Du willst erfolgreich selbst verlegen? Dann schreibe über Sex mit Dinosauriern!

  • So ist das, wenn Autoren versuchen, die ultimative Verkäuflichkeitsformel zu finden.


    Dabei klingt der Titel "Ravaged by the Raptor" an sich gar nicht schlecht: Wenn man den Sinn der Worte ausblendet ...


  • Dabei klingt der Titel "Ravaged by the Raptor" an sich gar nicht schlecht: Wenn man den Sinn der Worte ausblendet ...


    :rofl
    Gab es da nicht mal so einen Titelgenerator? Der spuckte auch so schöne Wortkombinationen aus, über die man nicht näher nachdenken sollte.


    Dieser Artikel ist für mich ein weiterer Bestätigungsgrund es mit der Schreiberei lieber zu lassen, wenn es mit Verlagen nicht klappen sollte, als es mit dieser Form der Eigenveröffentlichung zu versuchen.

  • Dieser Artikel ist für mich ein weiterer Bestätigungsgrund es mit der Schreiberei lieber zu lassen, wenn es mit Verlagen nicht klappen sollte, als es mit dieser Form der Eigenveröffentlichung zu versuchen.

    Ein Verlag kann aus deinem Raptoren-Vergewaltigungsepos auch keine Literatur zaubern. Und nur weil du keinen Verlag hast, schreibst du plötzlich so einen Schund? Interessante Theorie.

  • Ich hoffe mal, es ist kein Schund, der mir so aus der Feder springt. ")"
    Und Raptoren-Sex ist echt nicht meins.
    Allerdings hilft solche "Literatur" dem guten Ruf der Eigenveröffentlichungen nicht unbedingt weiter und wer will schon solche Nachbarn.

  • Und wir haben immer über "Das Liebesleben der Maikäfer und dessen Auswirkung auf den Klimawandel" gewitzelt. Nach Lektüre o.g. Artikels finde ich, dieser Erotik-Ökothriller gehört geschrieben!


    Zumal in den Kinos gerade "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen" in die zweite Runde geht.
    So viel zum Thema vielsagende Titel ;)

  • Ich hoffe mal, es ist kein Schund, der mir so aus der Feder springt.
    Und Raptoren-Sex ist echt nicht meins.
    Allerdings hilft solche "Literatur" dem guten Ruf der Eigenveröffentlichungen nicht unbedingt weiter und wer will schon solche Nachbarn.

    Dann hast du dich im Buchhandel aber auch schon lange nicht mehr umgesehen und ich schlage vor, du veröffentlichst auf dem Mars. ^^

  • <Fortsetzung demnächst in diesem Theater und als E-Book>


    Lieber Horst-Dieter,
    ... selbst, wenn du dir Mühe gibst, du schaffst es nicht Schund zu produzieren ")"


    Über die Qualität von Dinosauriersexliteratur brauchen wir wohl nicht zu streiten, mich hat eigentlich mehr der Mechanismus fasziniert, über den dieser Kram aufgekommen ist.
    Letztlich handelt es sich hier doch um eine Art Auftragsliteratur: mehr oder minder zufällig stellt jemand fest, dass es ausreichend Interessenten für diesen Lesestoff gibt. Und fängt an nachzulegen. Andere springen auf den Zug auf und wollen mitverdienen. So funktioniert das doch immer wieder, nur dass hier die Thematik recht bizarr und daher wohl nur für den Selbstverlag geeignet ist.


    Im Prinzip rührt das doch an eine der elementarsten Fragen der Schreiberei: für wen schreibt man?
    Schreibt man für sich?
    Schreibt man für den Verlag/den Leser?


    Normalerweise wird die Antwort auf diese Frage immer eine Mischung aus beidem sein (oder die Interessen des Autors decken sich mit denen des Verlags/der Leser), wahrscheinlich mal mehr in die eine oder andere Richtung verschoben. Und für jeden Autor auch nur individuell beantwortbar.

