Überfällige Vorstellung...

  • Was mir gerade einfällt: In Bastian Sicks Erstling


    [buch]3462034480[/buch]


    Heißt ein Kapitel: »Das Elend mit dem Binde-Strich«


    .............o, lieber Horst-Dieter: Was mir gerade auffällt... Du lebst ja auch mit Bindestrich ;-) (Wir werden dieses unterschätzte Satzzeichen hier noch richtig hochleben lassen, ich wette drauf!) :-)

    Zitat

    [i]"Die Erfahrung hat keinerlei ethischen Wert. Sie ist nur ein Name, den die Menschen ihren Irrtümern verleihen." Oscar Wilde


    "Mordzeitlose" Gmeiner 03/2018
    "Kältetod" Gmeiner 07/2015
    "Die Einsamkeit des Chamäleons" Gmeiner 02/2014
    "Zweisiedler" BoD 07/2012


    short crime in den Anthologien des Verlags Edition Krimi, Leipzig


  • .............o, lieber Horst-Dieter: Was mir gerade auffällt... Du lebst ja auch mit Bindestrich ;-) (Wir werden dieses unterschätzte Satzzeichen hier noch richtig hochleben lassen, ich wette drauf!) :-)


    Und bei mir ist der Bindestrich sogar Protest. Aber das ist eine andere und eine längere Geschichte, die hier in deinen Vorstellungsfred nicht passt.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Baden

    ASIN/ISBN: 3955403823


    Im Inneren eines Menschen existiert ein Kern, der von Fragen wie Staatsbürgerschaft oder sozialer Herkunft völlig unberührt ist. Dafür sollte sich die Kunst interessieren.
    Marina Davydova

    SZ Nr. 289, 15.12.2022, S. 11


  • Liebe Patricia,


    vielen Dank für die lebendige und frische Vorstellung!


    Schön, dass Du zu uns gefunden hast. Ich wünsche Dir viel Spaß hier im besten Forum!


    Herzliche Grüße aus München :blume


    DianaH

  • Nachdem Kultau-Toren, Nobel-Preis-Träger und Schreib-Gesellen sich hier zu Wort meldeten, muß doch auch der Foren-Troll (oder so ähnlich - HD, Du weißt das bestimmt noch besser als ich... ist schonn a bissl her...) mal wieder kein Blatt mehr vor den Mund nehmen. Bienvenido! Ich bin nähmlich dähmlicherweise über einen Satz von Dir gestolpert:


    "Auch in einem Arbeitertheater. Aber ehrlich gesagt, in beiden waren keine ArbeiterInnen, bei Dir...?[/quote]...nein, liebe Dorit, auch bei mir weit und breit keine Arbeiter in Sicht damals, nur ein paar post-pubertäre Schüler dun Studenten und ein verdienter Genosse ("Bei mir dürft ihr alles schreiben!") am Kopfende des Tisches..."


    - und habe damals bei den "Schreibenden Arbeitern" oder in meinem "Arbeiter-KabAdrett" komischerweise auch keinen Arbeiter gesehen. Und meiner einer war seinerzeit auch kein Arbeiter - sondern nur HILFS -Arbeiter - was lediglich hieß, daß ich für die gleiche Arbeit zwei Lohngruppen weniger hatte. Dafür mußten sich aber auch die Facharbeiter mit den gleichen unbenutzbaren - weil bis über den Rand vollgeschissenen- Toilettenbecken und den von den Alkoholikern regelmäßig vollgekotzten Duschen herumplagen. Die fanden alle ihre Umgebung nicht lyrisch genug, um zum "Zirkel Schreibender Arbeiter" zu gehen - mir hatte man als Ex-Abiturienten die Ehrenaufgaben des Wandzeitungsredakteurs und Brigadetagebuchschreibers übertragen - zu meiner Wandzeitung pilgerte mindestens der halbe Betrieb, bis sie entfernt wurde, und in das Brigadetagebuch wurde beschlagnahmt. Mein Brigade-Tier (ein ehemaliger Hochseefischer) kam auf die glorreiche Idee meiner "Fortbildung" bei den "Arbeiterschriftstellern". Mein erster Schreibauftrag dort war auch mein letzter, weil ich die "Segnungen des Sozialismus" für die Arbeiter nicht finden konnte - es war wie schon immer lediglich: "Bonze im Speck - und Volk im Dreck". Diese Lyrik war und ist nicht sonderlich erwünscht - obwohl sich Speck und Dreck doch hervorragend reimen. Aber die da oben wollen mit denen da unten nicht wirklich etwas zu tun haben - die Unterschichtluft ist ihnen zu unbekömmlich. Ich könnte jederzeit so schockierend und häßlich schreiben, daß sich die Verleger darum reißen würden, aber ich will mich mit diesem erbärmlichen Literaturbetrieb und seinen noch erbärmlicheren Protagonisten in keinster Weise gemein machen. Gesellschaftlich relevant und notwendig wären "Ghostwriter" mit Namen und Einfluß für die Millionen Armen, um denen Klagen und Petitionen zu schreiben und für sie aufzutreten - zu versuchen, die Realität zu skizzieren, statt neue Luftschlösser zum Konsum für die Wohlhabenderen zu kreieren. Ich gehöre nicht zu denen mit Namen und Einfluß, weil sich zunächst die Stasi und in der letzten Zeit ich selbst der Verhinderung meiner Bücher widmeten. Da ich jahrelang nicht weit von der Oranienburger Straße gewohnt habe, kenne ich auch etliche Leute aus dem Drogensumpf Görlitzer Straße oder auch vom Cottbusser Tor. Im Moment lebe ich in Dresden, weil es meine Frau leid war, mit zu reichlich Chaoten unterwegs sein zu müssen und auch keine flüchtlingssicheren Parkplätze mehr zu finden waren - außerdem ist jeder von uns hier um 17.429,24 +x Euro "reicher". Aber auch hier grassiert Armut und Obdachlosigkeit - bei gleichzeitig steigenden Vermögen in der Oberschicht. Diese versteht sich sehr gut auf das "Kreative Schreiben" mittels "spitzem Bleistift". Wozu sollte ich auch noch zu deren Belustigung als "literarischer Clown" zusätzlich fungieren? Eine mir bekannte Berliner Diakonin hat ihren krisenfesten Job bei der evangelischen Kirche gekündigt, weil sie nicht mehr nur als "Programm für die gehobene Mittelschicht" arbeiten wollte - in meinen Augen konsequent.


    MfG Walter Hilton



    ICH MACHE HIER KEINERLEI WERBUNG UND LASSE MICH AUCH NICHT AB- ODER BEWERBEN

  • Bevor das Jahr abhaut, schicke ich aus Waldhessen ein herzliches Willkommen und winke nach Berlin, wo heute sicher DIE Party abgeht :)


    :silvester


    Guten Rutsch!!
    (Ich mag das Feuerwerk grad arg ;) )