sein – aber lieber eine gute Geschichte heute als eine perfekte in drei Jahren.


    Ich wollte manchmal sehr menschlich sein, fast schon sentimental, wollte von wirklicher Zuneigung und echter Trauer berichten, manchmal mit einem tropfen Kitsch à la Casablanca, der aber m.M.n. nicht nur in jede Verdi-Oper, sondern in die Kunst ganz allgemein hineingehört.


    Im Mai 2004 habe ich in diesem Forum meine erste Geschichte präsentiert, und wenn ich daran zurückdenke und mit die heute durchlese, was ich nicht sehr oft tue, damit ich nicht andauernd über mich selber lachen muß, dann denke ich mir: I’ve come a long way. Vor zehn Jahren konnte ich – trotz Germanistik-Studium, obwohl ich tausende Bücher gelesen, zig Geschichten geschrieben, drei Romane angefangen und immerhin den Sol Stein bereits gründlich studiert hatte – in Wahrheit keinen Zentimeter schreiben. Die ganze Technik des Schreibens, alles, was man Handwerk nennt, war mir zwar vage bewußt, aber ich hatte es in Wahrheit überhaupt nicht verstanden und konnte es deshalb bei meinen Projekten nicht anwenden. Ich war wie einer, der ein sehr kompliziertes Gericht nachkochen will, ein Kochbuch von einem Sterne-Koch besitzt, auch schon alle Zutaten gekauft hat, alles in der Küche fein säuberlich aufgereiht, die Messer geschliffen und die Gewürze bereit gestellt hat – nur kochen kann er nicht.


    In den letzten 10 Jahren habe ich mir diese Kochpraxis nun angeeignet. Ich habe andauernd gekocht, ständig neue Rezepte ausprobiert, immer wieder mal was angebrannt oder gleich ganz versemmelt, selber oft bei guten Köchen gegessen und geschaut, wie die das machen, dabei was gelernt und nach und nach gemerkt: das schmeckt jetzt allmählich, was ich da koche, die Leute essen gerne bei mir, am Schluß ist immer alles weg.


    So kann man diesen Prozeß am besten beschreiben, und heute gibt es mir eine tiefe Befriedigung, daß das so gekommen ist.


    So, nun aber genug geschwätzt, hier ist das Buch:
    [buch]B00KY5RXWE[/buch]

  • Hallo nochmal,


    Ich gebe allen meinen Veröffentlichungen ein Literaturverzeichnis bei – auch bei Belletristik.


    Das hat einen Grund: ich lasse mich manchmal von Zeitungsartikeln inspirieren. So war der Ausgangspunkt für die Geschichte vom Samenspender ein Artikel aus Zeit Online. Ich habe sogar die Namen der Protagonisten - die im Zeit-Artikel aber ohnehin fiktiv waren - und Teile des Fragebogens übernommen.


    Alles andere jedoch habe ich selbst erfunden.


    Deshalb denke ich: es ist sinnvoll, wenn nicht sogar rechtlich erforderlich, seine Quellen offenzulegen. Ich tue das gerne, weil ich nichts zu verbergen habe. Meine eigene künstlerische Leistung ist jederzeit sichtbar, ja sie wird sogar noch viel deutlicher, wenn man von mir benutzte Zeitungsartikel mit meinen späteren Geschichten vergleicht.


    Mit der Quellenverwaltung in MS Word 2010 (Verweise --> Quellenverwaltung) geht das Aufnehmen und Abspeichern von Quellen schnell und komfortabel, und ein Literaturverzeichnis läßt sich damit dann per Knopfdruck erstellen.


    Hier ist mein Literaturverzeichnis für diesen Erzählband:


  • Hallo Leute,


    Nett wie ich – manchmal – bin, habe ich nur für EUCH einen Gratis-Deal bei Amazon eingerichtet! Bis Freitag dieser Woche, also bis zum 20.6., könnte Ihr euch mein neues Buch vollkommen gratis herunterladen!


