• Hallo


    Nach Umzug und vielen gestrichenen Wänden melde ich mich wieder zurück.


    Möchte euch auch gkeich mal eine Frage stellen, über die ich mir schon oft den Kopf zerbrochen habe.


    Ich tu mich oft schwer mit der Genre Wahl.
    Schreibt man z. B. eine Geschichte in der Gegenwart, in der Auserirdische vorkommen ist es doch noch lang kein Science-Fiction oder?
    Denke dann müsste es in der weiten Zukunft spielen.?
    In welches Genre würdet ihr soetwas einordnen? Etwas Action und eben die grünen Männchen?


    Und dann frag ich mich was eigentlich der Unterschied zwischen Belletristik und Roman ist??


    Bin sicher es sit ganz einfach, wenn man es erst weiß. :)


    Liebe Grüße Birgit

  • Zitat

    Original von Birgit

    Schreibt man z. B. eine Geschichte in der Gegenwart, in der Auserirdische vorkommen ist es doch noch lang kein Science-Fiction oder?


    Sagen wir einfach mal, es ist »phantastische Literatur«


    Zitat


    Und dann frag ich mich was eigentlich der Unterschied zwischen Belletristik und Roman ist??


    Bin sicher es sit ganz einfach, wenn man es erst weiß. :)


    Liebe Grüße Birgit


    Belletristik ist Unterhaltungsliteratur. Das ist sozusagen der Überbegriff. Roman ist eine bestimmte Literaturform, nämlich eine längere Geschichte in Prosa. Es ist übrigens keine schlechte Idee, zu solchen Fragen in ein Lexikon zu schauen, oder, wenn man schon am Computer sitzt, einen Blick in die Wikipedia zu werfen.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen & Legenden aus Franken

    ASIN/ISBN: 3955403602


    Mit Büchern können Sie meistens nicht viel verdienen. Aber ich komme in Kontakt mit anderen Menschen, und Buchveranstaltungen sind sehr viel besser als Rockfestivals.


    Billy Bragg (* 1957)

    Süddeutsche Zeitung Nr. 281 – 4. Dezember 2020, S. 26

  • Hallo Birgit,


    neben Wikipedia kann ich noch Gero von Wilperts "Sachwörterbuch der Literatur" empfehlen. Da steht dann zwar noch etwas mehr drin als nur Genredefinitionen, aber man lernt auch noch mehr :).
    Wenn Du öfter Fragen zur literaturwissenschaftlichen Fachbegriffen hast, würde ich Dir die Anschaffung empfehlen.


    Liebe Grüße
    Anja

  • Hallo,


    die Frage nach dem Genre kann ich recht gut nachvollziehen, weil mich das auch immer noch umtreibt. Allerdings frage ich mich, ob das nicht manchmal überbewertet wird.
    Ich komme für mich immer mehr zu dem Schluss, dass ich eigentlich erstmal meine Geschichte schreiben will und dann hinterher schaue, in welches Genre sie sich einordnen lässt =). Vielleicht entsteht ja so auch etwas, was ich dann als meinen Style erkenne.
    Problematisch daran ist natürlich, dass man sich mit dieser Herangehensweise auch ganz schön verheddern kann. Ich habe gehört, dass Leser eines bestimmten Genres gewisse Erwartungen an den Plot und an die Charaktere haben (man sehe sich z.B. nur mal Fantasy an). Geht mir ja auch so, wenn ich bspw. mal wieder Lust auf einen Krimi habe. Dann erwarte ich ein Verbrechen, einen Verbrecher und einen Prota, der ersteres aufklärt und zweiteren dingfest macht.
    Aber ich würde mich echt nicht zu sehr auf diese Genre-Festlegungen fixieren. Ich hätte für mich zumindest die Sorge, dass dann nur noch 08/15 rauskommt.


    Liebe Grüße
    Achim

  • Hallo Birgit,


    Stelle dir vor, du bestellst bei einem Schreiner einen Schreibtisch, an dem du zukünftig deine Arbeiten ausführen möchtest. Nach fünf Wochen kommt das gute Stück und du fragst den Schreiner, was du mit dem Blumenhocker sollst. Er wird dir sagen, dass er einen Baumstamm hatte, ein paar unterschiedlich dicke Bretter daraus geschnitten hat und dann einfach mal geschaut hat, was daraus wird. Das Ergebnis steht nun in deinem Gartenhaus. Deine Arbeit wirst du weiterhin am Küchentisch schreiben.


    Ein Denkanstoß.


    Andy

  • Zitat

    Original von Andreas Dietz
    Stelle dir vor, du bestellst bei einem Schreiner einen Schreibtisch, an dem du zukünftig deine Arbeiten ausführen möchtest. Nach fünf Wochen kommt das gute Stück und du fragst den Schreiner, was du mit dem Blumenhocker sollst. Er wird dir sagen, dass er einen Baumstamm hatte, ein paar unterschiedlich dicke Bretter daraus geschnitten hat und dann einfach mal geschaut hat, was daraus wird. Das Ergebnis steht nun in deinem Gartenhausy


    schöner vergleich. oft ergibt wirklich der inhalt das genre.

  • Zitat

    Original von Michael H


    schöner vergleich. oft ergibt wirklich der inhalt das genre.


    Der Vergleich hinkt m.E. gewaltig, weil die Autoren in den seltensten Fälle »auf Bestellung« arbeiten. Jemand, der sich ein Buch kauft, sollte in der Lage sein zu beurteilen, was er sich da anschafft. Allerdings machen es die Verlage dem Leser nicht immer leicht, weil die Klappentexte (und noch schlimmer das Umschlagbild) oft etwas anderes vermuten lassen, als nachher im Buch drinsteckt.


    Horst-Dieter

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen & Legenden aus Franken

    ASIN/ISBN: 3955403602


    Mit Büchern können Sie meistens nicht viel verdienen. Aber ich komme in Kontakt mit anderen Menschen, und Buchveranstaltungen sind sehr viel besser als Rockfestivals.


    Billy Bragg (* 1957)

    Süddeutsche Zeitung Nr. 281 – 4. Dezember 2020, S. 26

  • Ich finde diese Genrezuschreibung auch nicht unproblematisch. Natürlich gibt es Leser, die möchten einen "klassischen" Krimi, Liebesroman oder dergleichen lesen. Und sie sind irritiert, wenn sich das als Krimi deklarierte Buch dann als halber Beziehungsroman entpuppt.


    Wer für diese Leserschicht (und für Verlage, die so eindeutig Genres bedienen) schreiben möchte, der muss sich natürlich mit den Vorgaben des jeweiligen Texttypus auskennen.


    Daneben gibt es aber genug Texte, die nicht so eindeutig ausgerichtet sind. Meiner Ansicht nach sind das die interessanteren. Wer hier schreibt und nach Verlagen sucht, die vorrangig diese Texte publizieren, der muss sich meiner Ansicht nach nicht so sehr den Kopf über ein eng umrissenes Genre zerbrechen. Was aber nicht bedeutet, dass man nicht ein Publikum im Blick haben sollte. Nur "für sich" zu schreiben, ohne sich zu überlegen, ob das in irgendeiner Weise ansprechend genug ist, dass es außer einem selber auch noch jemand lesen möchte, würde ich unter "Hobbyschreiben" fassen. Das wird ja auch gerne als "therapeutisches Schreiben" bezeichnet, soweit ich weiß.


    Liebe Grüße
    Anja