  • Hallo Achim,


    das ist eine interessante Frage, die ich mir auch gerade stelle. Aus aktuellem Anlass, nachdem ein Verlag mein MS zwar abgelehnt hat, mir gleichzeitig aber ihre Richtlinien mitgeschickt hat, mit dem Satz vielleicht würde es mir ja Spass machen etwas derartiges für sie zu schreiben.
    Ich habe mich entschlossen, jetzt ein solches Projekt zu schreiben und zu schauen, ob ich damit Erfolg habe. Es ist zwar nicht mein Lieblingsgenre, aber nah genug dran, dass es tatsächlich auch Spass machen wird.
    Und ich denke inzwischen schon, dass wenn man ernsthaft Geld mit dem Schreiben verdienen will und in einem seriösen Verlag unterkommen will, schon stärker für den Markt schreiben muss, als wenn man sein Herzblutprojekt schreibt. Zumindest als Neuling.


    Nun stelle ich schon fest, dass manche Hobbyschreiber das nicht verstehen können. Aber ist das nicht gerade auch das, was Schreiben als Handwerk ausmacht?
    Auf der anderen Seite denke ich, dass man mit Verlagsveröffentlichungen schwieriger Projekte auch als SPler besser platzieren, bzw. verkaufen kann. Also gewinnt man mit einer etwas offeneren Einstellung doch vermutlich auch am meisten!?


    Es besteht natürlich bei mir auch die Möglichkeit, dass ich mit dem neuen Projekt auf die Klappe fliege, aber nur Erfahrung macht bekanntlich klug^^


    Aber ja, letztlich ist das wohl nur individuell zu beantworten und es zeigt wieder einmal, dass Mut zum innovativen, sogar bizarren sich auszahlen kann. Die Lehre ziehe ich zumindest aus derartigen Artikeln.

  • Es ist ja nun mal nichts Neues, dass es keine Grenzen des (schlechten) Geschmacks gibt. Weder bei Produzierenden noch bei Konsumierenden. Alles andere ist Zensur. Zudem gibt es eben bei jenen, die mit mehr oder weniger eigenen Ideen, Mühe und Zeit an etwas gearbeitet haben, das Bedürfnis nach Bestätigung. Natürlich am liebsten in Form von Geld. Ich schließe mich da selbst nicht aus, denke aber mit Schrecken an den baldigen Weihnachtsmarkt, der hier vor meiner Haustür stattfindet und auf dem wieder diverse Grundschüler nach zweijährigem Blockflötenunterricht meinen, zeigen zu müssen was sie können.


    Herzlicher Gruß Barbara

  • Hallo Peter,


    Ich trau mich kaum, es hier laut zu sagen, aber es ist Romantasy. Ganz nahe an den amerikanischen Vorgaben sind die Richtlinien. Also 3. Person, erlebte Rede, Perspektive von Held und Heldin, ... Ich bevorzuge zwar Urbanfantasy ohne Romanze, aber wenn ich dadurch in einen Verlag hineinkomme, dann schreibe ich eben mit Romanze. Oder versuche es zumindest. ;)


    lg
    Robyn

  • Im Prinzip rührt das doch an eine der elementarsten Fragen der Schreiberei: für wen schreibt man?
    Schreibt man für sich?
    Schreibt man für den Verlag/den Leser?

    Ich glaube nur für den Verlag, bis man so berühmt ist, dass die Verlage einen abwerben wie eine dollen Wuhsballäa (also nie (ich jedenfalls, denke ich heute)).
    Und das finde ich insofern sehr fragwürdig, weil ich glaube, dass man dann am authentischsten, und damit am besten ist, wenn man das schreibt, was einem auf dem Herzen liegt. In einem anderen Forum meinte Andreas Eschbach neulich, er schriebe das, was er selbst am liebsten lesen würde. Ob er das nur sagt, weil er es sich vielleicht mittlerweile leisten kann? Oder ob er es sich leisten kann, weil er schon immer so dachte?


    Mit diesem den Verlagsvorstellungen Hinterherhecheln würde mir der Spaß vergehen. Ich bezweifle, dass man unbedingt Verlags-Auftragsschreiber sein muss, um weiterzukommen. Ist doch irgendwo auch ein Selbstfindungsprozess. Also ich meine, wo unterscheide ich mich dann von einem Buchhalter?