    Und nein: es ist kein unverbindlicher Besuch einer Verkaufsausstellung damit verbunden, ihr müßt auch keine Kaffeefahrt mit mir in einem komfortablen Luxusbus unternehmen, und das Dreigänge-Menü in einer beliebten Ausflugsgaststätte mit Karl Moik entfällt ebenfalls.


    Ihr müßt bzw. dürft eigentlich nur mein Buch gratis herunterladen - und dann ist die Woche gelaufen. Denn dann könnt ihr sowieso nicht mehr mit dem Lesen aufhören. :winner


    [buch]B00KY5RXWE[/buch]

  • Danke,


    Das Buch bzw. der Download geht weg wie geschnitten Brot! Im Moment sind es pro Stunde ca. 20 Downloads.


    Andere würden darüber wahrscheinlich lachen, aber für mich ist das ganz gut.


    Wenn Ihr wollt und sich jemand dafür interessiert, dann kann ich hier noch erklären, wie man in wenigen Stunden ein Buch aus MS Word in ein E-Book umwandelt. Ich bin ja nicht so der Technik-Freak, aber mit dem Herstellen von E-Books kenne ich mich inzwischen ganz gut aus.


    Ich habe das ganze Buch selber gemacht – und bin mit Satz und Erscheinungsbild zufrieden.


    Also, wie gesagt: wenn ihr mehr darüber wissen wollt, wie ihr aus jedem Word-Dokument in einer Stunde ein E-Book machen wollte, dann schreit bitte mal laut: „Hier!“.

  • Herzlichen Glückwunsch, TWJ.


    Das sind wirklich ganz ausgezeichnete Geschichten, die (mindestens auf Augenhöhe mit Ralf Rothmann) eigentlich in eine Suhrkamp-oder Hanser-Anthologie gehören. Und ich will hier potentielle Leser, die die internen Besprechungstexte (BT) nicht kennen, nicht abschrecken: Die Texte gehen jeden etwas an und sie sind gut lesbar; bei den Protagonisten handelt es sich um Leute wie Du und ich, und genau das zeichnet sie - neben ihrer bisweilen erschreckend plausiblen psychologischen Ausarbeitung - in meinen Augen auch so aus!


    Viel Erfolg damit!


    Jochen.

  • Hallo Jochen,


    Danke für deine netten Worte und die subtilen Übertreibungen! Ich werde in diesem Leben weder zu Hanser noch zu Suhrkamp jemals mehr kommen – und ich habe mich damit abgefunden.


    Kein Verlag wollte mich haben, kein Verlag wollte eine Geschichte, in der die berühmte schwarze Prostituierte mit allen Anzeichen größten Vergnügens zu Tode gepeitscht wird – und jetzt mach ich aus dieser Not eine Tugend. Denen werde ich es noch zeigen. Ich brauche keinen Verlag mehr! Ich brauche keinen Lektor und keinen Korrektor und schon gar niemand, der mir sagt, was ich wann wie schreiben sollte. Ich weiß schon länger selber, wie das geht.


    Wenn ich doch nochmal Bücher, die man anfassen kann, und einen Verlag drum rum brauche, dann gründe ich meinen eigenen Verlag.


    Mit einem Lektor im Hintergrund könnte ich ohnehin nie so schreiben, wie ich schreiben will. Und das mit der schwarzen Nutte, das war ja nur ein kleines Präludium. Ich habe noch ganz andere Stoffe im Kopf! Und irgend jemand muß diese Sachen ja schreiben. Und weißt du was: je politkorrekter es in der Welt da draußen zugeht, desto stärker sehnen sich die Leute im Herzen nach einem Antidot, wollen sie - zumindest heimlich - etwas lesen, das dem ach so menschlichen Zeitgeist zuwiderläuft.


    Ich habe inzwischen einen Band mit Erzählungen von Ralf Rothmann gelesen. Mir gefallen die Geschichten nicht wirklich. Mir ist das zu gesucht, dieses ewige Arbeiter-Milieu, überhaupt, daß er immer in Milieus denken und seine Figuren wie mit Pattex vor diese Märklin-Hintergründe kleben muß.


