Warum ist Courier New eine Standardschrift für Manuskripte?

  • Scrivener macht von sich aus (voreingestellt) Courier New und ich hab die Option noch nicht gefunden, wo man das umstellen kann. Die Argumente dafür (Übersichtlichkeit) sind nicht von der Hand zu weisen, aber ich habe auf der Schreibmaschine früher lieber Pica benutzt. Die hat auch Serifen, ist aber etwas eleganter, finde ich :) (Als ob ich geahnt hätte, dass ich nach meiner Ausbildung über zwanzig Jahre mit einer Bibliothekssoftware selben Namens arbeiten würde ...)

  • Wir können ja mal eine Courier-Party machen. Zur Feier des Tages bring ich dann meine Princess norma mit :D


    … und ich meine Vorkriegs Wanderer Continental

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    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Baden

    ASIN/ISBN: 3955403823


    Im Inneren eines Menschen existiert ein Kern, der von Fragen wie Staatsbürgerschaft oder sozialer Herkunft völlig unberührt ist. Dafür sollte sich die Kunst interessieren.
    Marina Davydova

    SZ Nr. 289, 15.12.2022, S. 11


  • Das finde ich spannend! Ich finde die Schrift eher unruhig und unangenehm zu lesen. Aber ich kriege gerade Lust, mich noch mal darauf einzulassen, testweise :)

  • Das finde ich spannend! Ich finde die Schrift eher unruhig und unangenehm zu lesen. Aber ich kriege gerade Lust, mich noch mal darauf einzulassen, testweise :)


    Courier ist keine Leseschrift wie eine Buchschrift, die angenehm ist und das Lesen erleichtert. So soll es bei Manuskripten ja auch nicht sein. Dafür ist diese sperrige Schrift gut geeignet, um den Text kritisch und analytisch zu betrachten. Sie lenkt beim Schreiben nicht durch Schnickschnack ab und zeigt penetrant Fehler. Buchschriften verstecken die eher, weil man die einzelnen Buchstaben gar nicht mehr so im Blick hat.


    Sach ich gez ma so :)

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    Im Inneren eines Menschen existiert ein Kern, der von Fragen wie Staatsbürgerschaft oder sozialer Herkunft völlig unberührt ist. Dafür sollte sich die Kunst interessieren.
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  • Jo, so isses wohl. Und wenn man dann bedenkt, dass der Lesende quasi nur den Anfang und das Ende eines Wortes "liest", dann ist klar, dass man die Fehler nicht nur, aber vor allem in der Mitte besser sieht, wenn das Wort auseinandergezogen "dasteht" und nicht in überschaubaren Minihäppchen dargeboten wird, was das Lesen angenehmer und entspannter macht.

  • Früher musste ich Texte in Winschrift in Times New Roman abtippen. Ähm, ganz früher, als Teenager. Anders ging es nicht. Heute habe ich mich an Courier gewöhnt. Es sieht einfach nach Literatur aus!

  • Ich nehme gerne die Arial. Ist glaub ich eine von Microsoft erfundene Kunstschrift. Aber ich finde sie klar. Apropos Schreibmaschine: Meine ersten Artikel entstanden auf einer Gabriele 10.


    Nein, Arial wurde nicht von Microsoft erfunden (ich wusste gar nicht, das Microsoft etwas erfinden kann) sondern von den Schriftgestaltern Robin Nicholas und Patricia Saunders für die Satzmaschine Monotype. Das war 1982, da gab es noch kein DTP. Das kam erst ein paar Jahre später über Adobe und Quark auf. Arial ist eine Groteskschrift, also eine Schrift ohne Serifen.

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  • Danke, Susanne :dhoch


    Das Fenster oben rechts in den Editor-Optionen hatte ich für ein Beispiel gehalten, wie der Editor mit den getroffenen Einstellungen aussieht. Bin gar nicht auf die Idee gekommen, auf die Symbole einfach mal draufzuklicken - wo ich doch sonst überall draufklicke ...