    Nun stelle ich schon fest, dass manche Hobbyschreiber das nicht verstehen können. Aber ist das nicht gerade auch das, was Schreiben als Handwerk ausmacht?

    Das hört sich für mich als rational begründetes Einknicken gegenüber meinen inneren Lebenszielen ein. Verraten und verkauft. Wenn es um Journalismus geht, klar. Aber bei Belletristik? Nee!


    Aber ja, letztlich ist das wohl nur individuell zu beantworten und es zeigt wieder einmal, dass Mut zum innovativen, sogar bizarren sich auszahlen kann. Die Lehre ziehe ich zumindest aus derartigen Artikeln.

    Es geht dabei gar nicht ums Bizarre, sondern letzlich darum, ob man sich traut, das Tabu ›es ist mir Wurscht, was die andern sagen‹ in Angriff zu nehmen. Womit wir wieder ein paar Zeilen höher wären. Ich bin sicher, dass es genug Menschen gibt, die genau das interessiert, was mir am Herzen liegt. Und die stöhnen, dass nicht endlich mal was Neues daherkommt. Na wie denn, wenn wir alle mainstreampaddeln? Also warum nicht Wege suchen, das Herz lauter bzw. überhaupt sprechen zu lassen? Ich bin überzeugt davon, dass das am besten ankommt (wenn es handwerklich passt), hinter dem man mit Begeisterung stehen kann.


    Ich möchte dich, Robyn, nicht von deinem Vorsatz abbringen. Aber kann es nicht sein, dass zwar nun dieser Verlag abgesagt hat, aber dafür drei später einer zusagen wird?


    Generell frage ich mich ja sowieso, ob es nicht für den Markt ein globales Umdenken braucht ...

    Versuchen Sie nicht, mir zu helfen. Viel zu viele Menschen haben mich schon als ihr Hobby verwendet.
    Jojo Moyes in ›Eine Handvoll Worte‹

  • Hallo Peter,


    Ich trau mich kaum, es hier laut zu sagen, aber es ist Romantasy. Ganz nahe an den amerikanischen Vorgaben sind die Richtlinien. Also 3. Person, erlebte Rede, Perspektive von Held und Heldin, ... Ich bevorzuge zwar Urbanfantasy ohne Romanze, aber wenn ich dadurch in einen Verlag hineinkomme, dann schreibe ich eben mit Romanze. Oder versuche es zumindest. ;)


    lg
    Robyn


    Oder anders gesagt: Wenn Prostitution dazu gehört, um Erfolg zu haben, dann mache ich eben ein bisschen Prostitution.


    Tatsächlich erweist sich so etwas meistens als Irrtum. Einfach mal umschauen, wieviele Schriftstellerinnen und Schriftsteller auf diese Weise zum Erfolg gekommen sind.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Baden

    ASIN/ISBN: 3955403823


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos


  • Liebe Robyn,
    Ich glaube, die Vorstellung, bei einem tollen Verlag ein erfolgreiches Buch verlegt zu bekommen, trägt nicht über das Schreiben, das endlos lange am Schreibtisch Sitzen, das Formulieren und Denken über so viele Seiten. Was trägt, ist, dass man in sich drin eine Geschichte hat, die erzählt werden will, aus was für Gründen auch immer. Bei mir ist das so, ich will das nicht unbedingt verallgemeinern.
    Ich glaube deshalb, dass es sehr schwer ist, eine Romanze einzubauen, wenn sie nicht schon da ist und in der linken Herzkammer oder im rechten Frontallappen oder so an die Wände klopft und ruft: lass mich endlich raus, da gibt es zwei, die sich noch nicht begegnet sind, und die müssen ihr Glück finden.

  • Also, die Antworten finde ich jetzt durchaus interessant. Weder habe ich irgendwo geschrieben, dass ich das andere Projekt deswegen nicht weiter verschicken will, noch geht es um ein Genre, dass mir komplett fremd wäre oder das ich in keinster Weise lesen würde.