    Das sind so Dioramen und Terrarien mit Menschen drin, die dann immer ein paar kleine Sachen machen, aber nie was richtig Großes, weder im Guten noch im Schlechten.
    [buch]3518459910[/buch]


    Ich freue mich trotzdem über dein „Endorsement“, weil du ja die Entstehung dieser Geschichten zeitnah mitbekommen hast. Für mich war es in den letzten Monaten wichtig, meine Geschichten zu sammeln, sie alle nochmals zu überarbeiten und einen halbwegs überzeugenden Erzählband zustand zu bringen.


    Ich glaube, das ist mir so einigermaßen gelungen. Ich bin auch froh, daß ich dieses Trumm von einem Buch nun endlich von meinen Schultern gewälzt habe, weil ich längst am nächsten Buch arbeite und damit auch noch im Juli fertig werden will.


  • (...) Ich bin auch froh, daß ich dieses Trumm von einem Buch nun endlich von meinen Schultern gewälzt habe, weil ich längst am nächsten Buch arbeite und damit auch noch im Juli fertig werden will.


    Glückwunsch und good luck!

  • Danke für die guten Wünsche!


    Ich bin … ja, fast schon sprachlos!


    Mein Buch ist die Nr. 3 im Kindle-Shop bei Kurzgeschichten und Anthologien. Nur heute wurden 452 Exemplare heruntergeladen. Bei den Bestsellern unter den Gratis-Büchern im Kindle-Shop liege ich auf Platz 25.


    Ja, ich weiß – das ist jetzt, weil das Buch gratis ist. Aber auch bei den Gratisbüchern kommt man nicht einfach so ganz nach vorne.


    Und dabei hat mir noch vor zwei Wochen ein Lektor, den ich über drei Ecken kenne und dem ich die beiden ersten Geschichten als PDFs geschickt hatte, gesagt, daß er nach Seite drei aufgehört hätte zu lesen, da alles ein totaler Mist sei. Solche Absagen habe ich in den letzten acht Jahren so oft erhalten, daß ich mich schon daran gewöhnt habe. Inzwischen ist mir das fast – denn ganz kalt läßt einen sowas nie – egal.

  • Ja, ich hatte am Anfang als Such-Tag "BDSM" eingeben - natürlich nur aus Versehen.


    :D


    Sehr schön, dein Beitrag zum Thema »Angewandtes Marketing«.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Baden

    ASIN/ISBN: 3955403823


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos


  • Ganz herzlich die besten Wünsche für das Ebook auch von mir, TWJ! :prost


    Ich finde deine Handlungsweise nur konsequent nach dem, was du über deine Erfahrung mit Lektoren und Verlagen so erzählst. Leider entgeht mir das Vergnügen der Lektüre, da ich keinen Ebook-Reader besitze und auch nicht gedenke, mir einen Kindle - oder wie die alle heißen - anzuschaffen.

  • Du kannst das Buch auch auf dem PC lesen. Einfach die Gratissoftware runterladen, Buch anfordern und los gehts.

    Danke, Manuela. Aber bei mir sehe ich nur einen "Kindle Cloud Reader", den man anklicken kann. Ist es das?

  • Du kannst das Buch auch auf dem PC lesen. Einfach die Gratissoftware <Kindle for PC> runterladen, Buch anfordern und los gehts.


    Jawohl!


    Das ist ein guter Tip! Manuela kennt sich halt aus!


    Es hat mehrere Vorteile, sich die Kindle-Software – gratis – auf den PC herunterzuladen. Nach dem Download verbindet sich die Kindle-Software sofort mit dem Internet bzw. Amazon (und der NSA) und alle Bücher, die man auf dem Kindle hat, hat man nun sofort auch auf dem PC. Und ein praktisches Menü hat das Ding auch noch.


    Zweitens nutze z.B. ich diese Kindle-Software, um ein E-Book, das ich aus MS Word mit Calibre erzeugt habe, mir sofort anzuschauen. Ich feile ziemlich lange mit Word und Calibre rum, bis mir mein E-Book gefällt. Man kann dann übrigens Calibre so einstellen, daß man mit drei Klicks von MS Word bis zum Kindle auf dem PC kommt. Und genau dafür ist der Kindle am PC praktisch.