    Wieso wird eigentlich beim Schreiben so oft eine Arbeit nach einer Vorlage oder bestimmten Wünschen mit Prostitution oder dem Verraten von Zielen und Idealen verglichen, während niemand einem Schreiner vorwirft, er prostituiere sich, wenn er auch Betten baut, um Geld zu verdienen, statt massenhaft seine Lieblingskommoden im Lager versauern zu lassen, nur weil er nun mal lieber Kommoden baut, als Betten?
    Ehrlich, ich verstehe das nicht. Auf der einen Seite soll Schreiben ein Handwerk sein, aber auf der anderen Seite darf ich dieses Handwerk nur für den winzigen Bereich nutzen, der zu 100% meinem Geschmack entspricht, aber bei 90% ist es schon ein Verrat von Lebenszielen, oder Prostitution?


    Tut mir leid, aber auf mich wirkt das ganz ehrlich etwas schräg. ;)


    Abgesehen davon habe ich inzwischen 2 Romanprojekte und eine Diplomarbeit, bei der ich mich am Ende regelmäßig mit einem Gefühl von "ich würde am liebsten kotzen" an das Thema gesetzt habe, beendet und kann für mich durchaus abschätzen, wie ich zu so einem Projekt stehe und was es für mich an Aufwand und Disziplin bedeutet. Ob sich das unter Druck ebenso verhält, kann ich letztlich natürlich nur durch Erfahrung lernen, aber ich habe bisher keinen Vertrag, verliere also auch nichts, wenn ich mich der Herausforderung stelle und dann daran scheitern sollte.


    Davon abgesehen habe ich bei so einigen Texten auch gemerkt, dass mir oft die Texte leichterfallen, die weniger Herzblut beinhaltet haben. Und ich sehe es als Herausforderung an, etwas so hinzukriegen, dass es Vorgaben entspricht und nicht nur in meinem eigenen Geschmack stehen zu bleiben. Mag sein, dass ich damit merkwürdig bin, aber all das motiviert mich ungemein, diese Herausforderung anzugehen.


    @Heike: Übrigens baue ich keine Romanze in eine bestehende Geschichte ein, sondern entwickle eine Geschichte, die eine Romanze enthält. Aber Menschen ticken sicher auch hinsichtlich dessen, was sie motiviert und wie sie sich selbst motivieren können, unterschiedlich. ;)


    @ Horst-Dieter: Bei deinem letzten Satz bin ich nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe? Es gibt also keine (oder nahezu keine) Erfolgsgeschichten, bei denen Autoren Kompromisse eingegangen sind? Nur um das noch mal klarzustellen, ich will weder hauptberufliche Autorin werden, noch mache ich mir Illusionen von Reichtum und Berühmtheit. Aber ich will schreiben und wenn ich die Möglichkeit habe, dafür Geld zu bekommen, dann werde ich das nutzen und entweder Erfolg haben, oder scheitern. Aber anders sieht es doch in den Berufssparten, in denen ein Hobby zum Beruf gemacht wird, auch nicht aus.
    Abgesehen davon, dass ich die Entwicklung weg von dem, was ich am liebsten lesen würde hin zum Schreiben nach Vorgabe schon vor etwa anderthalb Jahren für mich entdeckt habe.


    Abhalten kann mich davon also sicher niemand. Und Martin, wenn ich mich darum scheren würde, was die anderen denken, dann würde ich genau das nicht tun, was ich vorhabe, denn hier bekomme ich mehr Gegenwind, als bei jedem anderen Projekt bisher. ;)


    Sorry, das führt jetzt wohl sehr weit weg von Thema, aber das war mir trotzdem ein Bedürfnis, weil ich derartige, für mich oftmals widersprüchliche Eindrücke in den letzten Jahren häufiger hatte.


    lg
    Robyn


  • Wieso wird eigentlich beim Schreiben so oft eine Arbeit nach einer Vorlage oder bestimmten Wünschen mit Prostitution oder dem Verraten von Zielen und Idealen verglichen, während niemand einem Schreiner vorwirft, er prostituiere sich, wenn er auch Betten baut, um Geld zu verdienen, statt massenhaft seine Lieblingskommoden im Lager versauern zu lassen, nur weil er nun mal lieber Kommoden baut, als Betten?
    Ehrlich, ich verstehe das nicht. Auf der einen Seite soll Schreiben ein Handwerk sein, aber auf der anderen Seite darf ich dieses Handwerk nur für den winzigen Bereich nutzen, der zu 100% meinem Geschmack entspricht, aber bei 90% ist es schon ein Verrat von Lebenszielen, oder Prostitution?


    Ich gebe zu, dass ich dass mein Vergleich überzogen ist. Das wollte ich auch - überziehen. Bitte fühle dich nicht verletzt dadurch, denn als ein Angriff auf dich war das nicht gedacht.


    Trotzdem. Wie sagt man so schön? Ich stehe zu dem Vergleich :)


    Und da du den Handwerker - speziell Schreiner - ins Spiel bringst, antworte ich auch damit: Ein Schreiner, der sein Handwerk beherrscht und ordentliche Stühle baut, auf denen man sitzen kann, wird diese über die eigene Werkstatt oder über Möbelgeschäfte auch gut verkaufen können. Niemals wird er damit aber in einer Kunstausstellung landen. Im Museum vielleicht nach ein paar hundert Jahren.


    Wenn du Schreiben als Handwerk ansiehst kannst du meinetwegen so viele Kompromisse machen, wie du willst. Die von dir geschriebenen Texte verkaufen sich vielleicht sogar ganz gut und sind möglicherweise besser als jede Dienstagsfrau (siehe den Fred dazu). Ob du damit aber jemals über ordentlich gemachte Unterhaltung hinaus kommst, oder überhaupt dazu kommst, das zu schreiben und auch zu veröffentlichen, was du gerne schreiben würdest, das ziehe ich aber in Zweifel. Ganz unmöglich ist das natürlich nicht und möglicherweise hätte ich gar nicht darauf geantwortet, wenn du nicht noch dazu geschrieben hättest, auf diese Weise "in einen Verlag" zu kommen. Ja, und dann? Dann wird dieser Verlag immer wieder von dir das Stück mit Romanze verlangen. Dass du dadurch leichter anderes veröffentlichen kannst ist äußerst ungewiss.


    Zitat


    @ Horst-Dieter: Bei deinem letzten Satz bin ich nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe? Es gibt also keine (oder nahezu keine) Erfolgsgeschichten, bei denen Autoren Kompromisse eingegangen sind? Nur um das noch mal klarzustellen, ich will weder hauptberufliche Autorin werden, noch mache ich mir Illusionen von Reichtum und Berühmtheit. Aber ich will schreiben und wenn ich die Möglichkeit habe, dafür Geld zu bekommen, dann werde ich das nutzen und entweder Erfolg haben, oder scheitern. Aber anders sieht es doch in den Berufssparten, in denen ein Hobby zum Beruf gemacht wird, auch nicht aus.
    Abgesehen davon, dass ich die Entwicklung weg von dem, was ich am liebsten lesen würde hin zum Schreiben nach Vorgabe schon vor etwa anderthalb Jahren für mich entdeckt habe.


    Doch, es gibt diese Erfolgsgeschichten. Aber wenn du sie zählen willst kannst du mit der zweiten Hand ruhig etwas anderes machen. UND es sind ausnahmslos Profis, die sich so "hochgearbeitet" haben. Georges Simenon ist zum Beispiel einer.


    Und noch einmal: Ich will dir keinesfalls den Mut nehmen, Veröffentlichungen anzustreben. Das, was wir hier schon von dir zu lesen bekommen haben ist keinesfalls so, dass man den Erfolg ausschließen könnte. Mir ging es nur darum, zu sagen: Der Fuß in der Tür um jeden Preis heißt nicht, dass die Tür nicht auch wieder zugeschlagen werden kann.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Baden

    ASIN/ISBN: 3955403823


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos